Programmierung unter Linux

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wodim

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Hallo,

Meine "Baustelle": Meine Homepage

Mein Ziel: Eine Webseite mit interaktiven Kontaktmöglichkeiten (letztlich "nur" als Mittel zum Zweck für mein Projekt), wie immer die das zu organisieren ist. Etwa in dem "Stil" wie die Startseite, mit folgenden Funktionalitäten:

Jeder (incl. Gäste) soll alles lesen können. Jeder registrierte und freigeschaltete User schreiben, wo es hinpasst (vorausgesetzt, er ist angemeldet), Themen erstellen können und seine eigenen Dinger ändern und löschen können. Ich als Admin will Lese- und Schreibzugriff auf alles. Und wenn sich meinetwegen wieder mal so'n "flodim" ...zigmal mit "Wegwerf" - Mailadressen unter wasweißichwievielen "Künstlernamen" wie "der_wahre_wodim" registriert, will ich ihn mit einem SQL - Statement 'rauskacheln können, aber ohne dass ich dazu phpMyAdmin brauche. Mailbenachrichtigung nicht zu vergessen. Also wenn's hoch kommt, schätzungsweise 10% von dem, was da jetzt in 80 MB Dateien und 69 Datenbanktabellen "organisiert" ist.

Mein ursprünglich angedachter Weg ("Verschmelzung" der Homepage mit dem phpBB - Forum) hat sich also sehr schnell als Sackgasse herausgestellt. Der Weg "ASP mit VB.NET" unter Windows auch, zumindest als Engstelle (Ressourcenfresser auf dem Windows - Server).

Das Ganze soll auf einem Linux - Server laufen. Aber als ein objektorientiertes Programm, nicht als plattformunabhängige Scripte, wie's üblicherweise gehandhabt wird (also bei meinem Hoster auch). Dass der Datenbankserver bei denen laufend überlastet war / abgeschmiert ist, lag z.B. an "schlampigen " Scripten bestimmter Kunden. Und wenn man wie ich als durch VB - und sonstige Programmierung "Verwöhnter" in PHP erst mal 'reinguckt wie das berühmte Schwein in's Uhrwerk, keimt sogar ein gewisses Verständnis für solche Nachlässigkeiten auf. Wenn einem dann allerdings ein "PC-Kiddie" vorexerziert, wie schön man mit so einem HTML / PHP - Mischmasch "Hackern" Tür und Tor öffnen kann, wenn man nicht aufpasst wie ein Heftelmacher (Stichwort: "SQL - Injections") - und um das wiederum abzufangen, noch mehrere "Schichten" angebracht wären... da hört der Spaß langsam auf. Geht mir weg mit Scripten!

Das Programm muss die User und Sessions verwalten, HTML Vorlagen (mit CSS - Stylesheets drunter) mit Werten aus der Datenbank "füllen" und den Usern übers Netz schieben. Und deren Eingaben verarbeiten. Für die Umgebung auf dem Server bin ich mit meinem Programm dann der einzige User.

Das Prinzip ist in allen objektorientierten Sprachen dasselbe. So wird's wohl üblicherweise praktiziert, wo User einer relationalen Datenbank vor ihrer grafischen Oberfläche (GUI) sitzen. Z.B. in meiner letzten Firma, wo ich für die an sowas mitprogrammiert habe. Die sog. "Three-Tier"- Architektur - drei Schichten:

(1.) "Ganz oben" das GUI, (3.) "ganz unten" die Datenbank. Dazwischen (2.) die "Objektschicht".

Beispiel: User Anton will die Daten von Kundin Berta sehen. Dazu tippt er Bertas Kundennummer ein. Das Programm guckt nun: Gibt's schon eine Instanz der Klasse "Kunde", bei der die Eigenschaft "Kundennummer" den Wert "Bertas Nummer" hat?

Ja? Dann nix wie her mit den Werten für die anderen Eigenschaften - und die gehen an das GUI von User Anton. Fertig. Da brauchen wir die Datenbank gar nicht.

Nein? Dann müssen wir ein Objekt der Klasse "Kunde" instanziieren und doch die Datenbank bemühen. Dafür basteln wir uns den SQL-String zusammen - und ab damit an die Datenbank. Die Daten kommen postwendend - rüber damit zum GUI von User Anton!

Fertig. Der einzige Unterschied: Hier ist das "Übertragungsmedium" zwischen den Schichten (1.) und (2.) halt nicht ein lokales Netz, sondern der Webserver und das Internet.

