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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gentoo - wo liegt der Sinn?



mrhatch
18.01.2004, 14:57
Guten Tag, alle miteinander.

Die vergangene Woche war stressig, was mein Leben mit und am PC betrifft, denn ich habe mich getraut, Gentoo zu installieren. Okay, zunächst nur als "stage3"-Installation, aber immerhin.

"So what?", werden viele jetzt denken, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich ob mangelnden Linuxwissens wahrscheinlich eher zu den ungeeigneteren Kandidaten für ein solches Abenteuer gehöre, bin ich schon (kaum eine Woche später) ein wenig stolz, dass ich es geschafft habe, aber auch ein wenig enttäuscht, weil meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden.

Zunächst einmal sei gesagt, dass ich es nicht geschafft habe, Gentoo auf meinem 1 GHz-Intel-Celeron(Coppermine) Laptop zu kompilieren, vielmehr ein laufendes System mit einem 2.6.1er-Kernel einzurichten, weil der Prozessor irgendwann einfach den Geist aufgegeben hat und die weiße Fahne schwenkend seine Rechenleistung vorübergehend einstellte. Also, Umzug auf einen AMD XP 1,6+ mit 1 GB RAM und siehe da, der fucking-Kernel war nach einer halben Stunde gebraten und der Rest der Installation lief mit Hilfe der an zwei Stellen völlig irreführenden Dokumentation - die etwas holprig übersetzt ist und deshalb zu Missverständnissen führen kann - relativ gut durch.

Mann, hab ich Augen gemacht, weil ich so schnell noch keinen Rechner haben booten sehen dürfen. "Das ist geil", dachte ich.... bis ich feststellen musste, dass ich ja gar kein KDE/Gnome habe. Also schnell nachinstallieren...

Schnell deshalb, weil ich ja stage3 genommen habe... wollte ja nur mal schnuppern. Also flux einen Schnellkurs in Sachen USE-Variablen, die mit Bedacht eingesetzt durchaus ihren Sinn ergeben, dem Anfänger aber eine Schlangengrube darstellen, weil er doch nur allzu schnell der irrigen Annahme unterliegt, "pack ich hier alle rein, hab ich meine Ruh" ;)

KDE lief nicht wirklich, obwohl wirklich alles installiert worden ist, also Gnome, und siehe da, ein schöner, aufgeräumter Desktop. Ansprechend...

Aber... wo sind denn meine Laufwerke, meine DVDs, meine CDs und viel schlimmer, warum darf ich die nicht mounten? Da war sie wieder, die Unbeholfenheit eines Windows-Users :finger:

Okay, also wieder lesen, lesen, lesen. Das finde ich übrigens ganz nebenbei gesagt ganz schön unproduktiv. Man liest, lernt dabei auch ganz tolle Dinge, die einen ja auch nicht mehr loslassen, weil es spannend ist und man zum Herrscher in seinem kleinen System wird, aber ich programmiere und will php coden, und wieder MySQL-Queries schreiben...

Nach ein paar Stunden lesen wusste ich dann auch endlich, was alles in eine fstab gehört, damit es zwar nicht jedem Tür und Tor öffnet, aber auch nicht alles verbietet, welchen Gruppen man wem Zugang gewähren muss usw.

Gentoo erscheint mir nach 2 Tagen intensiver Nutzung wie Berlin, nämlich wie eine riesige nicht enden wollende Baustelle. Aus Berlin bin ich ausgezogen, mal sehen, ob ich Gentoo fertig kriege.

Mit der Produktivität auf diesem System wird es wohl noch ein Weilchen dauern, leider. Bis dahin muss ich wohl doch noch mal eine XP-CD in den Laptop schieben ;)

redlabour
18.01.2004, 15:10
So ungefähr war mein erstes Erlebniss mit Gentoo und ich dachte mir -alles schön und gut - aber halt nur für Bastler.

Linux from the Scratch kann ich hinterher wenigstens brennen und muss bei Neuinstallation nicht von vorne anfangen.

Für mich war´s also so gar nix !

mrhatch
18.01.2004, 15:12
Na ja, ein image deiner Partition könntest du ja unter Gentoo auch brennen, oder?

Ich zweifel ehrlich gesagt etwas am produktiven Nutzen dieses Systems, bin aber dem Suchtfaktor schon wieder so weit erlegen, dass ich mir sage "scheiß drauf, das ist eine Herausforderung".

devilz
18.01.2004, 15:15
Ähem ?

