Was ist XFree?

Dieses Thema: "Was ist XFree?" im Forum "Linux OS" wurde erstellt von Zee, 25.01.2003.

  1. Zee

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    Was ist XFree?
    Woher erkenne ich das ich XFree Installiert habe?
    Gibt es im Internet eine Erklärung was das ist?
     
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  3. #2 stargate, 25.01.2003
    stargate

    stargate systemengineer[MOD]

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    Waere nett wenn Du beschreiben wuerdest,
    welches System Du installiert hast.
    Fast jede Distri weisst andere Packetnamen
    auf.
    Gruß
    stargate
     
  4. Maerel

    Maerel Zensiert

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    http://www.xfree.org/

    dort ist auch ein link zur Beschreibung
    "What is XFree86"

    lies dir das durch,
    die Seite an sich ist auch ganz interessant.
     
  5. #4 stargate, 25.01.2003
    stargate

    stargate systemengineer[MOD]

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    XFree86

    Das X-Window-System wurde 1984 von Jim Gettys und anderen am MIT entwickelt und ist heute in der Linux- und Unix-Welt der Standard für die Basis von graphischen Benutzeroberflächen. Noch am MIT entstand unter Industriebeteiligung zu seiner Implementierung und Weiterentwicklung das X-Consortium, das 1986 die erste kommerzielle Version vorlegte. 1993 endete das universitäre Engagement, und die Technologie ging an das neugegründete X Consortium, Inc. mit weltweit über 60 Mitgliedsunternehmen über. Vier Jahre später übertrug dieses Gremium die Verantwortung für X-Window an das Open Group-Konsortium, das ein breiteres Spektrum von Technologien standardisiert, testet und zertifiziert.

    Als 1992 das MIT-X-Consortium die Version X11R5 veröffentlichte, war zum ersten Mal auch ein X-Server für PCs dabei: X386. Da er nicht sehr schnell und stabil war, begann eine kleine Gruppe sogleich, ihn weiterzuentwickeln. Am Anfang waren es vier Entwickler, die einige kleine Patches austauschten, und ein paar Tester. Die erste Release, die daraus folgte, hieß X386 1.2.E (E, wie erweitert). Da Linux einen wachsenden Bedarf nach einer Implementation des X-Windows-Systems für PC-basierte Unix-artige Systeme schuf, entstand daraus ein eigenständiges Projekt, das sich mit einem Wortspiel auf XThree86 "XFree86" nannte. Linux und XFree86 haben sich gegenseitig vorangetrieben. Linux ist weitergekommen, weil es eine graphische Oberfläche gab, und XFree86 ist weitergekommen, weil es mit Linux eine frei verfügbare Plattform dafür gab.

    Die XFree86-Gruppe hat seither etwa zwei bis vier Releases im Jahr herausgebracht. Im Juli 1999 erschienen zwei neue Versionen, die praktisch einsetzbare 3.3.4., die die 3.3.3.1 ersetzt, sowie die experimentelle 3.9.15, die auf ein fundamental neues Design zielt, das in XFree86 4.0 münden wird. Letztere ist noch nicht für den praktischen Einsatz geeignet, bietet aber einen Einblick in die laufenden Entwicklungspläne.

    XFree86, das heute etwa zweieinhalb Millionen Code-Zeilen umfaßt, läuft auf einer breiten Palette von Prozessoren (Intel, Alpha, Sparc, Power-PC, dem Itzy, einem Handheld von Compaq, usw.) und Betriebssystemen (Linux, Realtime-Betriebssysteme wie QNX, OS/2, Minix usw.). Die Zahl der XFree86-Nutzer wird konservativ auf 12 bis 14 Millionen geschätzt.

    Das Core-Team des Projekts besteht aus elf Personen, die die Entwicklung steuern und zu einem großen Teil selbst vornehmen, die Source-Verwaltung mit Hilfe von CVS machen und sich darum kümmern, was an neuen Funktionen aufgenommen wird. Mit etwa 600 Entwicklern weltweit ist XFree eines der größten freien Projekte.

