Welche Distri als Test- und Lernumgebung?

Dieses Thema im Forum "Member Talk & Offtopic" wurde erstellt von Dizzy, 16.07.2007.

  1. Dizzy

    Dizzy Brain Damage

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    Hallo,

    da ich mir bald einen neuen Testrechner zulegen werde, und ich mitten in den Ferien oft von der Langeweile gequält werde, dachte ich mir, dass es eventuell klug wäre eine kleine Testumgebung einzurichten. Und was eignet sich da besser als Linux? - Richtig, eine dafür geeignete Linux Distribution. :D

    Da mir aber von Gentoo abgeraten wurde (alles selber kompilieren, und die Zeit ...) ... überlege ich auf ein anderes Distri zurück zu greifen.

    Nun bin ich mir aber nicht sicher, ob Arch auch source-based ist.

    Welche Distri eignet sich sonst noch gut als Testspielzeug?

    Davon erhoffe ich mir bessere Computer-Kenntnisse (bin übrigens auch in LPIC aktiv), und va bessere Linux Kenntnisse. - Damit ich es problemlos im Alltag nutzen kann (zB das fehlende Plug'n'Play absorbieren, irgendwann Winmodems selbst zu Linmodems verwandeln ^^).

    Gut, also, ich bin offen für jeden Vorschlag.

    Gruß und thx in advance
    Dizzy
     
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  3. #2 b3ll3roph0n, 16.07.2007
    b3ll3roph0n

    b3ll3roph0n Tripel-As

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    Arch ist eine Binär-Distribution (von AUR mal abgesehen).

    Jede!

    Such dir einfach eine Distribution aus, die dir liegt.
    Letztendlich sind alle Distributionen sowieso "nur" Linux. ;)

    Und lass dir bloß nicht einreden, nur mit Gentoo oder LFS könne man "lernen wie Linux richtig funktioniert (TM)".

    Lernen kannst du mit jeder Distribution - Lernwille und Eigeninitiative vorausgesetzt.


    PS: Bei Fragen nach der "richtigen" Distribution empfiehlt erfahrungsgemäß jeder seine Lieblingsdistribution ...
    ... am Ende hast du zehn Antworten und 13 verschiedene Distributionen zur Auswahl ...
    ... und bist so schlau wie vorher. 8)
     
  4. Dizzy

    Dizzy Brain Damage

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    Hi,

    danke für den/die Tipp/s.

    Das Phänomen ist mir bereits bekannt ^^

    Aber es gibt immer wieder User, die zB Knoppix --> Debian --> Ubuntu --> Gentoo --> Ubuntu als Werdegang haben. Und an denen sieht man, dass die Community im Vordergrund steht. Und die User haben meist auch sehr viel Erfahrung, und von denen ein Tipp zu einer Distribution, das ist mein Ziel ^^

    Derzeit habe ich Ubuntu am Start, und bis auf wenige Kleinigkeiten ist es, pardon an alle meine Helferlein, ein Kinderspiel. Als ich hörte, dass es kein Plug'n'Play gibt dachte ich mir erst, 'Oh my god', aber letztlich gab's bislang keine Probleme damit.

    Ein Bekannter hat einen uralten Rechner, und beim Probe-Umstieg auf Linux hatte er nach 1 Stunde alle seine ISA-Karten funktionstüchtig gemacht. - Ohne wirklich Ahnung davon zu haben.

    Und nun hätte ich gerne eine Distri, in der alles noch ein bisschen Retro-mäßig ist. - Aber weniger in Richtung 'umständlich, idiomatisch' gelöst sondern eher tendierend in 'umständlich, aber genial-nachvollziehbar' gelöst.

    Bin ich da mit Linux überhaupt noch auf der richtigen Spur, oder wär das eher was urigeres aus Berkeley *unics mein*?

    Habe in der Richtung leider keinerlei Erfahrungen ... bin da auf glatteisigem Terratorium.

    Gruß
    Dizzy
     
  5. #4 gropiuskalle, 16.07.2007
    gropiuskalle

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    Hm, ich bin mir nicht so recht sicher, ob es Dir um den Aufbau / die Konfiguration eines Linux geht oder um das Arbeiten mit dem fertigen System. Bezüglich letzterem kann ich b3ll3roph0n nur zustimmen: unter jeder Distrihaube werkelt der Linuxkernel, dass sollte man trotz aller Unterschiede niemals vergessen. Auch wenn Distris wie Ubuntu allerlei grafische tools besitzen, so ist es deswegen nicht zwingend, diese zu benutzen, und erst recht ist Linux als System in jedem Falle auf Wunsch absolut transparent. Auf dieser Ebene scheint es mir sinnvoll, sich einfach eine Arbeitsumgebung zu wählen, die einem zusagt und dann... naja, anzufangen :) .

    Bezüglich ersterem (dem Aufbau): LFS.
     
  6. Dizzy

    Dizzy Brain Damage

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    Hi,

    danke erstmals.

    Na ja, da ich mit der Testumgebung nicht arbeiten werde (zumindest voraussichtlich ^^), beides. Aber vorwiegend um das Confen und den Aufbau.

    Gruß
    Dizzy
     
  7. #6 b3ll3roph0n, 16.07.2007
    b3ll3roph0n

    b3ll3roph0n Tripel-As

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    Problem dabei ist: Jeder definiert "genial" etwas anders.
    - YaST ist IMHO ein geniales Werkzeug (etwas vergleichbares hat keine andere Distribution) - andere User können YaST überhaupt nichts abgewinnen und benutzen lieber Konsolen-Werkzeuge bzw. einen Editor (für Konfigurationsdateien).
    - Das sysconfig-System (SUSE, Fedora) ist IMHO eine geniale eine Möglichkeit zur Systemeinrichtung - andere User bevorzugen es die Konfigurationsdateien der jeweiligen Dienste direkt zu bearbeiten.
    - Der eine User bevorzugt das SysVinit System (SUSE, Fedora, Debian) - der andere eher ein BSD-Style Init-System (z.B. Arch).
    - usw.