@mrhatch
So gehen nunmal die ersten Schritte ...
Aber wenn man Schritt für Schritt geht, läuft es sich irgendwann von alleine :D

@redlabour
Was ein klasse Vergleich ... hört sich für mich wie ein Flame an !


Nur mal soviel vorweg Gentoo ist nicht leicht installiert, aber wenn es denn einmal drauf ist, hatt man eine klasse Metadistro die sich den eigenen Bedürfnissen perfekt anpassen lässt !

redlabour
18.01.2004, 15:18
@devilz - "Für mich war´s also so gar nix !" bezieht sich nur auf mich. Aber wer basteln will und nicht sofort eine lauffähige Distri braucht kann es durchaus was sein.

chb
18.01.2004, 15:18
Tjo ich hab vor längere Zeit mal Gentoo ausprobiert, ziemlich lange gedauert alles zu compilen .. tjo mehr kann ich über Gentoo eigentlich net sagen :)

devilz
18.01.2004, 15:20
@devilz - "Für mich war´s also so gar nix !" bezieht sich nur auf mich. Aber wer basteln will und nicht sofort eine lauffähige Distri braucht kann es durchaus was sein.

Was bedeutet lange ?
Ich brauch für ne Gentoo Install knappe 2-3 Stunden ... mit Stage1 vielleicht 5 ...

mrhatch
18.01.2004, 15:29
Was bedeutet lange ?
Ich brauch für ne Gentoo Install knappe 2-3 Stunden ... mit Stage1 vielleicht 5 ...


5 Stunden braucht mein Rechner schon für ein emerge -u world. Er möchte dann gcc updaten und dafür brauchte er sage und schreibe 28 Dateien und kompiliert sich 'nen Wolf.

Bei solchen Kernelementen einen Linuxsystems kann ich das ja noch verstehen, aber warum z.B. ein Apache kompiliert werden muss, und nicht vorkompiliert vorliegen kann, ist mir ein Rätsel.

Das ganze hat aber den (positiven?) Nebeneffekt, dass die sogenannte Versionsnummerngeilheit, die Onkel Bill uns anerzogen hat, etwas in den Hintergrund tritt. Stable ist stable und da soll zum Teufel kein testing rein :P

devilz
18.01.2004, 15:37
5 Stunden braucht mein Rechner schon für ein emerge -u world. Er möchte dann gcc updaten und dafür brauchte er sage und schreibe 28 Dateien und kompiliert sich 'nen Wolf.

5 Stunden ?
Ok kommt auf die Hardware an :D



Bei solchen Kernelementen einen Linuxsystems kann ich das ja noch verstehen, aber warum z.B. ein Apache kompiliert werden muss, und nicht vorkompiliert vorliegen kann, ist mir ein Rätsel.

Selbst ein Apache bringt optimiert noch ein wenig mehr ...



Das ganze hat aber den (positiven?) Nebeneffekt, dass die sogenannte Versionsnummerngeilheit, die Onkel Bill uns anerzogen hat, etwas in den Hintergrund tritt. Stable ist stable und da soll zum Teufel kein testing rein :P
Aber es gibt leute die stehen auf ~x86 !

zeromaster
18.01.2004, 17:39
ich find gentoo (obwohl ichs seitm sommer ziemlich gern benutzt hab) auch etwas unproduktiv:
1. das kompilieren ist nicht das wahre und der geschwindigkeits gewinn ist zu gering für den aufwand
2. alles selbst zu konfigurieren ist fehlerhaltiger als einen fehler in einer automatischen config auszubessern.

ich bin bei debian (leider zurzeit zerschossen ;-) )
mfg,
zeromaster

redlabour
18.01.2004, 18:31
Was ist denn jetzt überhaupt mit Gentoo - haben die sich nicht gesplittet und wollten kommerziell werden `?

thorus
18.01.2004, 18:52
Ich finde Gentoo aus mehreren Gründen einfach super.

Einmal kann man natürlich alles selbst kompilieren, was ich sonst für die wichtigste Software, die ich benutze, auch mache. Das hat mehrere Gründe, zum Beispiel kann ich genau bestimmen welche Funktionen einkompiliert werden (z.B. PHP mit den ganzen Libs) und ich die CFLAGS nach meinen Bedürfnissen setzen kann um, wenn auch nicht viel, Performance heraus zu quetschen.