Ich brauche da also drei Datenbanktabellen: "User", "Posts", "Themen". Die treffendste Bezeichnung für mein Programm wäre also wohl: "Applikationsserver". Und am besten hat sich sowas für mich in VB gecodet. Ich hatte aber auch keine Probleme bei der Umstellung von Access Basic -> Visual Basic -> Centura -> Smalltalk. Nur meinetwegen jede Form von C (C++ / Visual C++ / C# /...) erscheint mir dagegen kryptisch:

C ist ein offener Geländewagen. Du kommst durch jeden Dreck, siehst aber hinterher entsprechend aus.

Einem C - Compiler kannst du Goethes "Faust" vorsetzen, und er wird nichts weiter ausgeben als ein paar Warnungen.

Na, und so weiter - anderen geht's nun wieder genau umgekehrt, die können VB "nicht lesen"...

Also: Welche Sprache / Entwicklungs- und Testumgebung wäre für mich unter Linux etwa vergleichbar anzuwenden? (Unter Windows habe ich z.B. zum Testen XAMPP als Datenbank- und Webserver).
 

supersucker

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Also: Welche Sprache / Entwicklungs- und Testumgebung wäre für mich unter Linux etwa vergleichbar anzuwenden?

Ruby on Rails.

Oder PHP mit Symfony.

Oder python mit Django.

Oder noch zig andere Kombinationen.

Ich persönlich würde dir aber Ruby on Rails empfehlen, aber das ist Geschmackssache.

Edit:

Das Prinzip ist in allen objektorientierten Sprachen dasselbe. So wird's wohl üblicherweise praktiziert, wo User einer relationalen Datenbank vor ihrer grafischen Oberfläche (GUI) sitzen. Z.B. in meiner letzten Firma, wo ich für die an sowas mitprogrammiert habe. Die sog. "Three-Tier"- Architektur - drei Schichten:

(1.) "Ganz oben" das GUI, (3.) "ganz unten" die Datenbank. Dazwischen (2.) die "Objektschicht".

Beispiel: User Anton will die Daten von Kundin Berta sehen. Dazu tippt er Bertas Kundennummer ein. Das Programm guckt nun: Gibt's schon eine Instanz der Klasse "Kunde", bei der die Eigenschaft "Kundennummer" den Wert "Bertas Nummer" hat?

Ja? Dann nix wie her mit den Werten für die anderen Eigenschaften - und die gehen an das GUI von User Anton. Fertig. Da brauchen wir die Datenbank gar nicht.

Nein? Dann müssen wir ein Objekt der Klasse "Kunde" instanziieren und doch die Datenbank bemühen. Dafür basteln wir uns den SQL-String zusammen - und ab damit an die Datenbank. Die Daten kommen postwendend - rüber damit zum GUI von User Anton!

Fertig. Der einzige Unterschied: Hier ist das "Übertragungsmedium" zwischen den Schichten (1.) und (2.) halt nicht ein lokales Netz, sondern der Webserver und das Internet.

Du Spaßvogel, es hätte auch gereicht zu schreiben "ich will ein Framework, welches das MVC-Pattern implementiert".........:D (Das tun übrigens alle 3 Vorschläge von mir)
 
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wodim

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Ruby on Rails.

Oder PHP mit Symfony.

Oder python mit Django.

Oder noch zig andere Kombinationen.

Ich persönlich würde dir aber Ruby on Rails empfehlen, aber das ist Geschmackssache.
Moment - kann man damit lauffähige Programme erstellen, nicht nur Scripte?

Du Spaßvogel, es hätte auch gereicht zu schreiben "ich will ein Framework, welches das MVC-Pattern implementiert".........:D (Das tun übrigens alle 3 Vorschläge von mir)
Da hätte ich ja erst mal wissen müssen, dass ich dazu das MVC-Pattern brauche. :) Was ist das?
 

supersucker

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Ruby on Rails.

Oder PHP mit Symfony.

Oder python mit Django.

Oder noch zig andere Kombinationen.

Ich persönlich würde dir aber Ruby on Rails empfehlen, aber das ist Geschmackssache.
Moment - kann man damit lauffähige Programme erstellen, nicht nur Scripte?

Ja.

Du Spaßvogel, es hätte auch gereicht zu schreiben "ich will ein Framework, welches das MVC-Pattern implementiert"......... (Das tun übrigens alle 3 Vorschläge von mir)
Da hätte ich ja erst mal wissen müssen, dass ich dazu das MVC-Pattern brauche. Was ist das?

