Sturm im Hause Debian/GNU/Hurd

Dieses Thema im Forum "Debian/Ubuntu/Knoppix" wurde erstellt von devilz, 21.05.2002.

  1. devilz

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    Sturm im Hause Debian/GNU/Hurd (www.prolinx.de)
    Gesendet von demon am Di, 21. Mai 2002 um 19:20
    Ein Streit zwischen dem Debian- und GNU/Hurd-Team eskaliert - Debian blockiert die Entwicklung des Betriebsystems, so die GNU/Hurd-Entwickler.

    Auf den Listen von debian-devel und debian-hurd herrscht eine Diskussion, und für manche gar ein Krieg, über das Verhalten der Debian-Entwickler gegenüber dem freien Betriebsystem GNU/Hurd. Stein des Anstoßes war eine neue glibc-Version für Debian GNU/Hurd, die seit über drei Wochen auf eine Integration in die Debian-Entwicklung wartet. Jeroen Dekkers wollte diesen Zustand nicht kommentarlos hinnehmen und beschuldigte Debian, eine Ansammlung von Intriganten zu sein. Nach Meinung des Entwicklers behindere Debian gar die Entwicklung von GNU/Hurd und behandle das Betriebsystem als System der zweiten Klasse.

    Dekkers steht mit seiner Aussage nicht alleine da. Auch andere Entwickler bemängeln die Zusammenarbeit zwischen Debian und GNU/Hurd und fühlen sich ausgegrenzt. So bemängelte Wolfgang Jährling, dass Debian-Entwickler es vorziehen, Hurd zu ignorieren, anstatt es zu verstehen. »Ich habe jede mögliche Hoffnung aufgegeben, dass Debian sich überhaupt in der notwendigen Weise ändert.«, so Jährling.

    GNU/Hurd existiere keinesfalls alleine im Universum und man verstehe die Probleme, die Debian durch eine Veröffentlichung von Woody hat, die Zusammenarbeit beider Teams sei aber, so ein gleichlautender Tenor, unzufriedenstellend. Sowohl die Umsetzung als auch der Umgang beider Gruppen seien nach Meinung Vieler verbesserungswürdig. Die komplette Diskussion finden alle Interessenten unter dem »Where do NEW packages go?«-Thread.

    GNU/Hurd ist eine Sammlung von Server-Prozessen, die Dinge wie Dateisysteme und Netzwerkprotokolle bereitstellen und damit einen Ersatz für den Unix-Kernel bilden. Die Hurd-Server laufen auf dem Mach Mikrokernel. In Kombination mit den anderen GNU-Programmen und weiterer Software wie XFree86 formt Hurd das das »Hurd-basierte GNU-System«. Debian stellt im Moment die einzige Distribution dar, die dieses System unterstützt.

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