Was noch viel mehr für Gentoo spricht, sind die wunderbaren Default-Configs. Als ich mir das erste mal die Default-Config vom Apache angeschaut habe, war ich wirklich begeistert.
Nicht so, wie bei anderen Distris, die normale Apache-Conf und fertig, sondern da hat man mitgedacht. Die Modul-Configs sind in einem eigenen Ordner (damit braucht emerge nicht an der Haupt-Config herumschnipseln) und die apache.conf wurde auch gesplittet. Außerdem wurden die Kommentare erweitert uvm.
Aber das ist nicht nur beim Apache so. Beispielsweise wurde auch udev, MySQL und snort wunderbar angepasst.

Natürlich dauert das Kompilieren lange, keine Frage, aber in absehbarer Zeit wird es auch Binaries geben (erste CDs gibts bereits), damit das Hauptargument der Nörgler auch beseitigt wird.

Und noch was zum Schluss: Wem's nicht gefällt, soll es doch nicht benutzen. Keiner wird zu seinem Glück gezwungen.

ookami
18.01.2004, 19:04
1. das kompilieren ist nicht das wahre und der geschwindigkeits gewinn ist zu gering für den aufwand

Du hast schon gehoert das nicht alle funktionen in einer binary sind?


2. alles selbst zu konfigurieren ist fehlerhaltiger als einen fehler in einer automatischen config auszubessern.

Was kann gentoo dafuer das du es nicht richtig konfigurieren kannst?

tenshi
19.01.2004, 00:56
Hallo,

ich habe auch erst vor kurzem Gentoo auf meinem Laptop installiert. Und soll ich dir was sagen? Ich liebe es!!

Dass du es nicht schaffst ein laufendes Gentoo zu installieren, liegt schlicht und einfach daran, dass du die Installationsanleitungen offensichtlich nicht befolgt hast (beispiel: "Nach ein paar Stunden lesen wusste ich dann auch endlich, was alles in eine fstab gehört, [...]") .. das wird während der Installationsanleitung erklärt, was und wie man was macht.

Wenn man sich an alles hält, hat man in ca. 2-3 Stunden ein laufendes Gentoo. Dann X emergen, dauert mit Download und Kompilierung bei mir ca. 1,5 Stunden, dann den Windowmanager deiner Wahl (fluxbox geht rasend schnell), dann noch ein paar Treiber (bei mir bspsweise: centrino wlan, touchpad, nvidia... ) und schon läuft das ganze.

Ich kanns nur immer wieder empfehlen!

-tenshi

LinuxSchwedy
19.01.2004, 06:50
Ich habe Gentoo längere Zeit als mein Hauptsystem benutzt. Wie man schön sagt, es ist ein Linuxsystem mit einem sehr hohen "Abhängigkeitspotenzial". :D

@devilz & tenshi : ich weiß nicht, was ihr da für Hardware-Komponente habt ... Wahrscheinlich von der Nasa oder Raumschiff Enterprise ... Ich habe schon mehrere Male Gentoo auf verschiedenen Rechnern installiert, von Stage 1 und Stage 3 und bin nie so schnell mit der Installation vom Basissystem fertig gewesen ... :finger:

Na ja vielleicht lag es nicht an meiner Hardware sondern an mir, man liest aber woanders andere Zeiten fürs Installieren als bei euch.

Na ja, auf jeden Fall brauche ich für Basissystem+X+KDE/GNOME+Mozilla+KOffice+MPlayer+OpenOffice+WLAN schon so 2 Tage mit kleinen Unterbrechungen zum Schlaffen. Man will ja ein System mit wichtigen Sachen zum Arbeiten ... ;)

Und wenn dann, wie bei mir, nach einem Versuch, das System zu aktuallisieren, KDE und GNOME zerschossen werden, weiß man, dass man die Zeit, die man zum Installieren gebraucht hat, auch woanders mit Familie hätte verbringen können. :D

Wäre ich aber jetzt 18-19, wüsste ich, was ich mit meiner Freizeit machen würde - mich als freiwilliger Helfer bei Gentoo-Installationsorgien anmelden, ehrlich. :]

Cyber
19.01.2004, 08:59
Hmm, wenn man das alles so liest, könnt ma ja glatt loslegen und sich des draufbügeln. Aber mit ner ideal standard analog Leitung und nem Athlon 900 wahrscheinlich nicht das gelbe vom Ei oder ?

