[Erfahrungsbericht] Foxconn 45CSX + Atom 330

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von @->-, 27.05.2009.

  1. @->-

    @->- Guest

    Hallo, ich habe nun mein altes System mal aufgerüstet. Da es sich um eine nicht so verbreitete Kombination handelt will ich hier mal einen kleinen Bericht schreiben. Dieser Bericht richtet sich an alle die ein altes System aufrüsten möchten, oder einen günstigen Zweitrechner benötigen. Das gesamte Bundle kostet nur 82 Euro und arbeitet problemlos mit Linux zusammen.

    Um was geht es?
    Es geht um das Foxconn 45CSX mit einem Intel Atom 330 (2x1,6 Ghz).
    Info: http://www.foxconnchannel.com/Product/Motherboards/detail_overview.aspx?ID=en-us0000425
    Bezugsquelle: http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;L...wQARsAAHmI8EE79eebe2d5c2b10ecfe87998e1ecdf4b6

    Einleitung
    Das Foxconn 45CSX bietet eine kostengünstige Möglichkeit einen älteren Rechner aufzurüsten. Das Bundle eignet sich für den normalen Desktop User. Surfen, Programmieren und Office arbeiten sind mit diesem System ohne Probleme möglich. Da der Intel Atom 330 aus dem mobilen Bereich kommt ist dieser auf hohe Energie Effizienz ausgelegt, darunter leidet aber die Leistung etwas. Das bedeutet das ein Intel Atom 330 nicht mit einem aktuellen Dual Core verglichen werden kann. Wer aber keinen Gamer-PC aufbauen möchte macht bestimmt keinen Fehler sich dieses System mal anzusehen.

    Die Ausstattung
    Die Ausstattung des Mainboards Foxconn 45CSX ist übersichtlich, aber für den Desktop absolut ausreichend, auf den ersten Blick fallen die beiden großen Kühlkörper auf. Unter dem kleineren verrichtet ein Intel Atom 330 mit 2x1,6 Ghz seinen Dienst. Unter dem größeren Kühlkörper befindet sich die Northbridge Intel 945GC. Als Grafikadapter steht der Intel® GMA 950 zur Verfügung.
    Auf der Platine finden sich auch noch einige Anschlüsse die zum guten Ton gehören:
    1 x PS/2 keyboard port
    1 x PS/2 mouse port
    1 x Serial port
    1 x Parallel port
    1 x Audio jack supports 3 jacks
    4 x USB 2.0 ports
    1 x RJ45 LAN port
    1 x VGA port
    1 x Ram-Sockel 1x DDR II 533
    1 x ATX 24-pin power connector
    1 x 4-pin System fan connector
    1 x IrDA header
    1 x TPM header
    2 x Serial ATAII connectors
    1 x Front panel connector
    1 x Front Audio header
    1 x USB 2.0

    Der Prozessor im Detail
    Der Intel Atom 330 gehört zur Familie der 64-Bit Mikroprozessoren für den mobilen und stationären Einsatz. Er besitzt 2 Kerne die beide mit 1,6 Ghz getaktet sind. Der Prozessor ist in 45 nm gefertigt und hat einen 2x512 Kib großen L2-Cache. Er unterstüzt Hyper-Treading und SSSE-Befehle bis SSSE3.

    Der Einbau
    Der Einbau des Boards sollte für Personen die schon einmal einen Computer zusammen gebaut haben kein Problem darstellen. Die mitgelieferte Anleitung ist in deutscher Sprache enthalten, aber leider etwas knapp. Ein Anfänger wird unter Umständen Probleme bekommen. Auf der Internetseite des Herstellers kann jedoch eine sehr ausführliche Anleitung in englischer Sprache heruntergeladen werden. Schade das diese dem Bundle nicht beigelegt ist. Die beiliegende Anleitung gibt an das dieses Board nur an einem ATX2.2 Netzteil mit 24-Pin Anschluss betrieben werden kann. Aus der englischen Anleitung ist jedoch zu entnehmen das dieses Mainboard auch mit einem 20-Pin Netzteil betrieben werden kann. Dabei ist jedoch auf den korrekten Anschluss zu achten! Weitere Besonderheiten gibt es nicht.

