Sich von der Paketverwaltung lösen - sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Linux OS" wurde erstellt von Gast1, 25.01.2010.

  1. Gast1

    Gast1 Guest

    Hi
    Ich habe einen recht alten PC (P3 - 500MHz, 128MB) und möchte dort gerne Linux drauf haben - Fedora und opensuse gehen leider nicht :( und Debian möchte ich nicht.
    Jetzt habe ich erstmal foresight Linux installiert, aber das läuft mir noch nicht schnell genug (wobei ich derzeit noch gnome-lite verwende, worauf ich auch verzichten kann)

    Ich hatte früher mal KateOS gehabt was mir auch recht gut gefiel - allerdings hat es sich nach einem update selbst zerstört :( (was genau passierte weiß ich nicht mehr, nur dass es nach einem Update nicht mehr zu gebrauchen war). Zudem ist die Softwareauswahl auch nicht soo riesig.

    Um auf den Punkt zu kommen: Ich möchte nachdem ich die Distribution (egal ob KateOS oder was anderes) mich von der Paketverwaltung lösen und die nötigen Programme selber Kompilieren/updaten.
    Ich installiere also nur ein minimales system, und um den Rest kümmere ich mich selber.

    In wie weit ist dies überhaupt möglich bzw Empfehlenswert?
    Ich benutze das System hauptsächlich zum Programmieren. Es handelt sich dabei um ein dritt-system.

    ps.: LFS halte für übertrieben - so viel zeit möchte ich eigentlich nicht darin Investieren, deshalb möchte ich für die Basisinstallation auf eine Distribution zurückgreifen.
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diese Kategorie an. Dort findest du bestimmt etwas.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 marcellus, 25.01.2010
    marcellus

    marcellus Kaiser

    Dabei seit:
    09.05.2007
    Beiträge:
    1.392
    Zustimmungen:
    0
    Wenn du dich um die Paketverwaltung selber kümmern willst bleibt dir wohl nicht viel anderes übrig, als viel selber zu kompilieren.

    Wenn du wirklich aktuell bleiben willst musst du sehr sehr viel Zeit reinstecken und bevor ich eine x beliebige distribution in ein LFS verwandel würde ich gleich LFS verwenden. Wobei wir wohl bei der Sinnhaftigkeit angelangt wären.

    Du würdest über kurz oder lang sowieso keine updates mehr einspielen, auch wenns vielleicht ganz interessant ist die updates eine zeit lang per hand einzupflegen würd ich das für ein produktivsystem nicht empfehlen. Über kurz oder lang hättest du dann sicher keine updates mehr und das ist nicht gerade klug.

    Nebenbei, wenn du auf dem ding programmieren willst würde ich wirklich nicht gnome verwenden bei 128Mb ram. Gcc ist erfahrungsgemäß viel zu hungrig für so eine hardware, um halbgwegs flott damit zu arbeiten.

    Welche distribution du verwendest ist nebenbei auch fast egal, es kommt nur drauf an welche software du im Endeffekt benutzt, ich bin mir sicher sowohl fedora, foresight als auch kate os haben etwas in der art von openbox.

    Nach möglichkeit schau, dass du noch irgendwo auf einem flohmarkt oder dgl etwas mehr ram bekommst, 128Mb sind wirklich nicht mehr schön.
     
  4. #3 Gast1, 25.01.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.01.2010
    Gast1

    Gast1 Guest

    hm...
    Ja, das mit der Motivation regelmäßig zu updaten ist das Größte Problem.
    Wahrscheinlich ist es tatsächlich das beste irgendwo RAM aufzutreiben. (Werd' ich mir was von meinem viert-rechner borgen - der ist mit 256MB deutlich überdimensioniert)
    Und mit 256MB RAM wird hoffentlich auch Fedora laufen (bekam vor der Installation die Meldung das ich zu wenig Arbeitsspeicher habe)
    Als WM werde ich dann Fluxbox nehmen.

    Werde aber erstmal noch ein paar tage mit Foresight rumspielen (und Fluxbox drauf installieren)

    --[edit]--
    Weitere Meinungen sind natürlich dennoch willkommen
     
  5. #4 saeckereier, 25.01.2010
    saeckereier

    saeckereier Graue Eminenz

    Dabei seit:
    08.05.2005
    Beiträge:
    1.920
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Im schönen Norden
    Unter Slackware habe ich immer so gearbeitet... Das Grundsystem kannst du ja trotzdem aus den Paketen installieren. Slackware hat keine Paketverwaltung an sich, also wirst du da kaum Probleme haben.
     
