Datenträgerfrage: Automatische Datensicherung beim Laptop

Programmer78

Doppel-As
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Hallo zusammen,

früher genügte es, dass man auf einer HDD zwei unterschiedliche Partitionen einrichtet und so auf einer separaten Partition die Datensicherung schreibt, da die zweite Partition sozusagen unangetastet und unbeschädigt bleibt (theoretisch).

Das dürfte doch bei der SSD bereits anders sein. Wie könnte man eine automatische Datensicherung per rsync auf einem sicheren Datenträger durchführen, wenn der Laptop nur einen Anschluss für eine einzige Festplatte hat?

Meine Idee wäre die Datensicherung auf einen dauerhaft eingesteckten Mini-USB-Stick zu schreiben, dazu müsste aber im Bios dann USB-boot ausgeschaltet werden.

Bin auf eure Ideen gespannt.

Gruß

P.
 

marce

Kaiser
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Eine Datensicherung auf eine 2. Partition der gleichen Festplatte war noch nie eine Datensicherung.

Sicherung auf USB-Platte fände ich ok, idealerweise sollte diese aber nach Abschluss der Sicherung abgesteckt werden.
Solange auf der USB-Disk kein bootfähiges System drauf ist muss man meist bei BIOS nichts ändern.

Gerne genommen ist heute auch einfach ein NAS als Sicherungsziel.
 

Programmer78

Doppel-As
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Danke für Rückmeldung. Da eine Datensicherung viel zu oft vernachlässigt wird, wollte ich sie automatisieren. Ständig eine USB-Festplatte am Laptop angeklemmt zu haben, ist eine schlechte Lösung, eher NAS, aber wollte es so einfach wie möglich haben.

Wenn ich meinen USB-Stick mit der Funktion "Auswerfen" unmounte, hört dieser (angenommen er hat eine LED) ja auch auf zu leuchten. Wäre das nicht halbwegs sicher oder ist nur eine vollständige Trennung von der Hardware sicher? Das gleiche könnte man vielleicht auch mit einer SD-Karte machen, die dauerhaft im Laptop steckt.

Ja leider sind die Schreib-Lesezugriffe auf solch Medien ja begrenzt, aber wenn nur wöchentlich gemountet und geschrieben wird, ginge es vielleicht.
 

Programmer78

Doppel-As
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Weil eine dauerhafte Verbindung zum zu sichernden Gerät wohl keine Lösung ist, löse ich das jetzt per Script wie folgt:

Zuerst kommt der Gedanke "mhh, lange keine Datensicherung mehr gemacht.... " auf. Danach steckt man einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte an einen USB-Port des Rechners. Auf dem Desktop befindet sich ein Desktop-Icon, hinter welchem ein Script hinterlegt ist, der die vorher in fstab eingetragene Festplatte, die nach einstecken gemountet wurde, als Datensicherungsziel erkennt.

Per rsyncrypto werden dann wichtige Daten des /home (evtl auch /usr /etc) Verzeichnisses unter einem Zeitstempel gesichert, wobei es dort auch eine Ausschlussliste gibt, die man selbst definieren muss (*.mp4 mpeg iso etc). Nach der Datensicherung und unmount erscheint ein x11 Fenster, dass der Datenträger wieder herausgezogen werden kann. Ist zwar nur halbautomatisch aber dafür braucht man nicht 365 Tage einen NAS an der Steckdose.

Für mich erstmal die einfachste Lösung.

Danke für die kritischen Hinweise.
 

Programmer78

Doppel-As
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Das Problem mit dem Script hat sich auch schon anderweitig gelöst. Gerade teste ich Linux-Mint 20 live. Diese Destribution hat jetzt ein Backup-Werkzeug für diese Aufgabe.

Es nennt sich mintbackup und ist ein Python-Script in /usr/bin/mintbackup. Einstellungen kann man per gtkGUI vornehmen. Das ist gut genug. Jetzt bin ich noch auf Debian 10 gespannt, ob sie dort auch ein Backuptool eingepflegt haben.
 
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