Computer sagt Hits voraus

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Angehende Superstars können künftig einen Computer befragen, ob ihre Musik hitverdächtig ist. Eine Software spanischer Entwickler erkennt bestimmte mathematische Muster, die hinter erfolgreicher Musik stecken, berichtet das Wissenschaftsmagazin «New Scientist» (Ausgabe vom 15. März).

Die Firma Polyphonic HMI aus Barcelona stufte mit ihrer Software «Hit Song Science» die Jazzsängerin Norah Jones nach eigenen Angaben schon vor Monaten als Erfolg versprechend ein. Die Vorhersage bestätigte sich: Jones bekam acht Grammies für ihr erstes Album.

Die Software wurde entwickelt, um Plattenfirmen bei der Talentsuche zu helfen. Sie sucht nach Liedern, die mit bestimmten Eigenschaften bekannter Hits übereinstimmen. Jedes Lied muss dabei bestimmte Signalfilter durchlaufen, die verschiedene Kriterien der Musik bestimmen. Dazu gehören unter anderem Melodie, Takt, Tempo, Rhythmus, Tonhöhe und Harmonien. «Für einen Hit gibt es nur wenige mathematische Formeln,» sagt Mike McCready, der Chef der Firma.

Nicht nur für Plattenfirmen, sondern auch für Einzelhändler könnte diese Software interessant sein. Geben die Käufer ihre Lieblingsmusik in den Computer ein, kann er Vorschläge machen, welche Musik der Verkäufer seinen Kunden anbieten sollte.

Nach dem Erfolg von Jones wollen nun fünf große Plattenfirmen das Computerprogramm testen. Gegner befürchten jedoch, dass sich die Firmen auf keine neuartige Musik mehr einlassen, wenn sie nur nach alt bekannten Mustern suchen.

PC PR@XIS
 

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