/ beim booten nur ro gemountet - warum?

Dieses Thema im Forum "Debian/Ubuntu/Knoppix" wurde erstellt von Cdh, 30.06.2008.

  1. Cdh

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    Hallo,

    Ich benutze Debian Lenny 2.6.24-1-686 und habe auf /dev/sda mehrere Partitionen, sda3 ist meine debianpartition, da ist alles drauf (bis auf swap).

    Zu meinem Problem:
    Beim booten wird /dev/sda3 zwar als / gemountet, aber leider nur als read-only Dateisystem.

    An der fstab kann es eigentlich nicht liegen (nicht lachen, das habe ich mal so geschrieben, dass ich da wirklich jeden Fehler ausschließen kann)
    Code:
    /dev/sda3       /               ext3    defaults,rw,errors=remount-rw 0       0
    Das kuriose ist jetzt: Wenn ich nach dem booten mount eingebe, sagt mount:
    /dev/sda3 ist auf / gemountet, und zwar (rw).

    In /proc/mounts steht aber eindeutig, sda3 sei read-only.

    Noch kurioser: Wenn ich dann als root
    Code:
    mount -o remount,rw /dev/sda3 /
    mache gibt es keine errors und danach ist / auch tatsächlich ganz normal beschreibbar.

    Leider passiert dieser Fehler schon lange, bevor irgendein logdaemon gestartet wird, syslogd und co hängen sich jedenfalls beim starten auf, wenn sie auf ein ro Dateisystem loggen sollen.

    Beim booten direkt werden auch keine Fehler ausgegeben, es beschweren sich nur die ganzen Programme, die auf die Festplatte schreiben wollen.


    Was wahrscheinlich mit dem Problem zu tun hat:
    Seitdem das Problem aufgetreten ist, hing bei einem reboot der PC immer bei "stopping portmap daemon". Also habe ich versucht, das Ding zu entfernen und neu zu installieren. dpkg hing dabei aber auch immer. Einzige Lösung war, das startscript in /etc/init.d zu entfernen. Danach konnte ich es ohne Probleme neu installieren und er portmap läuft jetzt auch ohne Probleme.
    Also ist das Problem vermutlich nicht das Paket selbst, sondern irgendein anderes Problem mit solchen seltsamen Auswirkungen.

    Wenn ich per apt-get etwas auf die rw-geremountete Partition installiere, kommt hin und wieder die Meldung
    Code:
    invoke-rc.d: ----------------------------------------------------
    invoke-rc.d: WARNING: invoke-rc.d called during shutdown sequence
    invoke-rc.d: enabling safe mode: initscript policy layer disabled
    invoke-rc.d: ----------------------------------------------------
    zwischendurch. Google sagt mir dazu aber leider ziemlich wenig.


    Was ich kürzlich gemacht habe: Nichts, von dem ich glaube, dass es damit in Zusammenhang steht.
    -Ein paar unnötige Pakete per apt deinstalliert...
    -Das wine 0.9.45 .deb vom winehq installiert. wine 0.9.45 hat libldap2 als Abhängigkeit und das gibt's bei Lenny nicht. Wine läuft aber trotzdem gut, auch ohne. Also hab ich die Abhängigkeit von libldap2 aus /var/lib/dpkg/status gelöscht und wine 0.9.45 gepinnt.
    -Vermutlich ist dem PC vorher einfach der Strom ausgeschaltet worden (also nicht richtig beendet).
    fsck.ext3 -pf gibt keine Fehler aus.


    Bei dem Problem komme ich selbst jetzt nicht weiter - wo könnte ich nachgucken, woran das liegt?
    Logdateien, die den Bootvorgang mitloggen gibt es logischerweise keine, weil die kann ja nicht auf eine ro Partition geschrieben werden. dmesg gibt auch keine Fehler aus.
     
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  3. #2 Goodspeed, 30.06.2008
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    Haste das FS mal von einer LiveCD aus geprüft?
    Wie sieht der entsprechende Boot-Eintrag in der menu.lst aus (falls Du GRUB nutzt)?
    Spuckt dmesg irgendwas aus?
     
  4. #3 saeckereier, 30.06.2008
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    Was /vermutlich nicht wichtiges/ hast du denn alles gelöscht? Komplette Liste bitte!
     
