debian lenny updaten per apt-get?

jmar83

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hallo zusammen

habe auf meinem sparc-rechner nun wieder debian lenny installiert, da das besser läuft als "squeeze" und "wheezy".

nun wollte ich den grafiktreiber updaten (per apt-get). nach dem eintragen der quellen in der sources.list habe ich den befehl "apt-get update" ausgeführt. nun werden mir leider immer irgendwelche fehler ausgegeben...

ist es nicht möglich, auch ältere linux-systeme nur in gewissen punkten zu updaten (z.b. grafiktreiber, kernel)? habe immer gemeint das geht, z.b. ein update durchführen mit den aktuellen "stable" oder "testing"-komponenten. (plus den abhängigkeiten natürlich...)

wenn ein system mal nicht mehr aktuell ist (wie lenny), ist mann dann quasi chancenlos was das betrifft?
 

jmar83

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habe unter http://serverfault.com/questions/374651/apt-get-update-getting-404-on-debian-lenny gelesen dann ich folgendes in die sources.list eintragen soll:

deb http://archive.debian.org/debian/ lenny main contrib non-free
deb-src http://archive.debian.org/debian/ lenny main contrib non-free

deb http://archive.debian.org/debian-security lenny/updates main contrib non-free
deb-src http://archive.debian.org/debian-security lenny/updates main contrib non-free

deb http://archive.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main contrib non-free
deb-src http://archive.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main contrib non-free



nun kommt aber leider die meldung, dass irgendwelche signaturen ungültig seien. mit der völlig schwachsinnigen meldung dass ich den befehl "apt-get update" ausführen soll. absolut genial das ganze...!!
 

tgruene

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Nein, schwachsinnig ist das nicht. Es ist nur schwierig fuer einen Programmierer, in den Kopf von jedem einzelnen Nutzer zu schauen und die Fehlermeldung so anzupassen, dass der Nutzer diese auch versteht. Stattdessen ueberlaesst man es dem Nutzer, seinen Kopf einzusetzen, damit dieser sein System und die Funktionsweise versteht. Ein erster Ansatz ist immer, die exakte Fehlermeldung (abzueglich etwaiger rechnerspezifischer Informationen, wie z.B. Partitions-IDs usw) bei google oder einer anderen Suchmaschine Deiner Wahl einzugeben. Dann solltest Du relativ schnell zu einer Antwort kommen, dass Du zunaechst mit apt-key die Signatur des Servers, den Du in Deine sources.list eingetragen hast, als vertrauenswuerdig markieren musst, um dann nochmal 'apt-get update' durchzufuehren. Dann geht auch die Fehlermeldung floeten. Lenny als nicht mehr aktuell zu bezeichnen ist auch eine ziemlich undefinierte Aussage, wenn man Debian kennt und weiss, was 'stable' bedeutet.
 

jmar83

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vielen dank für dein feedback!

schwachsinnig meine ich in der hinsicht dass mir mitgeteilt wird dass ich den gleichen befehl wiederholen soll, der die fehlermeldung verursacht überhaupt hat. na ja, wenigstens könnte man auf die sache mit apt-key hinweisen.

apropos apt-key: warum muss ich denn das plötzlich tun, das verstehe ich nicht ganz? vorher musste ich das auch nie! (damals bei den quellen welche von anfang an nach der installation eintragen sind und jetzt nicht mehr verfügbar sind; nun muss ich wie bereits erwähnt archive.debian.org verwenden)


lenny ist noch "aktuell"? wenn das so ist, dann ich mich korrigieren... dann wird es doch auch mögich sein, das "ältere" lenny z.b. mit einem aktuellen kernel (3.x oder so) auszustatten?
 

tgruene

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Du wurdest darauf hingewiesen, nur nicht mit dem Stichwort 'apt-key' (was zur Behebung des Symptoms dient), sondern mit dem Stichwort 'Signatur' - was auf das eigentliche Problem hinweist und deswegen schon der richtige Hinweis ist. Sehr wahrscheinlich hast Du das "vorher" auch schon gemacht, nur es nicht bemerkt.

Es ist immer die Frage, was Du unter 'aktuell' meinst. Wenn Du moeglichst junge Versionen haben moechtest, ist Debian stable nicht die richtige Distribution bzw. Version fuer Dich. Debian stable und old-stable sind stabil und sicher. Da es keine Versionsspruenge innerhalb von Debian stable gibt, kannst Du davon ausgehen, dass Debian Lenny nach wie vor relativ sicher ist, auch wenn es seit 2012 keine Aktualisierungen mehr gibt. Das heisst ja nicht, dass die Versionen, die Du mit Lenny hast, nicht trotzdem den aktuellen Sicherheitsanspruechen genuegen.
Du kannst immer Deinen eigenen Kernel kompilieren, die Art Deiner Fragen laesst mich das Dir jedoch nicht empfehlen.
 

jmar83

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"Sehr wahrscheinlich hast Du das "vorher" auch schon gemacht, nur es nicht bemerkt."

also in den jahren 2009 - 2011 (als lenny gerade aktuell war) hatte ich diese fehlermeldung nie. erst nach dem (heutzutage notwendigen) eintragen des archive.debian.org-servers in der sources.list...

kernel selbst kompilieren habe ich vor jahren mal versucht, ist dann irgendwie nach stunden fehlgeschlagen. später habe ich dann realisert, dass das gar nicht die lösung für mein problem gewesen wäre. ;-)


ich meine eher den aktuellen kernel (stable = 3.x oder sowas, richtig?) per apt-get in das ältere lenny integrieren oder so... und bspw. die aktuellen gk-treiber xserver-xorg-video
 

tgruene

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Loesche aber nicht den Debiankernel, bevor das System stabil laeuft. Bei einem Kernelversionssprung von 2 nach 3 wuerde es mich nicht ueberraschen, wenn sehr grundlegende Bibliotheken nicht mehr funktionieren, d.h., dass Dein System evtl. nicht bootet. Zum Glueck gibt es ja boot loader, die Dir eine Auswahl bieten, damit kannst Du das ausprobieren.
 

jmar83

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ok, vielen dank! habe das mal bei squeeze versucht, dort hat's zumindest geklappt.

werde mal bei lenny schauen ob das auch so einfach geht...
 

jmar83

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habe es bis jetzt nicht geschafft, den 3.2-kernel bei debian lenny per apt-get zu installieren.

heisst immer was von "kaputte packete" und "nicht erfüllte abhängigkeiten" etc...

als quelle habe ich http://ftp.debian.org/debian/ testing main contrib non-free in der sources.list eingetragen

EDIT: so geht's auch nicht: http://ftp.debian.org/debian/ wheezy main contrib non-free

geht das überhaupt, was ich vorhabe...?! wenn ja, wie???
 
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tgruene

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Auf einem Lenny System den Kernel von Jessie als Paket zu installieren - das gibt sicher nur Chaos. Wenn, dann koenntest Du den Vanilla-Kernel als Quelle runterladen und selber kompilieren. Das wuerde ich aber, wie gesagt, nur machen, wenn Dir wirklich sehr, sehr langweilig ist - wenn man die Kombination ueberhaupt zum Laufen kriegen kann. Installier lieber OpenBSD auf dem Sparc, das ist zudem dann auch noch lehrreich.
 

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