hopfe
19.01.2004, 09:00
Basissystem+X+KDE/GNOME+Mozilla+KOffice+MPlayer+OpenOffice+WLAN
Na ja wenn du das als Basis brauchst, kann ich verstehn das dein Rechner 2 Tag läuft.
Ich habe als Basis (postifx,xfree,gnome,evolution,gaim) installiert, war auf meiner Workstation in so ca 4 Stunden auf meiner Platte.
Später habe ich noch OpenOffice,k3b,gimp,gxine,xchat,eclipse etc installiert und danach alles mit Hilfe von einen emerge -Uep world auf meinen Prozessor angepaßt.
Bei diesen Compile lief mein Rechner auch über 24h, aber da der Prozess nur im Hintergrund lief konnte ich ganz normal weiterarbeiten.

Wer sachen wie OpenOffice, Mozilla-Firebird, Eclipse selbst kompiliert ist selbst schuld, denn es gibt im Portage einige große Pakete als Binarys.

Ich verwende Gentoo nun seit gut 1,5 Jahren auch auf meine 1 Ghz Celeron Laptop, und der hat noch "Die weiße Fahne gezeigt".

Wer Gentoo installiert sollte relativ gute Linuxkenntnisse, oder zumindest die nötige Zeit um die Doku zu lesen haben.

redlabour
19.01.2004, 09:07
:D Ich find es zumindest schön wie inbrünstig die Gentooianer hier Ihre Distri verteidigen ! Würde manch anderer vielleicht mal gut tun ! :D

hopfe
19.01.2004, 09:12
Vielleicht haben es andere Distri's einfach nicht verdient? :-D

redlabour
19.01.2004, 09:17
*hüstel*

mrhatch
19.01.2004, 12:33
Hallo,

ich habe auch erst vor kurzem Gentoo auf meinem Laptop installiert. Und soll ich dir was sagen? Ich liebe es!!

Dass du es nicht schaffst ein laufendes Gentoo zu installieren, liegt schlicht und einfach daran, dass du die Installationsanleitungen offensichtlich nicht befolgt hast (beispiel: "Nach ein paar Stunden lesen wusste ich dann auch endlich, was alles in eine fstab gehört, [...]") .. das wird während der Installationsanleitung erklärt, was und wie man was macht.

Wenn man sich an alles hält, hat man in ca. 2-3 Stunden ein laufendes Gentoo. Dann X emergen, dauert mit Download und Kompilierung bei mir ca. 1,5 Stunden, dann den Windowmanager deiner Wahl (fluxbox geht rasend schnell), dann noch ein paar Treiber (bei mir bspsweise: centrino wlan, touchpad, nvidia... ) und schon läuft das ganze.

Ich kanns nur immer wieder empfehlen!

-tenshi

Ich will jetzt hier keinen Streit vom Zaun brechen, aber ich denke, als Lehrer kann ich schon lesen. Und logisches Denken ist mir auch gegeben, aber wenn sich z.b. genkernel nach emerge genkernel völlig anders verhält und Parameter von mir erwartet, die in der Installationsanleitung nicht erwähnt werden, oder wenn mein Rechner 2 Festplatten, einen Brenner und ein DVD-Laufwerk hat, und natürlich in der Installationsanleitung davon ausgegangen wird, dass man sein Leben und seinen Rechner an Gentoo hängen will, dann stimmen deine Aussagen grundsätzlich nämlich nicht.
:finger:

Und wer will schon mit Fluxbox arbeiten?

devilz
19.01.2004, 12:39
Naja die Anleitung ist nicht IMMER Up2Date ....
Das liegt u.a. auch daran das die Gentoo Packete immer sehr schnell wechseln und sehr aktuell sind ...

Da genkernel noch sehr Vorsichtig zu genießen ist, würd ich die die Konfiguration von Hand empfehlen.
Gentoo benötigt halt etwas mehr Background als nur Anleitung lesen und stumpf danach zu gehen was dort steht....

btw - fluxbox ist nicht übel .. sehr simpel, aber nich übel !

redlabour
19.01.2004, 13:57
Das stimme ich devilz zu bzgl. fluxbox

tenshi
19.01.2004, 14:17
@mrhatch: ok.. ich ziehe meinen voreiligen schluss zurück. ganz befolgen konnte ich die anleitung ja auch nicht, und musste öfter mal improvisieren.

aber wsa hast du gegen fluxbox!!?!

ich würd sagen: wer will schon mit was anderem als fluxbox arbeiten? fluxbox ist superschnell emerged, startet sofort (*wart* @ kde, lol), und hat alles was man braucht!

saiki
19.01.2004, 14:25
So, liebe Freunde der Kaffebohnen, endlich kann ich mich hier auch mal äußern, nachdem die Telekom erfolgreich das ganze WE verhindert hat, das ich online gehen konnte.

