[WORKAROUND] Scanner des Brother DCP-115C unter SuSE zum laufen bringen

Dieses Thema im Forum "Drucker / Scanner" wurde erstellt von oyster-manu, 12.05.2007.

  1. #1 oyster-manu, 12.05.2007
    oyster-manu

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    Dies ist ein Workaround für alle die unter SuSE den Scanner des Brother DCP-115C nicht zum laufen bekommen. Es ist leider nur ein Workaround, daher können weitere Probleme auftreten. Ich habe den Workaround unter SuSE 10.0 getestet, ob er bei anderen Versionen funktioniert kann ich nicht sagen.

    Aber nun zum Workaround:
    Im Prinzip kann man alle Schritte der offiziellen Brother-Anleitung ( http://solutions.brother.com/linux/sol/printer/linux/sane_install.html ) durchführen. Der Workaround orientiert sich auch an dieser Anleitung. Der "springende Punkt", der bei mir zu einem funktionerenden Scanner geführt hat ist in Schritt 4 im Workaround beschrieben.

    1. "Sane" und "Xsane" installieren
    ================================
    Zunächst müssen "sane" und "xsane" installiert werden. Sane ist ein Programm welches die angeschlossenen Scanner ansteuert/verwaltet (im Prinzip wie CUPS für Drucker)
    Am besten installiert man Sane bzw. xsane von den Suse-CDs/DVDs mit YaST2.


    2. Scanner-Treiber für den Brother DCP-115c runterladen/installieren:
    ================================
    Auf dieser Seite ( http://solutions.brother.com/linux/sol/printer/linux/sane_drivers.html ) bekommt man die Treiber im praktischen RPM-Format. Für den DCP-115c lädt man sich das Packet "brscan2 driver for USB" runter. Installiert wird (als root) mit folgendem Befehl:

    Code:
     rpm -ivh brscan2-0.2.3-0.i386.rpm 
    Eventuell heisst die Datei anders, je nach Version und CPU-Architektur.

    3. SuSE mit dem neuen Scanner bekannt machen:
    ================================
    In der Datei /etc/fstab wird nun eine Änderung vorgenommen:

    Enthält die fstab eine Zeile die mit
    Code:
     'none /proc/bus/usb ...' 
    beginnt, dann ändert sie zu
    Code:
    'none /proc/bus/usb usbdevfs auto,devmode=0666 0 0'
    Enthählt die fstab eine Zeile die mit
    Code:
    'usbfs /proc/bus/usb..'  
    beginnt, ändert sie zu
    Code:
    'usbfs /proc/bus/usbfs auto,devmode=0666 0 0'
    Nun müsst ihr die Art wie SuSE auf USB-Geräte zugreift ändern. Dazu gibt man

    Code:
    umount /proc/bus/usb
    
    mount /proc/bus/usb
    
    mknod -m 666 /dev/usbscanner c 180 48
    
    nacheinander ein. Falls keine Fehlermeldung auftritt, sollte der Scanner schon ohne weiteres laufen, ihr könnt euch dann die Schritte weiter unten sparen. Kommt es allerdings zu einer Fehlermeldung wie "/proc/bus/usb konnte nicht gefunden werden" müsst ihr ein wenig mit der fstab spielen. Fügt einfach mal die andere Zeile in die fstab ein. Ich musste bei mir z.B. die Zeile die mit "none ..." einfügen, obwohl in meiner fstab die mit "usbfs ..." enthalten ist.
    Nach jeder Änderung der fstab müsst ihr noch mal die drei oben genannten Befehle umount, mount und mknod ausführen.

    Wenn ihr jetzt scannen könnt, habt ihr den größten Teil hinter euch.

    4. Scanner nach Reboot für Suse zugänglich machen:
    ================================
    Das Problem ist jetzt leider nur, dass die Einstellungen nach einem Reboot Probleme machen und der Scanner dann nicht mehr funktioniert. Bei booten kommt dann "mount /proc/bus/usb/ failed".
    Damit ihr den Scanner wieder benutzen könnt, müsst ihr wieder


    Code:
    umount /proc/bus/usb
    
    mount /proc/bus/usb
    
    mknod -m 666 /dev/usbscanner c 180 48
    
    ausführen. Jetzt funktioniert der Scanner wieder bis zum nächsten Reboot. Damit man sich die Eingabe sparen kann, packt man die Befehlskette am besten in ein Bash-skript und lässt es automatisch beim Boot ausführen.

    PROBLEME NACH DEM WORKAROUND:
    Mir ist bisher ein recht großes Problem mit diesem Workaround aufgefallen: Hat man einmal die fstab wie oben beschrieben geändert, funktionieren auch andere Geräte am USB-Port nicht mehr. Erst nachdem man wieder mount, umount und mknod wie oben beschrieben ausgeführt hat, werden diese wieder wie gewohnt erkannt.
    Aus diesem Grund ist es sehr ratsam die Befehlskette aus Schritt 4 in ein boot-skript zu packen, um den USB-Support des Linux-Systems wieder herzustellen!


    PS: Kann einer der MODs diesen Workaround in den HOWTO-Bereich des Forums verschieben?
     
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