    XFree86 verwendet eine Lizenz, die auf die ursprüngliche MIT-X-Window-Lizenz zurückgeht, die wiederum von der BSD-Lizenz abgeleitet, aber noch schwächer als diese ist. Sie erlaubt Verwendung, Verbreitung, Modifikation und Verkauf unter der einzigen Bedingung, daß der Copyright-Vermerk erhalten bleibt. Sie verzichtet insbesondere auf die Auflage (z.B. in der BSD-Lizenz), dieselben Freiheiten auch für abgeleitete Software zu gewährleisten und (z.B. in der GNU-GPL) den freien Code nicht in proprietären zu integrieren. Diese Lizenz ermöglichte einerseits, daß viele kommerzielle Unix-Systeme heute X-Server enthalten, die auf XFree86 basieren. Andererseits führte sie zu einer der traurigsten Episoden in der Geschichte der freien Software. Im April 1998 kündigte die Open Group eine geänderte Lizenzpolitik für X Window an. Die neue Version X11R6.4 wurde proprietär und nur für zahlende Kunden verfügbar.(252) Sogleich hielt die Open Group ausgerechnet einige Sicherheits-Bugfixes zurück. Für XFree86 wird damit eine Zusammenarbeit unmöglich. Es geht seinen eigenen Weg. Im September 1998 sieht sich die Open Group gezwungen, die Entscheidung zurückzunehmen und X11R6.4 wieder unter einer quelloffenen Lizenz freizugeben. Hintergrund war neben dem Protest vor allem, daß sich der Fokus der Entwicklung zu XFree86 verlagert hatte, und innerhalb des Konsortiums kaum noch jemand daran arbeitete. War das PC-X anfangs ein Anhängsel der 'großen, seriösen' Workstation-X-Entwicklung, hatte sich das Verhältnis inzwischen umgekehrt. Auch Jim Gettys, einer der Urväter von X, sieht heute XFree86 als die Gruppe, die die Entwicklung von X an sich weiter trägt.

    Nach der Verzweigung gab es zwischen dem industriegestützten X-Window und dem freien XFree86 weiterhin Zusammenarbeiten, die jedoch an der zentralen Frage des geistigen Eigentums immer wieder zu Konflikten führte. Das Konsortiums-X-Window setzt auf das proprietäre Tookit Motif auf, und auch die darüberliegende Desktop-Umgebung CDE (Common Desktop Environment) ist nicht quelloffen. Das freie XFree86 'erbte' diesen integrierten Technologie-Stack aus X, Motif und CDE, was in der offenen Weiterentwicklung immer wieder zu Schwierigkeiten führte. Daher ersetzte es Motif 1997 durch LessTif, und als quelloffene Alternative zu CDE entstand KDE (s.u.). In dem freien Projekt GIMP (s.u.) entstand als weitere Alternative zu Motif die Toolkit-Library Gtk, auf der der Desktop Gnome beruht.

    Im Mai 1999 gründete sich aus der Open Group die non-profit Organisation X.Org(253) als offizieller Verwalter der X Window System-Technologie. X.Org unterhält den technischen Standard und veröffentlicht (kostenlos) die offiziellen Beispielimplementationen. Bereits 1994 hatte die XFree-Gruppe eine Non-Profit Corporation gegründet, da nur Unternehmen Mitglied des X-Consortiums werden können. Das Konzept einer losen Gruppe von Entwicklern macht es schwierig, Kooperationen oder Verträge mit einzelnen Firmen oder Industriekonsortien abzuschließen. Non-profit bedeutet, daß sich das Untenehmen aus Spenden finanziert, die für Mitgliedschaften in Konsortien und Infrastruktur wie Hardware und Internet-Access verwendet werden. Das Unternehmen hat keine bezahlten Mitarbeiter. Im November 1999 wurde XFree86 dann zum Ehrenmitglied von X.Org