Zum Thema Anfänger & Gentoo:
Ich kenne das, ich kam von mdk und devilz (der olle Missionar) hat mich solange bequatscht, bis ich mit die Gentoo Isos bestellt habe und die ANleitung ausgedruckt habe.
Als anfänger würde ich aber die Englische Anleitung empfehlen, die ist imho besser.
Installation (musste ich zweimal machen, weil eine der CDs leider beschädigt war und ich es nicht merkte). Ich habe erfolgreich eine Stage3 installation laufen und bin Geschwindigkeitsmäßig voll zufrieden - man braucht sich also nicht der doch relativ kompilizierten stage 1 hinzugeben.
Da ich aber seit der Installation (im Juni) so einiges geändert hat, ist bei mir eh fast alles neu kompiliert - vom Kernel bis zum Instantmessenger.

Zum Thema Fluxbox:
Wie zum Teufel krieg ich Fluxbox dazu, ein Wallpaper von mir zu nehmen - ich kapier das nicht *G*

thorus
19.01.2004, 14:51
Zum Thema Fluxbox:
Wie zum Teufel krieg ich Fluxbox dazu, ein Wallpaper von mir zu nehmen - ich kapier das nicht *G*
man fbsetbg

@all
Gentoo ist sicher nichts für Anfänger, aber der interessierte Nutzer kann schon beim Installationsprozess sehr viel lernen.
Der erfahrene Nutzer kann das sehr aufgeräumte System und das ausgefeilte Paketmanagement lieben lernen.

Es zeigt einfach, dass GNU/Linux nicht das einfache 1-Klick-System ist, und das auch aus guten Grund.
Ich wär froh, wenn der Linux-Hype mal aufhören würde, dann hätte die Community einige Probleme weniger, zum Beispiel Newbies, die einfach kein Google und keine Manpages kennen.

Wie hier auch schon erwähnt wurde, die englische Doku ist einfach besser, da sie aktueller ist. Man muss sich eben damit abfinden, dass Englisch die Sprache schlechthin im Internet und damit auch unter Linux ist. Wer nichtmal das kann, sorry, dem kann man nicht mehr helfen.

DaRaven
19.01.2004, 20:13
Ich bin jetzt nach einigem ausprobieren (SuSE, MDK, Fedora, Debian) bei Gentoo gelandet und eifrig dabei meinen Rechner viel besser kennen zulernen. :)

Andre
19.01.2004, 20:18
Ich sehe den Vorteil von Gentoo im Moment darin das mein ibook-g4 damit läuft *g*

Diese *optimieren* finde ich nicht so wichtig...es wäre besser, wenn die Installation schneller ablaufen würde....

DaRaven
19.01.2004, 20:19
Da kann ich Dir zustimmen. Vor allem, wenn man so wie ich die letzte Installation abgeschossen hat... *seufz* Aber es macht auch spaß den herunterrasselnden Text zu beobachten. *gg*

LinuxSchwedy
19.01.2004, 20:25
Diese *optimieren* finde ich nicht so wichtig...es wäre besser, wenn die Installation schneller ablaufen würde....

Es gibt von der Version 1.4 für jede Architektur immer 2 CDs. :)

Auf der 2. CD befinden sich vorkompilierte Pakete für KDE, GNOME, Mozilla ... ;)

Ich habe zwar selbst nicht ausprobiert, weil ich dann doch liebe aus Quellen kompiliere. Die Installation soll aber viel schneller ablaufen mit den vorkompilierten Paketen. :]

Andre
19.01.2004, 20:32
genau die Pakete benutze ich ja im Moment...:-)

Ist schon ok...allerdings hast du nach einem emerge sys echte Probleme :(

LinuxSchwedy
19.01.2004, 20:43
Na ja, es hieß immer, dass Gentoo leicht aktuallisierbar sei ...

Nach einem emerge -Uep world konnte ich KDE und GNOME gar nicht mehr benutzen. Obwohl mir im Gentooforum sehr viele Tipps gegeben wurden, konnte ich die beiden nicht mehr retten. :(

hopfe
19.01.2004, 20:47
na ja der Umgang mit etc-update ist anfänglich nicht ganz einfach, mit der Zeit klappt es aber ganz gut :).

saiki
19.01.2004, 23:17
Ich habe mein gentoo so installiert. mit stage3 und grp - in spätestens 1,5h hat man es drauf mit docu lesen.

