Debian-Fachleute....

M

miret

im Ghost-Modus
Hab da mal ´ne dumme Frage.
Wenn der Name debian auftaucht, wird oft vom Hardcore-Linux usw. gesprochen.
Kann mir (als einer, der nur SuSE 7.3 und 8.0 kennt!) mal einer erklären, welche Unterschiede da so prägnant sind oder sein sollen?
Ich meine, ich bin mit SuSE zufrieden, aber wenn man manche Leute hört, könnte man meinen, man hätte ein Micky-Maus-Linux! :-(
Würde gerne auch mal andere Distris ausprobieren, jedoch fehlt mir die Zeit!
 
Marco

Marco

Routinier
Die Benutzerfreundlichkeit ist einer der größten Unterschied. Sowas wie Yast gibts unter Debian nicht. Es gibt zwar debconf, dass ein wenig in diese Richtung geht, allerdings ist es noch weit davon entfernt wirklich benutzfreundlich zu sein. Meistens hängst du in irgendwelchen Textfiles rum und konfigurierst alles von Hand.

Wo wir gleich beim zweiten Punkt wären - du musst alles selbst einstellen und konfigurieren. Beispiel X: Unter SuSE hast du da standardmäßig schöne Schriften, die gut leserlich sind und auch optisch ansprechen. Unter Debian hast du wirklich hässliche Default-Fonts und du musst dich erst drum kümmern, selbst welche zu installieren.

Debian lässt dir alle Freiheiten die du willst. Du wirst an gar nichts gebunden, kannst wirklich immer und überall frei entscheiden.

Eins der wichtigsten Merkmale ist aber die Stabilität die im Vordergrund steht. In der gestern offizielle "veröffentlichten" Version ist KDE 2.2 und Gnome 1.4 dabei... Also beides um einige Versionen älter als die neusten Versionen. (Natürlich kannst du auch KDE 3 und Gnome 2 installieren, sonst wärs ja ned Debian ;) Aber dafür gibts halt keine offizielle Packete sondern nur selbstgemachte...)

Das Paketmanagment ist das Beste, dass ich kenne. Ein simpler Befehl reicht um von Potato (der alten stable, letzte Version 2.2r7) auf SID, also unstable upzudaten...
 
A

Andre

Foren Gott
ich bin mit SuSE zufrieden,

wenn das so ist, ist doch alles in Butter :))

aber wenn man manche Leute hört, könnte man meinen, man hätte ein Micky-Maus-Linux! :-(

ist doch meist so...jeder denkt er selbst hat das beste *g*
und so kommts eben auch oft vor, das leute die debian oder slackware benutzen,
so tun, als ob alle anderen Distributionen kein Linux sondern Spielzeug sind :(
ich würde auf solche Aussagen nix geben!!

falls du nen alten Rechner hasst installier doch mal aus spass verschiedene Distributionen :]
das dauert in der Regel nicht sonderlich lange und du kannst dir selber nen Bild machen..

greetz Andre ;)
 
devilz

devilz

Pro*phet
tja .. oft besprochen ... viel gestritten ....

für jeden das was er sich wünscht ... :)
 
M

miret

im Ghost-Modus
Ich wollte natürlich keine Distri-Diskussion anfachen. Das war hier schon und hat eh keinen Sinn.
Mich interessiert nur das Thema der verschiedenen Distris an sich und eben die Punkte, die ich oben nachgefragt hatte. Da waren die Antworten schon sehr aussagekräftig.
Falls ich mal was anderes ausprobieren kann, werde ich das tun. Ansonsten werde ich wohl zunächst bei SiuSE bleiben. Ist für meinen Geschmack recht gut und recht einfach in der Konfiguration(zumindest im Allgemeinen!) und das ist für jemanden wie mich unverzichtbar! ;-)
 
S

stefan3x

Gast
"Benutzerfreundlichkeit"

<i>Die Benutzerfreundlichkeit ist einer der größten Unterschied. Sowas wie Yast gibts unter Debian nicht. Es gibt zwar debconf, dass ein wenig in diese Richtung geht, allerdings ist es noch weit davon entfernt wirklich benutzfreundlich zu sein. Meistens hängst du in irgendwelchen Textfiles rum und konfigurierst alles von Hand.</i>

Ist aber benutzerfreundlicher als ein lahmes, schwerfälliges Tools wie das proprietäre YaST.
Manche meinen, klickibund=benutzerfreundlich.
Welch ein fataler Irrtum.
Debconf ist imho benutzerfreundlicher als das unmotivierte Geklicke in unintuitiven Tools wie YaST2 oder der MS-Systemsteuerung!

<i>Unter SuSE hast du da standardmäßig schöne Schriften, die gut leserlich sind und auch optisch ansprechen. Unter Debian hast du wirklich hässliche Default-Fonts und du musst dich erst drum kümmern, selbst welche zu installieren.</i>

Abermals Nonsense. Unter Debian Woody hat man durchaus brauchbare Unix-Schriften.
MS-TTFs lassen sich sehr einfach nachinstallieren, und in den Debian-FAQs ist das auch gut beschrieben.

<i>Das Paketmanagment ist das Beste, dass ich kenne. Ein simpler Befehl reicht um von Potato (der alten stable) upzudaten</i>.

