Anleitung: Howto: OpenSUSE 10, XDMCP und Cygwin als Thin-Client

Dieses Thema im Forum "SuSE / OpenSuSE" wurde erstellt von oneSTone_o2o, 21.02.2006.

  1. #1 oneSTone_o2o, 21.02.2006
    oneSTone_o2o

    oneSTone_o2o Grünschnabel

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    Hallo, ich hoffe, das findet jemand nützlich:

    1. Suse 10:

    In Yast2 gibts unter System den /etc/rc.config-Editor, darin unter +Desktop/+Display-Manager folgende Einstellungen tätigen:

    Displaymanager -> auf kdm stellen (xdm und gdm auch möglich, aber nicht so komfortabel, kdm ist default)
    Displaymanager_Remote_Access -> auf yes stellen, auch wenn es nicht funktioniert (Suse weis anscheinend nicht, welche Schritte dazu alle notwendig sind, siehe nachfolgend)
    Displaymanager_Root_Login_Remote -> Je nach Sicherheitsbedürfnis auf yes oder no stellen, regelt Remotelogin durch root.
    Displaymanager_Starts_Xserver -> yes, wenn man sich auch lokal grafisch anmelden möchte. No für reine Remote-Zugriffe - spart evtl. etwas RAM/Performance
    Displaymanager_XServer_TCP_Port_6000_Open -> yes, damit die Sache überhaupt funktioniert, Suse konfiguriert die nachfolgend beschrieben Schritte deswegen trotzdem nicht richtig.
    kdm_shutdown auf root stellen, damit nur root die Mühle runterfahren kann.

    Alle weiteren Einträge im gleichen Abschnitt sind je nach persönlichem Geschmack zu konfiurieren und haben nichts mit der Funktion/Sicherheit zu tun.

    Datei /etc/opt/kde3/share/config/kdmrc ändern, in Abschnitt [XDMCP], damit kdm überhaut Anfragen auf Port 177 zulässt und die gleichen Konfig-Dateien verwendet wie xdm, was das Wechseln des Windowmanagers vereinfacht:

    Enable=true
    Port=177
    Willing=/etc/X11/xdm/Xwilling
    Xaccess=/etc/X11/xdm/Xaccess

    Im Verzeichnis /etc/X11/xdm:

    Datei xdm-access: ganz unten, damit xdm/kdm am Netzwerk lauscht letzte Zeile ändern (also ! einfügen):

    !DisplayManager.requestPort: 0

    Datei Xaccess: folgende Zeilen dürfen nicht auskommentiert sein, damit Remotesysteme überhaupt eine Verbindung aufbauen können:

    * #any host can get a login window
    * CHOOSER BROADCAST #any indirect host can get a chooser

    /etc/X11/fs:

    Datei config: folgende Zeile auskommentieren, damit der Fontserver XFS auch am Netzwerk lauscht:

    # no-listen = tcp

    Im Verzeichnus /etc/init.d/rc5.d folgende Befehle ausführen, damit der Fontserver xfs beim Systemstart in Runlevel 5 gestartet wird:

    ln -l ../xfs S18xfs
    ln -l ../xfs K18xfs

    Außerdem die Ports 177, 6000, 7100 in der Firewall für tcp und udp aufmachen. Geht am einfachsten per Yast2.

    Zusätzlich kann man noch folgendes machen:

    In Datei /etc/X11/XF86Config:

    Alle Einträge FontPath "..." auskommentieren und oben als erstes die folgende Zeile einfügen:

    FontPath "unix/:7100"

    Dann verwendet auch der lokale X-Server den XFS für die Versorgung mit Zeichensätzen. Die auskommentierten FontPath-Zeilen können in der entsprechenden Syntax auch in /etc/X11/fs/config eingefügt werden. Dann arbeitet xfs mit den in der XF86Config zuvor vorgegebenen Zeichensätzen. Suse scheint diesbezüglich beide Dateien nicht miteinander syncron zu halten, in der XF86Config sind üblicherweise mehr Pfade eingetragen als in der config. Hierauf ist evtl. beim Update zu achten. Dieser Schritt ist nich unbedingt nötig, ist aber zu Diagnosezwecken gut, da man so sehen kann, ob der Fontserver richtig läuft. Falls er nicht läuft, ist ein grafischer Login erst garnicht möglich, da X keine Zeichensätze hat, was auch ein Grund sein kann, dass sich ein X-Terminal nicht anmelden kann.

    Vor dem ersten Versuch mit einem X-terminal am besten die Maschine neu starten und beobachten, dass sie noch einwandfrei startet und man sich weiterhin grafisch einloggen kann.

    2. Cygwin als X-Terminal:

    Sowohl der Linux-Server als auch der Client mit Cygwin müssen per (reverse)nslookup aufgelöst werden können, sonst klappt die Verbindung nicht. -> DNS checken oder mit festen IP-Adressen arbeiten.

    Soweit runterladen, dass X11 mitinstalliert wird, dann gibts im verzeichnis E:\CYGWIN\usr\X11R6\bin\ eine Datei startxdmcp.bat:
    (Hier wurde Cygwin auf E: installiert)

    Diese kopieren, zum Beispiel nach start%hostname%.bat (z.b. hostname der Linux-Kiste = testsystem -> starttestsystem.bat.)

    Datei bearbeiten:

    SET REMOTE_HOST=testsystem

    Ganz unten sind die eigentlichen Startbefehle für den lokalen xserver, die erste auskommentieren (rem), und die letzte Zeile aktivieren, diese verwendet den XFS auf dem Zielserver. Die lokalen Fonts von Cygwin reichen leider nicht aus. Geschickterweise gleich so abändern, dann erscheind die X-Sitzung unter Windows in einem Fenster (Default-Einstellung ist sonst ein Vollbild):

    %RUN% XWin -query %REMOTE_HOST% -screen 0 1024x768 -fp tcp/%REMOTE_HOST%:7100

    Desktopverknüpfung der starttestsystem.bat anlegen und mit einem schicken Symbol versehen, zum Beispiel aus E:\CYGWIN\usr\X11R6\bin\XWin.exe.

    Jetzt sollte die grafische Anmeldung an der Linux-Kiste am Windows-PC gelingen.

    Alternativ zu Cygwin kann man sich nun mit dem Suse-Linux auch mit kommerziellen X-Servern wie XWinPro, WinaXe, eXceed oder beliebigen X-Terminals einloggen, sofern der (reverse)lookup zwischen beiden Systemen funktioniert bzw man mit festen IP-Adressen arbeitet :oldman .

    Viel Spaß!
     
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  3. #2 hahn0man, 07.12.2006
    hahn0man

    hahn0man Meckerpott

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    Moin,

    für 10.1. ist es /etc/opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc und das Linken der Start/Kill-Scripte ist auch sonst mit ln -s erfolgreicher.

    Gruß
    Thorsten
     
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