  5. #4 Cdh, 30.06.2008
    Zuletzt bearbeitet: 30.06.2008
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    Von einer LiveCD testen, werde ich demnächst mal machen...

    edit://

    Auch nix ungewöhnliches:
    Code:
    ubuntu@ubuntu:~$ sudo fsck.ext3 -pfv /dev/sda3 
    
      232665 inodes used (2.48%)
        4408 non-contiguous inodes (1.9%)
             # von Inodes mit ind/dind/tind Blöcken: 15810/470/3
    15743132 blocks used (41.92%)
           0 bad blocks
           4 large files
    
      187639 regular files
       19931 directories
        1487 character device files
        4571 block device files
           6 fifos
         425 links
       19008 symbolic links (17177 fast symbolic links)
          14 sockets
    --------
      233081 files
    ubuntu@ubuntu:~$ 
    Code:
    ~$ dmesg | grep sd
    Kernel command line: root=/dev/sda3 ro quiet vga=795
    Driver 'sd' needs updating - please use bus_type methods
    sd 1:0:1:0: [sda] 390721968 512-byte hardware sectors (200050 MB)
    sd 1:0:1:0: [sda] Write Protect is off
    sd 1:0:1:0: [sda] Mode Sense: 00 3a 00 00
    sd 1:0:1:0: [sda] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA
    sd 1:0:1:0: [sda] 390721968 512-byte hardware sectors (200050 MB)
    sd 1:0:1:0: [sda] Write Protect is off
    sd 1:0:1:0: [sda] Mode Sense: 00 3a 00 00
    sd 1:0:1:0: [sda] Write cache: enabled, read cache: enabled, doesn't support DPO or FUA
     sda: sda1 sda2 < sda5 sda6 > sda3 sda4
    sd 1:0:1:0: [sda] Attached SCSI disk
    sd 2:0:0:0: [sdb] Attached SCSI removable disk      //<-- Kartenleser
    Adding 3036244k swap on /dev/sda6.  Priority:-1 extents:1 across:3036244k
    EXT3 FS on sda3, internal journal
    Keine wirklichen Fehlermeldungen. Oder ist kein DPO oder FUA was schlimmes?


    Grub Eintrag:
    Code:
    title           Debian GNU/Linux, kernel 2.6.24-1-686
    root            (hd0,2)
    kernel          /boot/vmlinuz-2.6.24-1-686 root=/dev/sda3 ro quiet vga=795
    initrd          /boot/initrd.img-2.6.24-1-686
    Daran sollte es jedenfalls nicht liegen...


    Was ich alles runtergeworfen habe, weiß ich jetzt nicht mehr auswendig.
    Ich wüsste aber auch nicht, ohne welches Paket so ein Verhalten auftreten sollte...?
    Die Treiber für die Festplatte und ext3 funktionieren ja alle, seit 11 Stunden ist Debian jetzt ohne Probleme gelaufen.
    Mit einem dpkg -l kann ich aber dienen. Auch wenn ich nicht glaube, dass das so viel weiterhilft...
    http://pastebin.com/m7df7495d
     
  6. #5 saeckereier, 30.06.2008
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    Gibt's bei Debian nicht ne Logdatei wo drinsteht welche Pakete gelöscht wurden?
     
  7. Cdh

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    Ah, gibt tatsächlich eine /var/log/dpkg.log
    Hab mal die remove Zeilen rausgegrept und als dpkg2.log.txt angehangen...



    Mir ist noch aufgefallen, dass die Uhr nach jedem booten 2 bis 4 Stunden vorgeht. Ob das auch was damit zu tun hat?

    Jetzt habe ich die Bootmeldungen mal im Blick.
    Code:
    Setting parameters of disc: (none)
    Cleaning up ifupdown....
    Loading kernel modules... done
    Setting Kernel variables (/etc/sysctl.conf)... done
    Mounting local filesystems ... done
    Activating swap... done
    Danach kommen schon die ganzen Programme, die sich über das read-only System beschweren...
     

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  9. #7 saeckereier, 30.06.2008
    saeckereier

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    Sorry, kenne mich nicht so mit Debian aus, aber du hast ja sogar Pakete wie syslog entfernt und da sind ne Menge anderer dabei die recht systemnah klingen, wie hast du denn diese "unwichtigen" Pakaete ausgewählt? Ich würde tippen, dass es daran liegt, kann aber wie gesagt mangels Debian Kenntnis nicht sicher sagen, ob dem so ist und wie man es beheben könnte..
     
  10. Cdh

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    Ich wüsste aber trotzdem nicht, welches Paket man brauchen könnte, um / rw zu mounten...
    Ich habe das Problem jetzt vorerst mal umgangen, indem ich in /etc/init.d/mountall.sh jetzt "mount -o remount,rw /dev/sda3 /" eingefügt habe.
    ...
     
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