Und später kann man ja immernoch neu kompilieren.

Der größte Vorteil von Gentoo ist die "Paketverwaltung" - die schlägt sogar Debian - sie ist einfach und mächtig und ich habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.

mrhatch
20.01.2004, 02:21
Ich habe auch nicht behauptet, dass Gentoo schlecht oder sonstwas ist, im Gegenteil! Ich liebe es, aber ich hinterfrage den unbedingten Sinn, wirklich alles optimieren und selbst kompilieren zu wollen, wie es viele ja tun.

Das große Problem, dass ich habe ist, dass auf meinem AthlonXP-1600+ mit 512 MB DDR-RAM das Kompilieren eines Kernels, ob mit genkernel oder manuell, ein Glücksspiel ist. Das finde ich nicht so dolle, aber ansonsten, top Teil.

Trotzdem werde ich erstmal zu Mandrake zurückkrabbeln, und den etc-Ordner auswendig lernen, und Gentoo noch mal wagen, denn die 2004er draussen ist :D

HangLoose
20.01.2004, 07:18
moin


Ich habe auch nicht behauptet, dass Gentoo schlecht oder sonstwas ist, im Gegenteil! Ich liebe es, aber ich hinterfrage den unbedingten Sinn, wirklich alles optimieren und selbst kompilieren zu wollen, wie es viele ja tun.

der hauptsinn des selbst kompilierens, varg hat es schon mal angedeutet, liegt meines erachtens nicht darin, noch nen quentchen an geschwindigkeit rauszuholen. sondern das ich entscheiden kann, was alles mit reincompiliert wird. und das kann ich anhand der use flags relativ bequem entscheiden. bei einer *paket distri* muss der *paketbauer* im zweifel alles mögliche mit reincompilieren, er weiß ja nicht, was der jeweilige user so an features braucht oder eben nicht braucht. unter gentoo kann ich selbst entscheiden, was mit rein soll. wenn ich kein artsd brauche, brauche ich das z.b. auch nicht in die kde proggies mit eincompilieren ;).



Das große Problem, dass ich habe ist, dass auf meinem AthlonXP-1600+ mit 512 MB DDR-RAM das Kompilieren eines Kernels, ob mit genkernel oder manuell, ein Glücksspiel ist. Das finde ich nicht so dolle, aber ansonsten, top Teil.


das liegt häufig an zu agressiven compiler flag's.


Gruß HL

mrhatch
20.01.2004, 07:38
...und das bedeutet jetzt genau was? ?(

hopfe
20.01.2004, 11:58
In deiner /etc/make.conf findest du folgende Einträge.

[hopfe@hopfe-mobil]:[/home/hopfe]> cat /etc/make.conf
USE="flash gtk2 ipv6 pcmcia pnp samba usb xml -3dnow -arts -esd opengl ldap dvd maildir moznocompose -mysql acl X sasl imap moznomail moznoirc tiff"
CHOST="i686-pc-linux-gnu"
CFLAGS="-march=pentium3 -O2 -pipe -fomit-frame-pointer"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"

die hier angeführten CFLAGS bestimmen welche Optimierungen gcc durchführt, bzw sind die Standardparameter von GCC wenn neue Programme mit emerge installiert werden.

Das Problem mit deinen Athlon kann ich nicht nachvollziehen, habe selbst noch einen Athlon 2000+ mit 1GB Ram als Workstation. Der Kernel für meine Workstation war wesentlich unproblematischer als der für meinen Intel Laptop.

Auch haben die CFlags keine Auswirkung auf das übersetzten des Kernels bzw von GCC selbst.

Was HangLoose meinte ist das es CFLAGS gibt welche Aufgrund ihrer starken Optimierungen zu Problemen führen können.

Für deinen Athlon solltest mit den folgenden CFLAGS auf der sichern Seite sein.

CHOST="i686-pc-linux-gnu"
CFLAGS="-march=athlon-xp -O2 -pipe -fomit-frame-pointer"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"

Wenn du willst kann ich dir heute Abend auch mal meine Kernelconfig mailen, oder per PM schicken.
Welche Kernelversion verwendest du?

mrhatch
24.01.2004, 16:44
Das war's, vielen Dank. Jetzt läuft's endlich sauber und schnell durch, und ich freu mir'n Ast.

svele
26.01.2004, 20:52
Also ich habe nun mittleweile ein paar Jahr Linux Unix Kenntnisse sammeln können, und mein Fazit Gentoo hat die beste Paket Verwaltung und auch die besten Dokus (englisch ist besser als deutsch, aber auch die deutschen sind gut).

