StarWars-Schöpfer gegen Online- und DVD-Piraterie

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Filmindustrie startet Kampagne gegen Gratiskultur

Los Angeles (pte, 7. Mär 2003 16:48) - Zahlen für Filme oder nie mehr StarWars. In überspitzter Form ist es das, was Georg Lucas in einem Werbespot den Fans seiner Filme vermitteln will. Im Rahmen einer Kampagne, die sich gegen die Gratiskultur im Internet, aber auch gegen die vor allem in Asien in großem Stil betriebene DVD-Piraterie richtet, wendet sich der StarWars-Schöpfer und digitale Filmpionier gemeinsam mit anderen Branchenvertretern an Filmliebhaber. Wie die BBC berichtet, versucht der Industrieverband MPAA http://www.mpaa.org den Fans auf diesem Weg zu erklären, dass die Herstellung bzw. der Kauf von Raubkopien und der Online-Tausch von im Internet verbreiteten illegalen Kopien tausende Arbeitplätze kosten könnten. Zudem sei auch die künftige Produktion hochwertiger Filme gefährdet, wenn das Business sich nicht mehr rentiert.

Die nun gestartete Kampagne mag vielen Beobachtern vor dem Hintergrund der kürzlich von MPAA-Präsident Jack Valenti veröffentlichen Rekordeinnahmen der US-Filmindustrie im vergangenen Jahr fadenscheinig erscheinen (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030305042 ). Die Filmindustrie und legendäre Vertreter wie Lucas sehen dies langfristig jedoch anders. Die MPAA schätzt, dass täglich zwischen 400.000 und 600.000 Filmdateien aus dem Internet geladen werden. Hollywood ist bisher nicht in der gleichen Weise von Online-Piraterie betroffen wie die Musikindustrie. Das Problem wird aber mit zunehmender Verbreitung von Breitband-Internet und besseren Technologien akuter.

Auch Raubkopierer, vor allem in Asien, machen der Industrie zu schaffen. Die DVD macht es den Copyright-Piraten immer leichter hochwertige Raubkopien herzustellen. Sieben Mio. DVDs werden pro Jahr illegal kopiert, 6,1 Mio. davon alleine in Asien. Das kostet Hollywood geschätzte 642 Mio. Dollar. Insgesamt entgehen laut MPAA der Industrie drei Mrd. Dollar jährlich durch Online-Piraterie. Im vergangenen Jahr hat die MPAA sogar eine Art von Kopfgeld auf asiatische DVD-Piraten ausgesetzt. 150.000 Dollar warten auf jeden, der Hinweise liefert, die zum Schließen einer illegalen DVD-Fabrik in Asien führen (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020711004 ). Als Quelle werden immer öfter Promotion-DVDs für Medienvertreter oder Preisjuroren identifiziert (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030303045 ). (Ende)

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