    Derartige Erfahrungen lassen sich IMHO nur sehr schwer vermitteln, da sie sehr subjektiv sind und letztendlich kannst nur du entscheiden welche Distribution dir am besten liegt.

    Wenn du schon Ubuntu laufen hast kannst du entweder mal ein reines Debian ausprobieren (geringe Umgewöhnung bezüglich der Distributionsspezifischen Eigenheiten) oder du probierst mal eine rpm-basierte Distribution aus (SUSE, Fedora, Mandriva).

    Reine Basteldistributionen sind IMHO z.B. Debian SID, SUSE Factory (Entwicklungszweig von SUSE) und LFS.
    O.g. würde ich allerdings nicht auf einem Produktivsystem laufen lassen - sondern wirklich nur auf einem reinen Testsystem.

    Arch Linux ist momentan in Mode - weil einige User sagenhafte Geschwindigkeiten versprechen.
    Gefühlt ist das ganze tatsächlich etwas schneller als die eine oder andere Distribution - das liegt aber weniger an der i686-Optimierung sondern hauptsächlich daran, dass Arch relativ schlank gestaltet ist (KISS-Prinzip).

    Vorteile von SUSE und Fedora sind z.B. die LSB-Kompatibilität.
    D.h. diese Distributionen sind releativ Standardkonform (evtl. wichtig im Hinblick auf LPIC) - während Gentoo, Arch, etc. sich (z.T. bewusst) eher vom Standard entfernen.

    Dafür würde IMHO "der Klassiker" sprechen: Slackware - die erste/älteste Distribution mit den wenigsten Anpassungen/Änderungen seitens der Distributoren.

    Wenn du etwas völlig neues ausprobieren willst, könnte BSD noch eine Alternative sein.


    Letzendlich solltest du dich fragen, was genau du eigentlich lernen willst ...
    Konsolenkenntnisse kannst du z.B. mit jeder Distribution erlangen.

    Der anfängliche Konfigurationsaufwand ist IMHO bei Arch, Debian, Gentoo, etc. am größten - Distributionen wie SUSE, Fedora, Mandriva sind z.T. sehr umfangreich vorkonfiguriert (was nicht bedeuten soll, dass diese nicht auch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können).


    So ... viel Text und du bist immer nicht weiter ... :devil:

    Mein Tipp: Fang einfach mit irgendeiner einer Distribution an ...
    Die Vor- bzw. Nachteile einer Distribution kannst du nur durch ausprobieren herausfinden (da dir diesbezüglich jeder etwas anderes erzählen wird).
     
  8. Dizzy

    Dizzy Brain Damage

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    Hi,

    stimmt, 'Genialität' ist zu allgemein.

    Ich meinte damit, dass man über das Betriebssystem die Genialität des Rechners etwas erforschen kann. Und irgendwo nachvollziehen versuchen kann, wie das über die Lochkarten sich als Evolution zum heutigen System entwickelt hat. - Mehr oder weniger metaphorisch gemeint ^^

    Debian habe ich derzeit auch am Laufen, bekam aber gesagt, dass Ubuntu eine deutlich bessere Hardware-Erkennung hat, deswegen bin ich kurzer Hand ohne jegliche Umstellung auf Ubuntu gehupft.

    Werde wohl deinem Tipp folgen müssen, um an meine 'Traum-Distri' zu kommen.

    Gruß
    Dizzy
     
  9. Zico

    Zico Lebende Foren Legende

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    b3ll3roph0n,
    mit jedem deiner Beiträge in dem Thread hast du mir aus der Seele gesprochen. Find ich gut, dass hier das "runtermachen" von Distris nicht vorkommt.
     
  10. #9 gropiuskalle, 16.07.2007
    gropiuskalle

    gropiuskalle terra incognita

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    Ich stimme Zico absolut zu - wirklich ein toller Beitrag!
     
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  12. #10 schorsch312, 16.07.2007
    schorsch312

    schorsch312 Routinier

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    Das war der beste distri-Thread seit Langem. Danke!

    Eine offtopic Frage habe ich noch:
    Zitat:
    Watching stuff compile does not make you 1337.
    Understanding stuff compiling makes you 1337.

    Was heißt 1337 ?
    Gruß, Georg
     
  13. #11 YoDa_Gast, 16.07.2007
    Zuletzt bearbeitet: 16.07.2007
    YoDa_Gast

    YoDa_Gast Yo!_Da! Stehts DOCH!

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    1. 1336 + 1

    2. Du bist es sicher nicht, sonst würdest du es wissen (was aber in Anbetracht der ganzen debil gezockten CS-Kiddies, die 1337-speek verwenden, aber nicht fähig sind, in ihrer eigenen Muttersprache einen simplen Satz zu formulieren, auch nicht unbedingt schlimm ist.)

    3. Zum "1337" sein, gehört auch die Verwendung von Suchmaschinen.

    http://www.google.com/search?client=opera&rls=de&q=1337&sourceid=opera&ie=utf-8&oe=utf-8

    "STFW, .. du musst!"

    P. S.

    Guter Spruch, den sollte man mal gewissen G3nt00-1337-H4xx0rz um die Ohren hauen, die sich für unglaublich "1337" halten, aber nur 1:1 das Handbuch abtippen und nicht die Bohne verstehen, was sie da tun.

    Ich verlängere also mal ganz frech das Zitat noch um die Zeile hier:

     
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