Verzeichnis auf eine Partion legen

Dieses Thema im Forum "Laufwerke / Speichermedien" wurde erstellt von schwedenmann, 12.07.2004.

  1. #1 schwedenmann, 12.07.2004
    schwedenmann

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    hallo

    Anfrage
    Wie ist der Ablauf, wenn ich z.B. das /home auf eine eigene Partiton legen will.

    1. Formatieren außerhalb des system, z.B. mit systemrescuecd und qtparted, oder ähnlichem, oder ist es prinzipiell besser die neue Partition vom laufenden System aus zu formatieren ?

    2. Ablauf der Umstellung
    a. mouten der neuen Partion also z.B. mount /dev/hdb5

    und dann cp oder mv von /home nach /mnt/hdb5 ??

    3. Natürlich Anpassung der fstab und reboot

    Mfg
    Schwedenmann
     
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  3. hehejo

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    Also, einen reboot brauchste da nicht!
    Nur in den Einuserbetrieb sollteste gehen!

    Also, wenn du die Platte formatieren möchtest, auf der grad dein System läuft dann kannste das nicht aus dem laufenden System machen. Ansonsten schon (Dann brauchste auch keinen reboot)!
    Wenn die neue Partition "fertig" ist, mountest du die einfach nach /mnt/home_new.
    Dann kopierst du (man cp - da gibt es so viele interessante Optionen) mit cp -R /home/* /mnt/home_new
    Dann einfach umount /home; umount /mnt/home_new
    Fstab anpassen und das neue /home mounten und dann wieder ein init 5.
     
  4. #3 schwedenmann, 13.07.2004
    schwedenmann

    schwedenmann Foren Gott

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    Verzeichnis auf andere Partition legen

    Hallo

    Danke erstmal.

    von hehejo:
    Also, wenn du die Platte formatieren möchtest, auf der grad dein System läuft dann kannste das nicht aus dem laufenden System machen.

    Ne das meinte ich nicht, ist ja klar. Als Beispiel:
    Neue Partition (sogar auf einer anderen Festplatte, oder irgendeine frei Partition) mit LiveCd formatieren (z.B. mit jfs). Jetzt die Frage, läuft diese Partition mit jfs dann auch problemlos unter meinem normalen Linuxsystem (kann natürlich auch jfs), oder ist es besser die neue Partition von dem gebooteten normalen System zu formatieren?

    Mfg
    Schwedenmann
     
  5. hehejo

    hehejo blöder Purist

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    Ich wüsste keinen Grund warum die Partition nicht erkannt werden sollte, wenn du sie von einer LiveCD aus formatierst.
    Nur sehe ich da keinen Sinn drin, da du dann ja einmal richtig booten musst.
    (Was ist jfs nochmal?)
     
  6. #5 schwedenmann, 13.07.2004
    schwedenmann

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    Partition

    Hallo

    Ich baue im Moment aus 1PC 2PC. Deshalb partionier und formatier ich vor der Installation alle Platten mit qtparted der Systemrescuecd. Dann spiele ich erst das System auf. ich weiß nur noch nicht ob ich nach der Installtion das /home und /usr so wie oben beschriebn auf eine eigene Partition lege, oder ob ich dies nicht mit 2 Partitionen per vlm bzw. evms mache.

    JFS ist das von IBM unter die GPL gestellte jornaling file system.
    http://www-124.ibm.com/developerworks/oss/jfs/


