Macht openSUSE meine Festplatte kaputt?

Dieses Thema im Forum "SuSE / OpenSuSE" wurde erstellt von danube, 01.02.2007.

  1. danube

    danube Jungspund

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    Hallo!

    Des öfteren ist mein openSUSE 10.2 System in den letzten Tagen abgestürzt und ich bin mittlerweile echt sauer, denn meistens wechselt beim nächsten Boot die Konsole den Boot Screen ab mit der Aufforderung, ihr mein root Passwort mitzuteilen und einen fsck manual durchzuführen.

    Mit der Installations-DVD und der Rettungsfunktion hab ich diese Plattenprobleme bisher auch immer beheben können. Nun scheint eine Platte jedoch komplett die Grätsche gemacht zu haben.

    Die Partition /dev/hdb1 hat(te) ein Ext2 Dateisystem. Als der PC zum letzten mal vom Blitz gestreift wurde waren Schreibzugriffe auf die Platte aktiv. Nun lief auch nix mehr mit der Rettungsfunktion der DVD. Auch nicht mit dem Rescue. Ein manueller fsck ergibt:
    Code:
    pcdanube:/home/danube # fsck /dev/hdb1
    fsck 1.39 (29-May-2006)
    error on stat() /dev/hdb1: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
    e2fsck 1.39 (29-May-2006)
    fsck.ext2: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden beim Versuch, /dev/hdb1 zu öffnen
    
    SuperBlock ist unlesbar bzw. beschreibt kein gültiges ext2
    Dateisystem.  Wenn Gerät gültig ist und ein ext2
    Dateisystem (kein swap oder ufs usw.) enthält,  dann ist der SuperBlock
    beschädigt, und sie könnten e2fsck mit einem anderen SuperBlock:
        e2fsck -b 8193 <Gerät>
    
    fsck.ext2 /dev/hdb1 failed (status 0x8). Run manually!
    Gibt's Ideen, was da mit openSUSE los ist und wie ich meiner Platte wieder Leben einhauche?
    Danke!
     
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  3. devilz

    devilz Pro*phet
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    Deine Festplatte wird dadurch nicht kaputt gehen, eher das Filesystem ;)

    Ich kenne persönlich keinen Rechner bei dem openSuSE ohne Grund einfach so abschmiert .... prüf mal bitte deine Hardware ;)
     
  4. danube

    danube Jungspund

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    Einfach so stürzt das Teil sicher nicht ab, keine Frage dass es hierfür eine Ursache gibt.
    Das Problem liegt nur in der dadurch verursachten Inkonsistenz des Dateisystems, welches ich dann per Hand und DVD reparieren muss.

    Den Vogel schießt dann noch die Tatsache ab, dass manchmal nicht mal mehr das root Passwort erkannt wird und ich dann das Rescue der DVD nehmen muss.

    Aber gut, nun hab ich einen Briefbeschwerer aus dem ich gerne wieder eine funktionierende Festplatte machen möchte.
    ?(
     
  5. devilz

    devilz Pro*phet
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    Vom Blitz gestreift?

    Sind da noch wichtige Files drauf? - Notfall probier mal Knoppix und formatiere die Platte neu?
    Oder gehts dir nun darum das die Platte nicht mehr erkannt wird?
     
  6. danube

    danube Jungspund

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    Es befinden sich noch Daten auf der Platte, die für mich von Bedeutung sind, deshalb wäre es ein Gutes, wenn die Platte wieder ihren Dienst aufnehmen würde.

    Eine Alternative wäre ein Sicherungsprogramm, um die Daten vor einer Formatierung zu sichern. Gibt's da was?

    Bzw., fsck schlägt doch vor, einen anderen Superblock anzugeben. Ich weiß nicht was ein Superblock ist, wäre das nicht vielleicht ein Weg, an die Daten zu kommen?
     
  7. #6 Jabo, 01.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 01.02.2007
    Jabo

    Jabo Aufgabe ohne Minister

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    Das hört sich massiv nach Plattendefekt an...

    Was noch sein *könnte* ist, daß im BIOS die Platte nicht so eingestellt ist / erkannt wird, wie sie ursprünglich formatiert wurde (Adressierungsmethode). Dann kann beständiges schreiben schon mal zu logischen Inkonsistenzen führen.

    Falls du logische Verwickelungen ausschließen kannst, würde ich an deiner Stelle die Daten sichern und prüfen, ob der Garantiefall eingetreten ist.
    .
    .
    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :
    .

    Ja, aber dafür mußt du erst mal starten können.

    Hast du ne Möglichkeit, dir Knoppix zu besorgen? Kannst du davon starten und die Platte mounten? Hast du noch eine 2. Platte, um da was drauf zu sichern?
     
  8. #7 danube, 01.02.2007
    Zuletzt bearbeitet: 01.02.2007
    danube

    danube Jungspund

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    Nun, die Platte war mal VFAT. Vor kurzem hab ich ein Ext2 draufgemacht. Im BIOS hab ich Zeit meines Lebens noch nie was eingestellt. Ich werd mal einen Blick da rein werfen.

    Das ist ne 80Gig Platte, die hau ich in die Tonne. Mir geht's nur viel mehr um die Daten, die noch drauf sind.

    Ich kann starten, nachdem ich die Platte im Knoppix aus der fstab entfernt habe. Zum Sichern sind genug Platten im PC verschraubt. Also wie gesagt, der Rechner läuft so weit wieder, nur ohne besagte Platte.

