suche das richtige Unix/Linux Betriebsystem für mich

Dieses Thema im Forum "Installation & Basiskonfiguration" wurde erstellt von taotao2, 01.08.2012.

  1. #1 taotao2, 01.08.2012
    taotao2

    taotao2 Grünschnabel

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    Hallo,
    ich suche das richtige Unix/Linux Betriebsystem für mich. Ich hatte mal etwas Linux gemacht, aber bei den Dschungel an Distributoren, fällt es schwer das richtige für sich auszuwählen.
    Ich möchte gerne so viel wie möglich über das Betriebsystem an sich lernen, wie alles funktioniert, Kommandozeile, Config-Dateien usw.
    Deswegen kann ich auf die grafischen Benutzeroberflächen verzichten.
    Je mehr Standart desto besser, also wenn ein Linux Buch sagt, da liegt diese Config-Datei, dann sollte die auch da sein und nicht weil der Distributor sich gedacht hat, die nenne ich um, pack die woanders hin oder schmeiß die weg. Unix interessiert mich sehr.
    Vielen Dank schon mal
     
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  3. #2 bitmuncher, 01.08.2012
    bitmuncher

    bitmuncher Der Stillgelegte

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    Wenn du möglichst viel über Linux lernen willst, dann nimm den harten Weg und erstelle dir ein System per Hand aus den Quelltexten. Das geht dank sehr guter Anleitung relativ gut mit LFS - http://www.linuxfromscratch.org/lfs/ Einfach der Anleitung von http://www.linuxfromscratch.org/lfs/view/stable/ folgen und die Pakete von ftp://ftp.aliensoft.org/pub/lfs/lfs-packages/7.1/ verwenden. Wenn du damit ein Grundsystem installiert hast und die Anleitung dabei gelesen hast, hast du ein System, bei dem du ziemlich jede Datei kennst und weisst wofür sie gut ist. Wenn du das System dann noch ein wenig ausbauen willst (grafische Oberfläche und den ganzen Kram), dann kannst du mit BLFS weiter machen: http://www.linuxfromscratch.org/blfs/view/svn/

    Allerdings: Bedenke dass es einen recht hohen Aufwand macht ein solches System zu warten und auf dem aktuellsten Stand zu halten. Betrachte eine LFS-Installation daher wirklich nur als "Lernprogramm", mit dem du lernen kannst wie Linux grundlegend funktioniert und wie die einzelnen Bestandteile zusammen arbeiten sowie wie man sie konfigurieren und tunen kann. Als Produktivsystem für einen Desktop-Rechner ist es aufgrund des hohen Wartungsaufwandes nur bedingt geeignet, wenn man nicht gerade Kernel-Entwickler ist.
     
  4. #3 taotao2, 02.08.2012
    taotao2

    taotao2 Grünschnabel

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    Danke für die Antwort. Würde ich dadurch auch viel über Unix lernen?
    Wie sieht es mit FreeBSD aus, wäre der Lernerfolg auch so hoch oder schnell wie LFS?
     
  5. #4 bitmuncher, 02.08.2012
    bitmuncher

    bitmuncher Der Stillgelegte

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    Die Frage ist nicht was du verwendest sondern wie du es verwendest. Wenn du FreeBSD komplett aus dem Source aufbaust und dich ausführlich über die Programme informierst, die du kompilierst, wirst du damit genauso schnelle Lernerfolge habe. Allerdings unterscheiden sich BSD und Linux in der Verwendung nur geringfügig. Schliesslich hat Linux ja ziemlich viel von Unix abgekupfert.
     
  6. #5 Remidemi, 03.08.2012
    Remidemi

    Remidemi Routinier

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    Wie schön doch das Unixboard ist....in anderen Foren wäre jetzt schon ein Flameware ausgebruchen und der Thread hätte 20 Seiten....:D :D :D

    Der Satz des Jahres!! Amen.

    Die "kleinen" Unterschiede zwischen Linux und *BSD können aber auch ganz schön nervig sein wenn sich die komfortablen Linux-Tools mal eingebrannt haben.
    Als Anfäger würd ich dir aber trotzdem empfehlen eine "fertige" Distribution zu wählen. Dort kannst du das System genauso durchforsten und lernen. Alles von der Pike auf selbst zu bauen hat zwar den größten Lernerfolg kann aber auch unter Umständen total frusten und du verlierst die Lust an Linux.
     
  7. @->-

    @->- Guest

    Also Grundsätzlich spielt es keine große Rolle welche Distribution du nimmst. Du kannst mit allen alles machen und auch lernen, jede Distribution geht aber eigene Wege und es gibt zwischen den Distributionen immer gewisse Unterschiede. Es gibt Distributionen wie Ubuntu/OpenSuse die benutzerfreundlich sein wollen und für vieles grafische Tools anbieten und es gibt Distributionen die es möglichst einfach halten wollen und auf automatische/grafische Konfigurationswerzeuge verzichten wie zum Beispiel Archlinux.

    Software kannst du bei allen Distributionen über einen Paketmanager nachinstallieren oder auch selbst bauen. Ausnahme ist hier Slackware dort gibt es keinen Paketmanager wie in anderen Distributionen. Bei Slackware musst du dich selbst um Abhängigkeiten kümmern und solltest etwas Hintergrundwissen haben. Dafür bist du dort extrem flexibel.