    MfG
    Schwedenmann
     
  7. #6 bananenman, 13.07.2004
    bananenman

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    jfs hat auf dem papier viele vorteile - es ist aber unter linux noch lange nicht so stabil wiel reiserfs und schon erstrecht nicht so stabil wie ext3. unter aix sieht das anders aus, aber daten die mir etwas wert sind, würde ich unter linux nicht in eine jfs- oder xfs-partition packen (xfs ist das dateisystem von sgi-irix für die es ebenfalls eine linux-implementation gibt). die unixoiden dateisysteme sind unter ihren unix-darivaten unglaublich stabiel, sicher, schnell, groß, ... - aber die linux-anpassungen kämpfen mit vielen schwierigkeiten und können viele features der dateisysteme überhaupt nicht umsetzen/darstellen (bsp.: jfs und xfs unterstützen acl's - linux kann damit leider noch nicht viel anfangen, also liegt ein großteil dieses potenzial tot. beide dateisysteme sind journalisierend - die linux-versionen journalisieren jedoch immer nur die metadateien (wie reiserfs auch), während ext3 metadateien und dateiinhalte journalisiert). mein tip: für partitionen auf denen geschwindigkeit gefragt ist das linux-native reiserfs und für partitionen auf denen datensicherheit im vordergrund steht das linuxnative ext3.

    mfg

    bananenman
     
  8. hehejo

    hehejo blöder Purist

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    Was ist denn der große Unterschied zwischen ext3 und reiserfs?
     
  9. rhythm

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    /home
    hallo!

    afair:
    ext3 und reiserfs sind beides journaling-filesystems. ext2 und ext3 sind miteinander kompatibel, da ext3 eine weiterentwicklung von ext2 ist. dessen größtes merkmal ist eben die "journalisierende" eigenschaft.

    reiserfs ist ein völlig neues dateisystem. es ist nicht kompatibel mit ext2/3. dafür beitet es bessere performance und plattenspeicherverwaltung bei vielen kleinen dateien.

    ciao, rhythm
     
  10. hehejo

    hehejo blöder Purist

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    Also das was man wohl normalerweise auf einem Desktoprechner vermutet...
     
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  12. #10 bananenman, 13.07.2004
    Zuletzt bearbeitet: 13.07.2004
    bananenman

    bananenman Routinier

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    nein - eher auf mailservern oder bestimmten datenbanken. bei sehr vielen kleinen dateien pro verzeichnis (> 2000) ist reiserfs unglaublich performant - bis zu 10 mal schneller als ext2 und bis zu 15 mal schneller als ext3 (ext3 ist langsamer als ext2, weil es metadaten (dateiname, erstelldatum, besitzer, ...) und nutzdaten journalisiert). reiserfs ist aufgebaut wie eine datenbank und verhält sich auch so - klassische dateisysteme (fat, vfat, ext2/3) sind linear aufgebaut und versuchen dateien in zusammenhängen blöcken abzuspeichern. reiserfs speichert die daten in sogenannten "ausbalacierten erweiterten binärbäumen" - die einzelnen blöcke sind wie blätter an einem baum. dadurch ist die indizierung sehr viel einfacher und der zugriff erfordert oft nur wenige ebenen, während das inode-system der klassischen filesystems bei großen dateien oft nahezu unendlich viele zugriffsebenen erfordert. ist eine datei kleiner als 4 kb ist überhaupt nur ein zugriff erforderlich, ist eine datei noch kleiner, können mehrere kleine dateien in einem block (die richtige bezeichnung ist bei dateisystemen die mit binärbäumen arbeiten leaf - wie das blatt) zusammengefasst werden (bei klassischen dateisystemen kann pro block immer nur eine datei aufgenommen werden). dadurch und durche eine zusätzliche fest eingebaute komprimierung können außerdem teilweise 15% mehr daten als bei anderen dateisystemen gespeichert werden (im regulären betrieb bei unterschiedlich großen dateien - wenn wirklich nur kleinstdateien gespeichert werden ist der gewinn entsprechend größer).

    reiserfs ist schon richtig gut und es lohnt sich, sich mal mit dateisystemen zu beschäftigen. im netz gibt es reichlich artikel die sich mit dateisystemen auseinandersetzen - empfehlen kann ich die filesystem-reihe von d. robbins, dem ex-ceo von gentoo, die über ibm-developersworld frei verfügbar ist. ansonsten ist ein blick auf die projekt-pages gut

    reiserfs
    ext3
    jfs
    xfs

    mfg

    bananenman
     
  13. rhythm

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    @bananenman: respekt! :dafuer:

    hier ist noch ein link: Filesystem Howto

    ciao, rhythm
     
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