Empfiehlt mir was...

M

matthias

Linux-Project.net
Hi!

Ich benutze jetzt 2 Wochen SuSE, möchte aber mal die anderen Distributionen ansehen um mich endgültig entscheiden zu können.
Nun muss ich sagen das ich totaler Linux-Einsteiger bin!
Vielleicht könntet ihr mir mal ein paar Distributionen empfehlen?

Habe viel von Gentoo gehört, bin da aber noch etwas unentschlossen weil (so wie ich es verstanden habe) man da Kernel etc von Hand installieren muss.

Danke schonmal!
 
devilz

devilz

Pro*phet
Tja, also entweder bleibst du bei den einfachen RPM Distros wie SuSE/Mandrake/Redhat, oder du springst ins kalte Wasser und testet mal Gentoo.

Lies dir einfach mal die Installanleitung auf Gentoo.de/.org durch und schau ob du das verstehst ...

Sicher wirst du im nen Kernel nicht drummdrum kommen :)
 
Apulanta

Apulanta

Moderatorte
hmmm,es gibt da auch noch debian....
irgendwie ist es doch quatsch zu fragen:"was soll ich nehmen?",du musst doch eh selber rausfinden,womit du gut klarkommst!teste doch einfach mal verschiedenes!

moikka,apulanta
 
Apulanta

Apulanta

Moderatorte
Original geschrieben von matthias
basiert debian auch auf rpms?

nein,tut es nicht!wenn es dich interessiert,dann guck mal auf www.debian.org oder so,kann dich leider grade nicht mit sovielen links versorgen,weil ich im urlaub bin und nicht an meinem pc mit meinen bookmarks sitze!
 
ozoon

ozoon

Chefdiplomat
da wäre natürlich auch noch slackware zu nennen. oder du versuchst mal BSD's. OpenBSD, FreeBSD oder netBSD
 
S

saintjoe

Gast
Original geschrieben von matthias
Was sind BSD's?
Google bildet.
Aber hier mal ein Text:
Einführung
BSD steht für Berkeley Software Distribution. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte von Unix. 1969 kamen in den Bell Telephone Labs von AT&T Ken Thompson und Dennis Ritchie auf die Idee, ein offenes Betriebssystem zu schaffen. Das System wurde ursprünglich für die DECs PDP-7 entworfen. Als Thompson 1975 eine Gastprofessur an der Berkeley University bekam, konnte er den Diplomanden Bill Joy für Unix begeistern. Dies war die Geburtsstunde der ersten Berkeley Software Distribution. 1978 stellte Joy das erste lauffähige Betriebssystem fertig und stellte es für 50$ zur Verfügung.
Als 1981 4.1BSD vollendet war, verließ Joy Berkeley mit der Version 4.1c, die er mit zu Sun nahm. Die ersten Releases von SunOS basierten wie DEC Ultrix auf 4.2BSD. In Berkeley übernahm Kirk McKursick den Posten des Chef Programmierers für die beiden letzten Versionen 4.3 und 4.4.
Eine Version von 4.3BSD galt als Vorlage für Net/1 und Net/2. In den folgenden Jahren wuchsen drei Äste am BSD Familienbaum. Im gegensatz zur Vielzahl der Linux-Distributionen gibt es nur drei Open-Source-Linien bei BSD. Jedes dieser drei Projekte pflegt einen eigenen Source Tree und Kernel. Aus Net/2 und 386BSD ging NetBSD hervor, das nach einem Zerwürfnis innerhalb des Projektes OpenBSD als direkten Ableger hervorbrachte. Aus 386BSD entwickelte sich weiterhin FreeBSD. 4.4BSD und 4.4BSDLite gaben den Anstoss für eine kommerzielle Variante für High-End-Server und das auf dem Mach-Kernel basierende Microkernel-OS Lites.