  6. doc

    doc Kaffeetrinker

    Dabei seit:
    26.08.2006
    Beiträge:
    586
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    bremen
    ich würde mir mal Arch angucken. der core install ist schön klein und schnell.

    Bin mir gerade aktuell nicht sicher mit 128mb ram, aber es gibt sicher mittel und wege es mit 128mb ram zu installieren (lowmem bootoption ? gabs früher mal )

    laufen tuts ganz sicher mit 128mb ram. und selber compilieren kannste dort dann immer noch (gentoo-ähnlich)
     
  7. #6 slackfan, 25.01.2010
    slackfan

    slackfan König

    Dabei seit:
    18.04.2006
    Beiträge:
    809
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bonn
    Saeckereier, du weißt es besser, schreib nicht so einen Käse. Es ist so, dass die hauseigenen Installationswerkzeuge keine Abhängigkeiten kennen.
     
  8. #7 Gast1, 25.01.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.01.2010
    Gast1

    Gast1 Guest

    Ich lade mir gerade Slackware runter - Arch hatte ich schonmal auf einem anderen PC, Slackware ist was neues :D
    Und der Arbeitsspeicher wurde auch auf 256MiB aufgestockt :)

    Ich hatte mal 'ne gentoo liveCD - Die ließ sich schon nicht auf meinem besten Rechner (AMD Sempron mit 512MiB) starten - Ich habe über 5min auf KDE 4 gewartet, nachdem es immer noch nicht gestartet war und kein Fortschritt zu sehen war habe ich abgebrochen und die CD in die ecke geworfen :) - Andere Distributionen hatte nie Probleme KDE 4 von LiveCD auf einem 512MiB-Rechner zu starten. Aber vielleicht lag das Problem auch woanders. Jedenfalls ist meine erste gentoo-Erfahrung recht enttäuschend gewesen.

    ---
    Bei Slackware mache ich mir um das Paketmanagement keine sorge da es eine recht alte etablierte Distribution ist gehe ich nicht davon aus das gleich alles Kaputt geht. Aber was die Abhängigkeiten angeht stelle ich mir die Geschichte etwas abenteuerlich vor - ist den zumindest eine irgendwo eine Empfehlung zu finden, oder installiert man auf gut glück, und ermittelt anhand der fehler des installierten programmes was fehlen könnte?
     
  9. #8 slackfan, 25.01.2010
    slackfan

    slackfan König

    Dabei seit:
    18.04.2006
    Beiträge:
    809
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bonn
    Ein absolutes Minimal-System sieht so aus: http://slackwiki.org/Minimal_System
    Du kannst aber auch einfach alles installieren. Das System wird dadurch nicht langsamer.
    Wenn du es knapp haben willst, empfehle ich mal frech eine Komplettinstallation ohne /e, /f, /kde, /kdei, /t, /tcl und Teile von /xap.
     
  10. Gast1

    Gast1 Guest

    Ich werde eine standard-installation durchführen - bisher ist mir das System sehr sympathisch und ich bin erst bei der Installation :) - super setup-Assistent.
     
  11. #10 saeckereier, 25.01.2010
    saeckereier

    saeckereier Graue Eminenz

    Dabei seit:
    08.05.2005
    Beiträge:
    1.920
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Im schönen Norden
    @slackfan: Ich habe geschrieben: Keine Paketverwaltung. Das ist was anderes als keine Pakete. .tgz Pakete, die man auch so einfach extrahieren könnte (was anderes tut das System ja auch nicht) sind keine Verwaltung. Korrigiere mich bitte, falls das inzwischen anders ist. Meiner(!) Meinung nach fehlen Slack die Features, die eine Paket*verwaltung* ausmachen.
     
  12. #11 kartoffel200, 25.01.2010
    kartoffel200

    kartoffel200 AMD Fanboy Since 2003

    Dabei seit:
    12.03.2007
    Beiträge:
    938
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    L wie localhost
    PC (P3 - 500MHz, 128MB) warum soll Debian auf so einem System nicht gehen ?

    Ohne Paketmanager ist alles mühsam. Ich hab einmal mit Debian Etch versucht Wine auf einem P3 zu kompilieren. Der hatte auch 500MHZ wie deiner, das ganze dauerte mehr als 4 Stunden. Später hatte ich einen Athlon 800MHZ der war schon bedeutend schneller so eine Stunde und aktuelle Rechner machen da noch mehr Spaß.
    Also du wirst beim kompilieren nicht glücklich, da die Software doch recht groß geworden ist.
     
