Ein paar Fragen zur Partitionierung

Dieses Thema im Forum "Installation & Basiskonfiguration" wurde erstellt von Spear_Hawk, 15.03.2006.

  1. #1 Spear_Hawk, 15.03.2006
    Spear_Hawk

    Spear_Hawk Grünschnabel

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    Hallo zusammen,

    ich habe zwar schon ein paar Linux Distries installiert und ein bischen damit rumgespielt, aber so richtig tief habe ich mich noch nicht mit Linux beschäftigt.
    Das soll sich jetzt ändern :devil:

    Ich hab hier noch einen alten Rechner rumstehen und darauf will ich jezt eine Linux Distri installieren. Ich habe bis jetzt meistens den Vorschlag für die Partitionierung, der mir bei der Installation gemacht wurde, übernommen. Jetzt will ich die Festplatte meines Rechners aber mal selbst einteilen und dazu hätt ich ein paar fragen an euch :hilfe2:

    1. Brauche ich eine /boot Partition wenn ich ein Bios habe das kein 1024
    Zylinder Problem hat?

    2. Was hat es mit den Primär Partitionen auf sich? Bei Windows muss ja der
    Partitionsteil auf dem das BS installiert ist eine Primärpartition sein, bei
    Linux auch oder kann man auch nur logische Partitionen anlegen?

    3. Was wird unter folgenden Partitionen nachher abgelegt:
    /boot ich nehme mal an hier wird der Bootloader abgelegt oder so???
    /var
    /usr wahrscheinlich irgendwelche userdaten?????
    /opt
    /srv
    /local
    Die oben ganannten Mountpoints habe ich aus den Vorgaben von Suse 10.0, gibt es noch andere wichtige Ordner denen man eine Partition geben sollte, außer jetzt /tmp /home /swap und / ?


    Wäre für Hilfe dankbar
     
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  3. #2 Wolfgang, 15.03.2006
    Zuletzt bearbeitet: 15.03.2006
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    Nein ist eine kann-Option. IMHO aber auf einem Desktopsystem nicht wirklich nötig
    Such mal bei google nach Festplatten Partitionierung Partitiontable , dann wird dir eventuell klarer was es damit auf sich hat.
    Nur Kurze Info:
    Jede HD kann genau maximal 4 primäre Partitionen haben, denn im MBR sind nur 64 Bit für die Partitionstabelle verfügbar. Pro Partition werden 16 Bit benötigt. Die extendet Partition (welche Logische Partitionen enthält) zählt dabei als Primärpartition. Das bedeutet, dass du alternativ zu 4 primären auch 3 primäre Partitionen und eine extendet mit (korrigiert mich wenn ich falsch liege) maximal 64 logischen Partitionen erstellen kannst.
    Sowohl die Swap als auch Linux selbst kann von einer logischen Partition booten. Das ist auch günstiger, da du damit flexibler bleibst.
    IMHO braucht Windows (NT/XP) eine primäre Partiton für die Bootdateien, nicht aber für das System selbst, akzeptiert aber nur eine aktive sichtbare primäre Partition. Das brauchst du bei Linux nicht zu beachten.

    Mein Tipp: erstell eine erweiterte Partition und darin alle Partitionen für Linux.
    Wenn du Windows brauchst, belass es bei einer primären Partition. Das erspart dir eventuelle Probleme mit M$.
    Alles per default, kann natürlich auch geändert werden!

    /boot/ neben den Dateien für den Bootloader (nicht den Bootstrip!) liegt dort auch der Kernel und eventuell das Bootimg (wenn verwendet) per default.

    /var/ neben den Logdateien und mail auch diverse Ordner für Anwendungen.(apache...)

    /usr/ ordner für Anwendungen (Binärdateien) und Sources und libs

    Das folgende ist wohl nicht überall gleich und hier SuSe-typisch.
    Sorry hab keine suse, deshalb alle Angaben mit Vorbehalt. bei debian sieht das ein wenig anders aus.

    /opt/ zusätzliche Software, ist aber nicht immer im root / zu finden
    /local Ordner für User Software und libs , auch nicht immer im /
    /srv ??? gibt es nicht unter Debian , deshalb bleib ich das schuldig. ;)

    Hoffe ein wenig geholfen zu haben.

    Gruß Wolfgang

    EDIT:/
    Auf einem Desktopsystem reicht es im Normalfall :
    Partition für /home
    Partition für das System
    eventuell noch eine für /var
     
  4. #3 Spear_Hawk, 15.03.2006
    Spear_Hawk

    Spear_Hawk Grünschnabel

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    Danke für die schnelle antwort,

    werde dann eine Erweiterte Partition und darin die restlichen Partitonen erstellen.

    Wie groß sollte eigentlich die swap Partition sein? reicht es wenn sie so groß ist wie der Arbeitsspeicher? oder sollte sie größer sein?
     
  5. PBeck

    PBeck Routinier

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    Normal sagt man doppelt so groß wie der Arbeitsspeicher. Also bei 512 MB ca 1 GB.

    Nach meiner Meinung lohnt es sich bei 1 gb nicht unbedingt 2 gb swap zu nehmen, außer bei Suspend to Disk. Da ist mehr manchmal besser ;)
     
  6. #5 Wolfgang, 15.03.2006
    Wolfgang

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    Wenn du RAMSIZE>=512 MB hast, reicht das im Normalfall aus.
    Bei 256 würde ich die doppelte Menge nehmen.
    Du kannst aber (so Platz vorhanden) jederzeit eine weitere Swap einhängen, wenn es wirklich nötig wird.
    man swapon :rtfm:
    ;)
    Gruß Wolfgang
     
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  8. #6 Spear_Hawk, 15.03.2006
    Spear_Hawk

    Spear_Hawk Grünschnabel

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    ok danke Euch beiden,

    jezt hab ich allerdings noch ne Frage :rolleyes:
    was soll ich für ein Dateisystem nehmen? Ich schwanke da zwischen ext3 und reiser, gibt es da große unterschiede zwischen den beiden? oder trete ich da so eine Glaubensdiskussion wie Intel vs Amd oder Nvidia vs Ati los :D
     
  9. #7 Wolfgang, 15.03.2006
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    Jo, wird wohl so sein. ;)

    Habe beides mittlerweile seit Jahren in Betrieb, und keinen real spürbaren Unterschied gemerkt.
    Theoretisch soll ext3 bei wenigeren und größeren Dateien schneller, reiser dafür bei vielen kleineren Dateien schneller sein.
    Real nachvollziehbar war das für mich bisher noch nicht.

    Wähl was du denkst, es wird sicher nicht verkehrt sein. ;)

    Gruß Wolfgang
     
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