Und genau hier fängt nämlich die überlegene Benutzerfreundlichkeit von Debian an. Updates bei SuSe sind wesentlich schwieriger, erfordern mehr Zeit und viel mehr Nacharbeiten.
Ebenfalls wenig benutzerfreundlich bei SuSe ist es, daß ich mir keine ISOs downloaden kann, um mal zu testen.
Die teilweise mangelhafte Stabilität und Performance von SuSe ist ebenfalls nicht sehr benutzerfreundlich.
Besonders benutzerunfreundlich bei SuSe8 ist, daß ohne YaST2 fast gar nix mehr geht.
Wer Yast2 bei SuXe8 deinstalliert, wird sein blaues Wunder erleben. Und verliert jegliche Supportansprüche.
Danke, aber nein danke. Ich bin nicht von Windows zu Linux gewechselt, um mir dann Müll wie SuSe und YaST2 anzutun.
 
D

Dr_Ompaa

Hobbyphilosoph
Also meine Meinung:

DEBIAN : Sauberes Packagesystem -Du kannst dir immer die neuesten Packages ausm Netz ziehn -> Musst nicht ständig das ganze System updaten, hält sich stark an Standarts, ABER Installation ohne GUI (Textmode also), Konfiguration hauptsächlich durch Files, Konsolenprogs -> doch dadurch lernt man Linux besser kennen als bei Suse oder so

Es gibt viele Howtos Anleitungen, etc um Debian

Von Windows direkt würde ich NICHT auf debian umsteigen, wenn du früher Suse hattest würd ich eine Debian Partition (ca so 2GB) machen und dann testen, wenn du mit Debian fit bist Suse kicken oder auf ne kleinere Partition verschieben und Debian benützen (es loht sich)
 
rup

rup

Haudegen
> ABER Installation ohne GUI (Textmode also)

Eine Installation ohne GUI finde ich besser, aber es kommt natuerlich auf die Benutzerfreundlichkeit an. Mir hat bei SuSE auch Yast1 besser gefallen als Yast2 und am schlimmsten ist Yast2 im Textmode.

Die Grundinstallatoin (Module, Netz, Dateisysteme ...) finde ich von Debian recht gelungen, als Nachteil sehe ich das anschliessend beim Einspielen die meisten Pakete waehrend der Installation nachfragen. was einen natuerlich an den Rechner fesselt, bis die Installation durch ist.
Schoen bei debian finde ich z.B. modconf zum laden der Kernel-Module.
 
D

Dr_Ompaa

Hobbyphilosoph
Das dumme an Debian is halt, das du kein zentrales Konfigurationstool hast, dafür aber viele kleine, viele Files und viele Howtos ;)

Doch ich finde die Performance einfach besser, da du nur das installierst was du echt brauchst, man merkts schon beim Bootvorgang.

Ich finde bei Gentoo Linux ist das noch besser gelöst (ist aber noch "schwerer" als Debian)

Viel Glück dann, es lohnt sich :))
 
rup

rup

Haudegen
> Das dumme an Debian is halt, das du kein zentrales Konfigurationstool

Das hat Linux so an sich :( wobei man mit webmin schon sehr weit kommt. Die Tools der komerziellen Anbieter sind auch nicht der Hit (Yast kann auch nicht alles). Das einzige wirklich gute Konfigurations und Installationstool das ich bisher kennengelernt habe war smit und smitty von AIX (IBM RS6000). Ich hoffe die portieren das alles mal fuer Linux, das waehre genial.
 
Marco

Marco

Routinier
Re: "Benutzerfreundlichkeit"

Originally posted by stefan3x
[...]
Ist aber benutzerfreundlicher als ein lahmes, schwerfälliges Tools wie das proprietäre YaST.
Manche meinen, klickibund=benutzerfreundlich.
Welch ein fataler Irrtum.
Debconf ist imho benutzerfreundlicher als das unmotivierte Geklicke in unintuitiven Tools wie YaST2 oder der MS-Systemsteuerung!
[...]
Da stimm ich dir vollkommen zu!! Allerdings ist das eine Geschmachkssache und vor allem isses für Einsteiger ned das wahre denk ich... :)
 
A

Andre

Foren Gott
Originally posted by rup
> Das dumme an Debian is halt, das du kein zentrales Konfigurationstool


irgendwo hab ich mal nen Projekt zu so einer config gui gesehen...
glaube bei sourceforge...
aber ich such mal bei gelegenheit nochmal nach dem Teil ;)
 
D

demarque

Gast
Hi,

@rup: Ja, der smit von IBM ist ein wirklich gutes tool | in Kombination mit dem LVM sozusagen genial. Aber der ist nicht nur auf einer RS6000 'benutzbar' sonder auf allen Systemen [ ..~> PowerPC] die mit AIX x.x.x [ k.A.] -> AIX 5L laufen ...

Ich habe damal ne Seite in der Hinterhande gehalten, wo jmd versucht dieses t00l nach linux zu migrieren ...

http://www.h07.org/projects.php

... ist im development state.

@Dr_Ompaa: Naja, wieso findest du gentoo schwer[er]. OK. Die Installation ist ein bißchen zeitaufwendiger wwenn man von ganz unten anfängt aber sonst ...
 

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