    Also da wird es etwas komplexer. Bücher beziehen sich meist auf bestimmte Distributionen. Bei Debian sind zum Beispiel die Konfigurationsdateien an einer anderen Stelle als bei OpenSuse. Zum einen liegt das wieder daran das Distributionen unterschiedliche Wege gehen zum anderen gibt es oft Versionsunterschiede bei den Programmen wo sich die Konfiguration oft mal ändert. Aber wenn du das Basiswissen hast solltest du solche Probleme schnell selbst lösen können.

    Wenn du in FreeBSD mal reinschauen möchtest kann ich dir zu PC-BSD raten. Das gibt es als Livesystem und kommt fertig eingerichtet auf die Festplatte mit grafischer Umgebung. Da kannst du alles in Ruhe und ohne Frust antesten. Wenn es doch ein echtes Unix sein soll kannstr du dir Solaris anschauen. Das gibt es zum testen kostenfrei, alternativ OpenIndiana.

    Wenn du Zeit und Lust hast lade dir verschiedene Systeme mal runter und teste diese Live nur so wirst du das System und die Distribution finden die dir gefällt.

    Grüße
     
  8. #7 skull-y, 06.08.2012
    skull-y

    skull-y Guest

    An den Threadersteller: Halte dich für den Anfang an den Beitrag von @->- . Schnell in die Tiefe von Linux/BSD einzusteigen kann schnell auch mit Frust enden.
     
  9. #8 bitmuncher, 06.08.2012
    bitmuncher

    bitmuncher Der Stillgelegte

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    Eine Distro zu nutzen, bei der man nicht weiss was im Hintergrund passiert, kann auch schnell mit Frust enden. ;)
     
  10. #9 marcellus, 06.08.2012
    marcellus

    marcellus Kaiser

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    Windows zu verwenden kann auch schnell mit Frust enden. ;)
     
  11. B-52

    B-52 Routinier

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    Ich möchte hier ja nicht den Klugscheisser spielen. Wenn Du aber neu bei Linux bist (und immer noch mitliest) würde ich davon abraten, als Newbie gleich ohne GUI in Linux einzusteigen. Das trockene eingeben von Commands könnte schnell einmal in Frust enden. Dann gibt es doch nicht schöneres als eine Runde Super Tux Kart zu spielen... mit GUI. Oder du hüpfst mit Super Tux durch die Levels und machst aus Frust alle Bösewichte platt. Dann geht es einem schon viel besser!

    Gruss B-52
     
  12. #11 AquaNero, 21.04.2013
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    Hallo,
    auch wenn dieser Thread schon ein paar Monate auf dem Buckel hat wollte ich mal mein Glück versuchen.

    Es geht um folgendes. In meinem Studium aus der Informatik Ecke wird uns absolut nichts zu UNIX beigebracht. In Stellenausschreibungen, die auf diesen Studiengang eigentlich passen würden, werden immer wieder Kenntnisse zu UNIX verlangt.
    Genau wie der Thread Ersteller suche ich jetzt zum Lernen ein passendes OS, das einem klassischen UNIX am nächsten kommt und auf einem normalen PC bzw. einer VM läuft und kostenfrei ist.

    Fortgeschrittene Grundkennrisse habe ich aus diesem Bereich mit Ubuntu und Hackintosh gesammelt. Ich bin durchaus in der Lage ohne GUI auszukommen und verstehe vermutlich die meisten grundlegenden Befehle, auch wenn viele davon nicht auswendig kann.

    Habt ihr da einen passenden Tipp für mich?

    Viele Grüße
    AquaNero
     
  13. #12 bitmuncher, 21.04.2013
    bitmuncher

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    Heutzutage kommt nur noch Solaris einem klassischen Unix am nächsten und es ist meines Wissens nach das am häufigsten in der Wirtschaft eingesetzte.
     
  14. #13 AquaNero, 21.04.2013
    AquaNero

    AquaNero Grünschnabel

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    Super Danke. Genau so eine konkrete Antwort habe ich mir erhofft. :)
    Eine kurze Frage habe ich aber noch. Kann ich, sofern es keine wesentlichen Nachteile gibt problemlos dieses Image verwenden? "Oracle Solaris 11.1 VM for Oracle VM VirtualBox"
     
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  16. #14 bitmuncher, 21.04.2013
    bitmuncher

    bitmuncher Der Stillgelegte

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    Solaris lässt sich sehr problemlos in VirtualBox installieren. Schon wegen des Lerneffekts würde ich dir daher empfehlen einfach mal eine Standard-Installation selbst zu machen. Das Iso für die Installation bekommst du unter http://www.oracle.com/technetwork/server-storage/solaris11/downloads/index.html Das kannst du in VirtualBox einfach als CD einhängen und nach der Installation wieder aushängen. Bei anderen Isos weiss man immer nicht so genau was noch modifiziert wurde und ggf. von einer Standard-Installation abweicht.
     
  17. #15 AquaNero, 21.04.2013
    AquaNero

    AquaNero Grünschnabel

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    Okay, dann werde ich das so machen.
    Danke nochmal für deine Hilfe.
     
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