MVC = Model (Datenbank) - View (User Interface) - Controller (Logik)

Siehe auch:

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Model_View_Controller

Im Prinzip genau das, was du sehr langatmig beschrieben hast:

Das Prinzip ist in allen objektorientierten Sprachen dasselbe. So wird's wohl üblicherweise praktiziert, wo User einer relationalen Datenbank vor ihrer grafischen Oberfläche (GUI) sitzen. Z.B. in meiner letzten Firma, wo ich für die an sowas mitprogrammiert habe. Die sog. "Three-Tier"- Architektur - drei Schichten:

(1.) "Ganz oben" das GUI, (3.) "ganz unten" die Datenbank. Dazwischen (2.) die "Objektschicht".

Beispiel: User Anton will die Daten von Kundin Berta sehen. Dazu tippt er Bertas Kundennummer ein. Das Programm guckt nun: Gibt's schon eine Instanz der Klasse "Kunde", bei der die Eigenschaft "Kundennummer" den Wert "Bertas Nummer" hat?

Ja? Dann nix wie her mit den Werten für die anderen Eigenschaften - und die gehen an das GUI von User Anton. Fertig. Da brauchen wir die Datenbank gar nicht.

Nein? Dann müssen wir ein Objekt der Klasse "Kunde" instanziieren und doch die Datenbank bemühen. Dafür basteln wir uns den SQL-String zusammen - und ab damit an die Datenbank. Die Daten kommen postwendend - rüber damit zum GUI von User Anton!

Fertig. Der einzige Unterschied: Hier ist das "Übertragungsmedium" zwischen den Schichten (1.) und (2.) halt nicht ein lokales Netz, sondern der Webserver und das Internet.

Behalte Folgendes einfach im Hinterkopf:

Es gibt viele Wege, das was du willst zu erreichen.

Vieles ist Geschmackssache.

Ich würde dir empfehlen mit ruby on rails anzufangen (für das "warum" müsste ich jetzt einen Aufsatz schreiben, recherchier einfach mal im Netz), dafür gibt es auch ein hervorragendes openBook (== kostet nix zu lesen):

-> http://openbook.galileocomputing.de/ruby_on_rails/

Auf lange Sicht wirst du dir natürlich noch eigene Bücher kaufen.

Aber natürlich sind auch die anderen Alternativen einen Blick wert, sprich PHP / Symphony und Python / Django.

Ich empfehle deshalb ruby on rails, weil ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen kann: Es macht Spaß.
 
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wodim

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Ich würde dir empfehlen mit ruby on rails anzufangen (für das "warum" müsste ich jetzt einen Aufsatz schreiben, recherchier einfach mal im Netz),
Nö - ist mir schonmal deshalb sympathisch, weil Smalltalk da Pate gestanden hat. :)

Auf lange Sicht wirst du dir natürlich noch eigene Bücher kaufen.
Da bin ich mir noch nicht so sicher. Ich entwickle ja was ganz anderes, die Webseite ist ja nur Mittel zum Zweck, wie gesagt. Aber schaunmerdochmal...

Ich empfehle deshalb ruby on rails, weil ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen kann: Es macht Spaß.
Könnte sogar mir passieren, aber vom Spaß alleine kann man nun mal nicht leben:

Zur Finanzierung (Das ist der erste und letzte "Werbungs" - Link auf mein Forum hier. :) )

Also erst mal danke für die echt guten Tipps - darf ich auf meiner Startseite einen Link hierher einbauen? :)

Melina - Das Projekt
 

wodim

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Ich empfehle deshalb ruby on rails, weil ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen kann: Es macht Spaß.
Hm, welchen Download kannst du mir empfehlen?
.
.
.
EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :
.

Hey, da schrieb mir doch einer, es sollte auch kein Problem sein, die Anwendung mit Ruby unter Windows zu schreiben und zu testen und dann auf einem Linux - Server online zu stellen?
 
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./pat

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Ja.
Ruby wird nicht compiliert, insofern sollte es problemlos auf $ANY_OS auf dem Ruby rennt laufen.
 

der_Kay

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@wodim: Ohne Deinen Post vollständig gelesen zu haben... Willst Du das unbedingt selber machen? Tut es da nicht eine normale Blog-/Forensoftware a la Wordpress? Oder ein CMS wie Joomla?
 

sinn3r

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