    [EDIT]Bei einem Mount-Versuch meint die shell: "mount: special device /dev/hdb1 does not exist".[/EDIT]
     
  9. Jabo

    Jabo Aufgabe ohne Minister

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    alternativer Superblock?

    Und du wirst gebeten:
    Was passiert, wen du das tust?
     
  10. danube

    danube Jungspund

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    Sowohl bei 1k, 2k als auch bei 4k kommt folgende Meldung:
    Code:
    fsck.ext2: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden beim Versuch, /dev/hdb1 zu öffnen
    SuperBlock ist unlesbar bzw. beschreibt kein gültiges ext2
    
    Ich denk mal den Superblock kann man kübeln. Gibt's Lesemethoden, die darauf nicht angewiesen sind?
     
  11. Jabo

    Jabo Aufgabe ohne Minister

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    Fu..

    "ddrescue" von dieser auf eine andere Platte / Partition?

    Und dann da weiter schauen?
     
  12. danube

    danube Jungspund

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    Na wenn die Daten gesichert sind kann ich die Platte ja formatieren oder wenn das auch nicht mehr hilft, auch als Briefbeschwerer nehmen oder das Teil aus dem vierten Stockwerk auf den Benz meines Chefs dreschen. Irgendwas fällt mir da schon ein.

    Wär aber trotzdem interessant, was sich der Kernel (der wär ja dann der Angeklagte, oder?) sich dabei gedacht hat, als er mir alle Superblocks zerschossen hat...
    :think:
     
  13. Jabo

    Jabo Aufgabe ohne Minister

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    Nö, da wäre ich aber vorsichtig. Bist du auch sicher, daß nicht die Magnetbeschichtung auf der Pladde defektiv ist?

    Also, was macht ddrescue denn? Das versucht wie "dd" bitgenau die Platte zu clonen, bricht anders als dieses aber nicht so schnell ab bei Lesefehlern.

    Du wolltest alternative Lesemethoden wissen, wäre das nicht eine?
     
  14. danube

    danube Jungspund

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    So, hab mich jetzt mal ein wenig in die Tiefen meines Systems begeben. BIOS machte keine Zicken um die Platte, schien alles OK.

    Es gibt da so ein Ding, das heißt UBCD (Ultimate Boot CD), auf welcher massig Programme sind die zum Maintenancen eines Systems mehr oder minder brauchbar sind. Nun, meine Vorgehensweise war folgende: MaxBlast v4.0 eröffnete mir die Möglichkeit, den MBR Boot Code zu updaten, was ich gemacht habe. Danach ging's in das Programm PowerMax v4.21, ebenfalls von Maxtor (wie übrigens auch meine Platte). Darin gibt es verschiedene Testroutinen, unter anderem den Burn In Test, Dauer ca. 30 Minuten pro Durchlauf. Laut Angaben ist bei einem fehlerfreien Durchgang die Platte 'certified error free'. Gemacht, jetzt ist meine Platte certified error free.

    Ein Neustart im Linux ergab, dass die Platte nun endlich wieder im Systen (konkret im Partitionierer von YaST) wieder aufscheint. Das tat sie nämlich vorher nicht (vielleicht hätt ich das vorhin erwähnen sollen, wäre ein Hinweis auf den MBR gewesen). Ein fsck auf der Platte behob noch ein paar kleine Käfer. Die Zeile im fstab wieder eingehängt folgte ein tadelloser Neustart mit eingebundener Platte. Und, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: Alle Bits und Bytes sind noch da wo sie hingehören, alle Daten da.

    Danke für die professionelle Hilfe hier, hab wieder eine Menge Dinge gelernt!

    Was allerdings bleibt ist die Skepsis dem überarbeiteten openSuSE 10.2 gegenüber, das mehr Abstürze in nur drei Wochen produzierte als die Vorgängerversionen ab 9.1 zusammen bei gleicher Hard- und Software.

    Ein weiterer gravierender Punkt ist das Nichterkennen des root-Passwortes, wenn eine Platte geprüft werden muss. Da krieg ich fleuen Magen.

    So, ich hoff jetzt läuft's wieder.
     
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  16. Jabo

    Jabo Aufgabe ohne Minister

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    Jo, die hab ich auch. Die hätte auch innerhalb der nächsten 2 oder 3 Posts hier Erwähnung gefunden :)

    ja, das zu erwähnen hätte die Sache vielleicht abgekürzt...

    Hast du eigentlich eine Idde, wie du überhaupt den MBR geschreddert hast? Ich meine halt wenn du das heraus findest, wäre das noch interessant hier zu lesen.
     
  17. #15 LinUser, 07.02.2007
    LinUser

    LinUser Eroberer

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    Hallo danube,

    Ich habe bei ext3 ähnliches Problem (2x) gehabt, nachdem ich bestimmte PDF-Dateien öffnen bzw. verschieben wollte. Daten mit Knoppix gesichert und Maschine neu aufgesetzt - Installation diesmal ohne Zenworks. dann ein anderes "HTML to PDF"-Programm gewählt. Adobe-Reader installiert und ein Online-Update gemacht - bisher läuft alles stabil.

    Wie und warum der Datei-Crash mit Password-Verlust letztendlich zweimal passiert ist, wird sich bei mir wohl auch nicht mehr rekonstruieren lassen.

    Bevor du die 80GB-Platte jedenfalls wegwirfst gib sie lieber mir zum weiter verschenken. Porto zahle ich.

    Gruß,
    Th.
     
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