OpenBSD: http://www.openbsd.org
OpenBSD entstand 1996, aufgrund eines internen Zerwürfnisses der NetBSD-Gruppe. Da das Hauptziel der OpenBSD-Gruppe auf der Sicherheit liegt, konnte auf die Qualität von RSA und Algorithmen nicht verzichtet werden. Strenge Gesetze in den USA die Kryptographie betreffend, zwangen die Entwickler das Projekt nach Kanada zu verlegen.
Wie der Name schon sagt, bemüht sich das OpenBSD-Team um ausschliesslich offene Entwicklungen. Dies gilt sowohl für die Unterstützung von Plattformen als auch für die Verwendung des Systems. OpenBSD implementiert ganze Teile anderer freier Betriebssysteme, wie NetBSD und FreeBSD, aber auch Linux. OpenBSD kommt im kleinen bis mittleren Serverumfeld für sicherheitskritische Anwendungen zum Einsatz (z.B. Firewalls).
Da hinter dem OpenBSD Projekt keine Firma steht, wird es durch den Verkauf von CD's und T-Shirts, sowie durch Spenden finanziert.
OpenBSD wird durch freiwillige Programmierer und Entwickler vorangetrieben, die über der ganzen Welt verteilt sind. Das OpenBSD Projekt produziert ein FREIES, Multi-Plattform 4.4BSD-basiertes UNIX-ähnliches Betriebssystem. Die Anstrengungen liegen vor allem bei Portabilität, Standardisierung, Korrektheit, proaktiver Sicherheit und integrierter Kryptographie. OpenBSD unterstützt Binäremulationen der meisten Programme von SVR4 (Solaris), FreeBSD, Linux, BSD/OS, SunOS und HP-UX.
Aus dem selben Hause stammt auch OpenSSH, welches heute bereits auf allen Unixen und natürlich Linuxen zu finden ist.
OpenSSH unterstützt aktuell SSH1 und SSH2. Die aktuelle OpenBSD-Version ist 3.2, die seit dem 01. November freigegeben wurde.

FreeBSD: http://www.freebsd.org
1993 wurde das FreeBSD Projekt mit dem Ziel gegründet, diverse Probleme in 386BSD Interim zu beheben. Nachdem der Chefentwickler von 386BSD das Projekt verliess, übernahmen seine Kollegen die Weiterentwicklung unter dem Namen FreeBSD. Für das Überleben des Projektes sorgte anfänglich Walnut Creek.
Das Unternehmen vertrieb das System auf CD-ROM und unterstützte die Mitwirkenden mit Hardware und einem schnellen Internetzugang.
Ziel der Entwickler ist es, eine möglichst hohe Performance bei bester Benutzerfreundlichkeit zu erreichen. FreeBSD läuft unter anderem auf INTEL-CPU's, Compaqs Alpha-Prozessoren und Suns UltraSPARC. Das System ist besonders bei Web-Content- sowie Internet-Service-Providern beliebt.
Auch Linux-Programme lassen sich direkt per RPM installieren oder aus den Sourcen übersetzen, ohne oder mit nur geringem Anpassungen. Diese Kompatibilität rechtfertigt natürlich nicht allein den Einsatz von FreeBSD, ist jedoch für Migrationslösungen durchaus hilfreich. Yahoo z.B. setzt auf FreeBSD.