Wie man aber ein System von Stage 1 in 5h installiert hat, ist mir ehrlich gesagt unklar.

Mfg svele

LinuxSchwedy
26.01.2004, 21:00
Wie man aber ein System von Stage 1 in 5h installiert hat, ist mir ehrlich gesagt unklar.

Hehe,

habe ich auch gesagt...:D

Die Hardware vom Raumschiff Enterprise ... Das ist der Schlussel zur Lösung ... ;)

svele
28.01.2004, 23:36
Nee Raumschiff Enterprise ist dafür auch schon zu alt.

MFg Svele

SilverHawK
13.03.2004, 16:25
also wenn man das híer so höhrt find ich linux immer geiler hehehe...

nur bring ichs halt nichma fertig meine w-lan usb sticks geschweige meine w-lan pcmcia karte zum laufen zu bringen ....

Und da merk ich wieder wie dumm ich eigentlich bin bzw. wie dumm ich mich anstelle..

Hier wird mir zwar sehr geholfen aber anscheinend gehöhr ich zu den dau-usern löl

Ich verzweifle fast.. geb die hoffnung aber nie auf nen windows freien pc zu erlangen

mrhatch
13.03.2004, 17:05
also wenn man das híer so höhrt find ich linux immer geiler hehehe...

nur bring ichs halt nichma fertig meine w-lan usb sticks geschweige meine w-lan pcmcia karte zum laufen zu bringen ....

Und da merk ich wieder wie dumm ich eigentlich bin bzw. wie dumm ich mich anstelle..

Hier wird mir zwar sehr geholfen aber anscheinend gehöhr ich zu den dau-usern löl

Ich verzweifle fast.. geb die hoffnung aber nie auf nen windows freien pc zu erlangen

Das ist die richtige Einstellung. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.
Ich hab mit meinem Slackware immer noch so viele kleine Baustellen, das kann auch noch was dauern. Und dann kommt eine neue Version und vieles geht von neuem los. :D

eumeb
13.03.2004, 18:47
Ich verzweifle fast.. geb die hoffnung aber nie auf nen windows freien pc zu erlangen

win2000 kotzt mich auch nur noch an, ich glaub, ich haus runter. nur kann ic h dann meine tv-karte nicht mehr nutzen. :(

tenshi
19.03.2004, 17:32
Ich meine mittlerweile zu wissen, warum das alles wohl so lang gedauert hat. Meine HDD war nicht optimiert, hatte nur nen durchsatz von 2,83MB/sec auf meinem notebook hier. jetzt hab ich 23, aber das scheint hier das maximum zu sein.

lol ..

gambyte
03.04.2004, 13:37
wie kann man den datendurchsatz überhaupt ermitteln/optimieren?

hopfe
03.04.2004, 14:34
@gambyte mit Hilfe von hdparm kannst du die Geschwindigkeit deiner Platte testen und verändern.

hopfe root # hdparm -tT /dev/hdb

/dev/hdb:
Timing buffer-cache reads: 816 MB in 2.00 seconds = 408.00 MB/sec
Timing buffered disk reads: 166 MB in 3.02 seconds = 54.97 MB/sec

Auf meinen Laptop war 20 MB/Sec die Obergrenze.

gambyte
04.04.2004, 12:19
@hopfe wieso "Auf meinen Laptop war 20 MB/Sec die Obergrenze."? hdparm meldet doch etwas anderes?!

hopfe
04.04.2004, 16:57
das sind die werte von meiner Workstation, Festplatten von Laptops sind meist etwas langsamer.

eumeb
07.04.2004, 05:12
ich wollte mal noch was zum thema schreiben, auch wenn ich wahrscheinlich keine ahnung habe : ich denke daß gentoo eben für die hardcore-linux-freaks gedacht ist, die alles selbst bestimmen wollen. wahrscheinlich sind dagegen debian und slackware fast schon pillepalle. ;)

SilverHawK
07.04.2004, 08:59
nö würd ich nich sagen... wenn man sich an der anleitung orientiert steigt man bei gentoo eigentlich recht locker dahinter... man muss halt wollen...