    Das Bios
    Ich möchte an dieser Stelle noch einmal kurz auf das Bios eingehen, da mich dieses angenehm überrascht hat. Das Bios bietet 4MB flash EEPROM w/ LAN boot PnP, ACPI, WfM, DMI 2.0 . Außerdem lassen sich vom Benutzer noch viele Parameter wie Speichertiming oder ähnliches einstellen. Für diejenigen die das letzte an Performance aus dem System kitzeln möchten bieten sich also viele Möglichkeiten. Auch das booten von einem USB-Stick ist problemlos möglich, leider ist dies auch heute noch nicht selbstverständlich.

    Der Systembetrieb
    Ich nutze auf meinem Rechner ein aktuelles Arch Linux in der 64-Bit Variante. 1 GB Arbeitsspeicher ist vorhanden sowie 2 Festplatten mit 500 Gb, auf ein optisches Laufwerk habe ich verzichtet. Unter Linux werden alle Komponenten ohne Probleme erkannt. Es werden 4 Prozessoren erkannt. Die Zahl kommt durch das Hyper-Treading zustande, wodurch jeder Kern aus 2 Virtuellen Kernen besteht.

    Im normalen Betrieb arbeitet das System sehr flott. Bei arbeiten mit mehreren Anwendungen kann der Intel Atom sein Fähigkeiten zeigen. Gefühlt ist das System schneller als mein altes Pentium 4 (2,66 Ghz) System. Benchmarks untermauern dieses Gefühl, ist jedoch auch abhängig von der Anwendung.

    Da das System Pasiv gekühlt wird erreicht der Prozessor eine Temperatur von etwa 40 C. Unter Vollast steigt diese auf etwa 65 C. Dies ist jedoch kein Problem, Intel Spezifiziert den Prozessor mit 85.2 C. ( http://processorfinder.intel.com/details.aspx?sSpec=SLG9Y ). Durch einen Gehäuselüfter welcher Frischluft in Richtung des Prozessors bewegt wird die Temperatur bei mir jedoch auf 30 – 40 C gehalten.

    Fazit
    Für den normalen Anwender der ein altes bestehendes System aufrüsten will, oder einen Zweitrechner benötigt trifft mit diesem System Bundle eine gute Wahl. Die Leistung des Prozessors ist für die meisten Anwendungen absolut ausreichend. Der Grafikadapter ist auch unter Linux dank der Unterstützung von Intel in der Lage Grafikbeschleunigung zu bieten. Diese Beschleunigung ist mehr als ausreichend für Desktopeffekte und mal einem einfachen 3d Spiel. Aufwändige Grafiken bereiten aber Probleme. HD Filme können teilweise wiedergegeben werden bis zu einer Auflösung von 1024p, höhere Auflösungen sind nicht mehr angenehm anzusehen. Fairerweiße muss man aber auch sagen das selbst moderne Desktop Prozessoren damit Probleme bekommen.

    Ich persönlich bin mit diesem System mehr als zufrieden. Es ist ein super Desktopsystem, für meine Ansprüche mehr als ausreichend und mit rund 82 Euro erschwinglich. Gamer und Hardwarefanatiker sollten aber einen weiten Bogen um das System machen.

    Ich hoffe euch eine kleine Entscheidungshilfe gegeben zu haben. Über Feedback freue ich mich natürlich.

    In diesem Sinne
     
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  3. #2 kenwood, 14.03.2010
    Zuletzt bearbeitet: 14.03.2010
    kenwood

    kenwood Grünschnabel

    Dabei seit:
    14.03.2010
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    0
    Foxconn 45CSX

    .

    Foxconn 45CS CSX Atom 330 + 82945

    dieses board ist für linux völlig ungeeignet, da es mit allen aktuellen major Distibutionen den bekannten
    I830WaitLpRing() Fehler verursacht, der völlig zufällige systemabstürze hervorbringt !