NetBSD: http://www.netbsd.org
Der NetBSD-Gruppe geht es vor allem um die Entwicklung eines freien Betriebssystems, und sie hat sich die Portabilität auf die Fahne geschrieben. Es läuft auf einer bunten Palette von Plattformen, angefangen bei Suns UltraSPARC-Enterprise-450-Familie über Sonys Playstation2 bis hin zu PDAs. NetBSD arbeitet mit mehr Hardware zusammen als jedes andere Betriebssystem.
Die Portierungen anderer Betriebssysteme unterscheiden sich auf den verschiedenen Plattformen teils erheblich voneinander. Anders bei NetBSD: den Administrator erwartet immer ein und dieselbe Umgebung. So kann NetBSD Homogenität in heterogenen Serverlandschaften schaffen und gestresste Administratoren entlasten, die sich nicht länger mit Bergen von Dokumentationen zu den einzelnen Betriebssystemen rumärgern möchten.
Abgesehen von der Eignung als Server-Betriebssystem macht NetBSD auch als Desktop-Alltagssystem eine gute Figur. Mit NetBSD lässt sich selbst ältere Hardware in ein funktionierendes Terminal oder einen Office- Desktop verwandeln. Universitäten nutzen NetBSD gerne zu diesem Zweck, so lassen sich die weit verbreiteten SPARCStations mit einem frei erhältlichen Unix nutzen.
Da das NetBSD-Projekt über kein festes Budget verfügt, sorgen Spenden für den Fortgang der Entwicklung und die Wartung des Systems in Form von finanziellen Mitteln, Hardware und Übertragungsbandbreite. Es lebt wie alle freien BSDs von der Mitarbeit seiner Nutzer.

BSD/OS: http://www.bsdi.com/
Den komerziellen Verwandten von FreeBSD vermarktet Wind River Systems. BSD/OS gibt es sowohl für Intel- CPUs also auch für SPARCs und PowerPCs. Es basiert ebenfalls auf dem 4.4BSD-Lite-Kernel und ist bei ISPs wie CompuServer in Betrieb.
Aus diesem kommerziellen System ging ebenfalls der Internet Super Server 4.1 der Berkeley Software Design, Inc. (BSDI) hervor, der unter anderem Multiprozessorsysteme auf Intel-Basis und Compaqs RAID-Systeme unterstützt. Nachdem Wind River BSDI, das Entwickler-Unternehmen von BSD/OS übernommen und in iXsystems umbenannt hatte, treibt man seitdem dort die Entwicklung sowohl von BSD/OS als auch von FreeBSD weiter. Der professionelle Support und die Möglichkeit, Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können, sollen BSD/OS einen festen Platz im Bereich kritischer High-End-Serverlösungen bewahren. Unter privaten Anwendern findet BSD/OS wohl in erster Linie aufgrund der Lizenskosten kaum Verbreitung, allerdings stellt die Installation nur geringe Anforderungen an das Vorwissen des Benutzers.

Darwin: http://developer.apple.com/darwin/
Darüberhinaus gibt es noch Darwin. Darwin ist auch ein Open-Source Betriebssystem, das bei der Entwicklung von Apples Mac OS X 1999 entstand. Es ist für die Power-PC Architektur, sowie für Intel verfügbar und unterstützt Unix wie Mac Dateisyteme.
Darwin stellt dabei den Kern von Mac OS X dar und beruht auf BSD.
Da BSD ein robustes und leistungsfähiges Betriebssytem darstellt und über eine grosse Entwickler Gemeinde verfügt, entschied man sich für einen BSD Kern. Es hat aber auch einen historischen Hintergrund. Da viel im Code von Mac OS X bereits auf Openstep (baut auf 4.3BSD), das von NeXt Software entwickelte wurde, beruht, war dies auch ein Grund für BSD als Kern.

OpenDarwin
Opendarwin ist keine Distribution. Es ist eine Verkörperung von Darwin die es Entwicklern möglich macht am CVS-Tree zu entwickeln ohne sich bei Apple registrieren zu müssen. Das Hauptziel liegt dabei darin, dass man am aktuellen Core-OS mitarbeiten kann, da Opendarwin immer auf dem Live-Darwin-CVS beruht.
"Geklaut" von bsdforen.org.

Und hier mal der "Unix"-Stammbaum: http://www.levenez.com/unix/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ähnliche Themen

Samba User importieren

Heimserver Konfiguration für Ubuntu Server?!

OpenSuse 12.3 / Tiefschlaf funktioniert nicht

Bedenken bezüglich SuSe

Welches Linux?

Oben