Ich find Gentoo und angenommen mal LFS oder BLFS sind sachen wo man sich mal das Innenleben von Linux genauer betrachten kann und evtl. auch verstehen kann wenn man will...

Ich find sowas eigentlich recht nützlich ;) Ich für meinen Teil hab da viel gelernt...

Hab Gentoo voll funktionsfähig... an Debian trau ich ich irgendwie nich ran keine Ahnung warum.. kann ja eigentlich nich schlimmer sein... aber naja ;)

eumeb
07.04.2004, 15:23
ja, ich meinte ja auch nicht, daß GENTOO unnützlich ist. aber für leute, die bisher nur SUSE installiert haben, ist es nichts, denke ich mal.

kuk-sol
07.04.2004, 16:06
gentoo ist ein wahre freund für mich
:))

hehejo
07.04.2004, 16:13
Hm, geb ich doch auch mal meinen Sempft (bin Franke!) dazu.
@SilverHawK:
Ich kann nicht nachvollziehen, warum du dich vor Debian fürchtest?! Ich hatte nur ein bisschen SuSE drauf (3 Tage) und dann war gleich Debian mein System! Warum ich es unbedingt wollte: Die Paketverwaltung hatte es mir angetan.
Aber ich kann dir auch mal zu Arch Linux 06 raten. Das rennt wie die Seuche! Ein schönes System. Ist grad mein Hauptsystem. Innerhalb von 15 Minuten war die BaseInstall durch.. Nur das Saugen der Pakete mit ISDN ist leider nicht so toll...
*oops* mit Gentoo hat das ja nun nichts zu tun. Entschuldigung..

SilverHawK
07.04.2004, 18:49
Hm, geb ich doch auch mal meinen Sempft (bin Franke!) dazu.
@SilverHawK:
Ich kann nicht nachvollziehen, warum du dich vor Debian fürchtest?! Ich hatte nur ein bisschen SuSE drauf (3 Tage) und dann war gleich Debian mein System! Warum ich es unbedingt wollte: Die Paketverwaltung hatte es mir angetan.
Aber ich kann dir auch mal zu Arch Linux 06 raten. Das rennt wie die Seuche! Ein schönes System. Ist grad mein Hauptsystem. Innerhalb von 15 Minuten war die BaseInstall durch.. Nur das Saugen der Pakete mit ISDN ist leider nicht so toll...
*oops* mit Gentoo hat das ja nun nichts zu tun. Entschuldigung..

ich weiss ja auch nich so richtig wieso ich mir das nit trau keine ahnung evtl hab ich da vorher nix zu mlesen drüber hehe.. Ich informier mich davor immer gern.. Hab die Distri ja da nur verstaubt die hier löl..

könntest mir evtl. mal nen Link für ArchLinux aufdrehn ? denn versuch ich des mal...

Danke

tig
07.04.2004, 21:23
Don't fear tux. He doesn't bite you. ;)

ähm.. warum solltet ihr angst haben?
Gründe dagegen:
erstens.. es gibt dieses forum :D . hier könnt ihr fragen stellen usw.
zweitens es gibt das internet :D
drittens es gibt ne menge kostenloser manuals.

einfach ausprobieren. viel kann ja dabei nicht schief gehen.

p.s.: debian is easy :D

SilverHawK
07.04.2004, 22:58
/dev/hda/
Timing buffer-cache reads: 568 MB in 2.01 seconds = 283.19 MB/sec
Timing buffered disk reads: 112 MB in 3.01 seconds = 37.20 MB/sec

/dev/hdb:
Timing buffer-cache reads: 584 MB in 2.01 seconds = 291.17 MB/sec
Timing buffered disk reads: 116 MB in 3.03 seconds = 38.34 MB/sec

/dev/hdc:
Timing buffer-cache reads: 608 MB in 2.01 seconds = 302.99 MB/sec
Timing buffered disk reads: 6 MB in 4.15 seconds = 1.45 MB/sec

liquidnight
31.08.2005, 18:50
Was bedeutet lange ?
Ich brauch für ne Gentoo Install knappe 2-3 Stunden ... mit Stage1 vielleicht 5 ...

lange: sind 3..4 tage bis alles kompiliert ist.

wahlweise auch 1..2 wochen auf nem p133 bis der alles durchgewurschtelt hat.

devilz
31.08.2005, 19:18
Der Thread is über ein Jahr alt - ich schließe den mal hier ....