    Ursache dürfte ein nicht zufälliger Fehler im BIOS sein,
    es gibt Berichte, dass das BIOS gezielt so programmiert wurde, dass Linux
    auf Foxconn Mainboards instabil läuft:
    http://www.netzpolitik.org/2008/foxconn-sabotiert-linux/

    Die Support Seite von Foxconn ist im übrigen auch nicht mehr erreichbar.
    Dieses Board gehört nicht gelobt sondern auf die Linux HW-Blacklist oder den Müll !

    Aktiv gekühlt kommt das Board Idle auf 45C, unter Vollast etwa auf 60..65C
    Passiver Betrieb ist völlig ausgeschlossen. Schuld daran ist der 82945C.
     
  4. #3 @->-, 14.03.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.03.2010
    @->-

    @->- Guest

    Ich muss ganz ehrlich sagen das ist der größte Mist den ich dieses Jahr gelesen habe. Ich arbeite mit diesem Board jetzt seit vielen Monaten und habe noch keine derartigen Probleme finden können. Das ACPI unter Linux oft durch schlampige Programmierung Probleme macht ist ja nichts neues, aber das Foxconn versucht Linux Systemen falsche Werte zu übermitteln erscheint mir doch eher wie eine Geschichte die sich jemand zusammengereimt hat. Wie gesagt ACPI ist nicht gerade einfach :)

    Es gibt nur eine Sache die wirklich bei diesem Board Probleme macht und das ist ein aktuelles Ubuntu. Dort kommt es oft zu abstürzen so lange die Desktop effekte eingeschaltet sind und man OpenGL anwendungen nutzt. Das liegt aber auch nicht an einem Linux hassenden Board sondern vielmehr an dem "Ubuntu Treiber mist". Das aktuelle Ubuntu ist erschienen in einer Zeit wo die Intel Treiber komplett umgebaut wurden. Aus diesem Grund sind bei Ubuntu Treiber für Xorg enthalten die eine Mischung aus alten Treiber und Teilen des neuen Treibers sind.... Das macht den Grafikchip unter Ubuntu unbenutzbar.

    Unter anderen Distributionen wie OpenSuse, Mandriva, Slackware und auch Archlinux treten diese Probleme nicht auf. Hier sehe ich einen klaren Fall von fehlgeschlagener Fehlersuche. Eine Hardware läuft nicht richtig und schon ist es der böse Linux hassende Hersteller der alle mittel nutzt um Linux zu bezwingen :)

    Wie wäre es einfach mal in solchen Fällen ein System zu nutzen das seine Pakete/Treiber noch nicht kaputt gepatcht hat?

    Ach so, anscheinend mag Foxconn dann ja FreeBSD und (Open)Solaris weil dort läuft der Grafikchip auch ohne Probleme sogar mit fehlerfreier Hardwarebeschleinigung (Sofern man von beschleunigung reden kann :) )

    Und für alle die eine alternative zum Foxconn Board suchen rate ich zu einem Point of View Board. Nutze ich auch inzwischen überwiegend. Hat einen Atom D510 (Nachfolger) und eine G210 als Grafiklösung.... Siehe hier: http://www.alternate.de/html/product/Mainboards_Sockel_Atom/Point_of_View/Atom_D510_inkl._G210/399735/?tn=HARDWARE&l1=Mainboards&l2=Intel&l3=Sockel+Atom

    Ja nee ist klar, ich denke mir die Werte aus oder wie? Ich würde bei solchen Temperaturen mal den Staubsauger über den Kühlkörper gleiten lassen oder endlich einen Elektrisch angetriebenen Lüfter nehmen, oder endlich mal die Luft-zuwedel-technik verbessern....

    Nächste Behauptung ist dann wohl das die Elkos auf dem Board einem in den Finger beißen vonn man nicht aufpasst?


    In diesem Sinne
     
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