    XFree86 ist ein Open Source-Projekt. Die Releases werden zusammen mit dem Quelltext freigegeben. Es ist wiederum die Zusammenarbeit mit Firmen, besonders den Herstellern von Grafikkarten, die das Projekt zu einem teilweise geschlossenen Entwicklungsmodell zwingt. Diese Firmen hüten ihre Hardware-Dokumentationen und geben sie meist nur unter einem Non-Disclosure Agreement heraus, wonach der Source-Code veröffentlicht werden darf, aber nicht die Dokumentation. Damit das XFree-Projekt seinen Entwicklern Zugang zu diesen Dokumentationen geben kann, müssen diese förmliche Mitglieder (Non-Voting Members) werden und sich zur Nichtweitergabe verpflichten. Die Freiheit wird dadurch gewährleistet, daß jeder Mitglied werden kann. Dennoch ergeben sich daraus zwei Klassen von Source Code: der Release-Code, der für jeden frei verfügbar ist, und die Internal Development Sources, die nur den offiziellen Mitgliedern zugänglich sind.

    Core-Team-Mitglied Dirk Hohndel gesteht die Bedenken über die fehlende Absicherung der Freiheiten in der XFree86-Lizenz zu, die dazu führt, daß jemand ein kommerzielles Produkt daraus machen und die freie Software-Welt ausschließen kann. Tatsächlich sei XFree86 weiterhin der einzige X-Server für Linux. Die wenigen Anbieter proprietärer Produkte hätten im Markt nicht Fuß fassen können.


    "Das zeigt, daß man in einem Open Source-Projekt rein mit der Qualität des Produkts, das man abliefert, dafür sorgen kann, daß für jemanden, der versucht, hier Closed Source zu gehen und daraus ein proprietäres Produkt zu machen, überhaupt kein Platz ist. Denn jeder der heute hingeht und dieses Projekt zumachen und daraus seine eigene Sache machen will, muß damit rechnen, daß wir all das, was er anbietet, auch anbieten. Wir bieten es mit Sourcen an und frei verfügbar."
     
  6. Zee

    Zee Foren As

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    Woher weiß ich das ich XFree installiert habe und welche Version?
     
  7. oenone

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    rpm -q xf86
     
  8. #7 stargate, 26.01.2003
    stargate

    stargate systemengineer[MOD]

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    Was ist XFree?

    Habe der Zeit KDE als Standard-Desktop,
    um jetzt heraus zufinden wie oder was installiert ist benutze ich folgenden Weg.

    K ==> Einstellungen ==> Paketierung ==>
    Paketmanager - wenn dieser gestartet
    wird, liest er erst die RPM-DB aus zeigt Dir dann denn RPM-Baum an.
    Wähle nun unter Datei ==> Paket suchen aus,
    es öffnet sich ein Fenster, gebe hier XFREE ein dann auf SUCHEN, und Du wirst sehen was installiert ist.
    Gruß
    stargate
     
  9. sepp2k

    sepp2k FREEAAK!!

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    wenn er nicht weiß, ob er xfree überhaupt installiert hat, wird er wohl kaum KDE haben:rolleyes:
     
  10. #9 stargate, 26.01.2003
    stargate

    stargate systemengineer[MOD]

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    Was ist XFree

    sepp2k schrieb :
    wenn er nicht weiß, ob er xfree überhaupt installiert hat, wird er wohl kaum KDE haben.

    Das Setupprogramm von Mandrake fragt bei der Installation erst dann nach der XFREE86-Version nach, wenn es die Grafikkarte nicht richtig erkennt, nur dann.

    Ausserdem verstehe ich eher die Frage von Zee nach der Version.

    Gruß
    stargate
     
  11. Zee

    Zee Foren As

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    Ah.
    Hab mal danach gesucht. Und gefunden. Und die Version nummer auch. Bei mir steht unter
    Version: 4.2.1-3mdk. Cool. Danke euch. Ihr seit wirklich die besten. :respekt:
     
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