  13. #12 gropiuskalle, 25.01.2010
    gropiuskalle

    gropiuskalle terra incognita

    Dabei seit:
    01.07.2006
    Beiträge:
    4.857
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Berlin
    Ergänzend: Slackware kann (neben removepkg, installpkg etc.) mit Paketverwaltungen arbeiten, die auch eine Abhängigkeitsauflösung vollziehen (slapt-get & swaret). Diese sind jedoch nicht Bestandteil der default-Installation.
     
  14. #13 saeckereier, 25.01.2010
    saeckereier

    saeckereier Graue Eminenz

    Dabei seit:
    08.05.2005
    Beiträge:
    1.920
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Im schönen Norden
    Ach so, auch wenn du Debian nicht willst, Kartoffel200 hat natürlich Recht, es gibt - auch bei der Hardware - eigentlich keinen Grund den mühsamen Weg des händischen Verwaltens zu gehen..
     
  15. Anzeige

    Vielleicht findest du HIER Antworten.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14 slackfan, 25.01.2010
    Zuletzt bearbeitet: 25.01.2010
    slackfan

    slackfan König

    Dabei seit:
    18.04.2006
    Beiträge:
    809
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bonn
    Abgesehen davon, dass Slackware keine .tgz Pakete mehr benutzt (ja es gibt eine Ausnahme um Updates zu ermöglichen), ist es nicht richtig, dass die Pakete einfach extrahiert werden. Es gibt die Möglichkeit Beschreibungstexte anzulegen, Installations- und Deinstallationsskripte anzulegen, die auch verarbeitet werden. Man kann Abhängigkeiten definieren und diese werden auch berücksichtigt, nur wird von dieser Möglichkeit von den Programmen installpkg und upgradepkg kein gebrauch gemacht. Das in /ap befindliche slackpkg gebraucht all dies und es bietet auch eine Updateautomatik, auf die du wahrscheinlich anspielst. Ferner werden auch redundate Dateien erkannt und entsprechend behandelt.

    Gemäß Wikipedia
    Das ist in meinen Augen gegeben. Nur weil einem die Paketverwaltung von Slackware die Wahl lässt, deren Funktionen nicht zu nutzen, bedeutet das nicht, dass diese nicht vorhanden wären.
     
  17. Gast1

    Gast1 Guest

    Ich habe in der Vergangenheit öfters mit Debian 5 gearbeitet - zuletzt einige Monate auch als Desktopsystem gehabt - ich war froh dass ich es durch opensuse 11.2 ersetzen konnte - mit debian hatte ich Probleme die ich zuletzt unter windows hatte - die Paketverwaltung war richtig mies - Abhängigkeiten wurden nicht aufgelöst, und Konfigurationen zerstört.
    Zudem war die Performance auch nicht wirklich besser als bei opensuse.
    Aus diesen Gründen ist mir debian extrem unsympathisch und ich möchte es in Zukunft (zumindest in näherer) nicht mehr auf meinen Rechnern haben.

    Bis jetzt konnte ich slackware noch nicht wirklich testen, da die Installation ordentlich schief lief - leider sind diverse Pakete auf CD2 (set T und X) defekt :( - Zudem ist die fstab falsch - beim booten gibts probleme weil das system irgendwas mit ext2 vor hat, ich aber ext4 verwende (zumindest wird in den Fehlern/Warnungen immer von ext2 geredet).
    Aber morgen ist ja auch noch ein Tag - und dann wird ertsmal auf X verzichtet :)

    Danke für eure Post
     
Thema:

Sich von der Paketverwaltung lösen - sinnvoll?

Die Seite wird geladen...

Sich von der Paketverwaltung lösen - sinnvoll? - Ähnliche Themen

  1. Wo befindet sich der Autostartordner?

    Wo befindet sich der Autostartordner?: Hallo ich habe CentOS 7.2.15.11 und Desktopumgebung mate , wo befindet sich der Autostartordner?
  2. Bootloader sichern und wiederherstellen mit dd

    Bootloader sichern und wiederherstellen mit dd: Hi, im Netz gibt es einige Guides in denen beschrieben ist wie man mit dd den Bootloader, den gesamten MBR oder den MBR inkl. des versteckten...
  3. [Erledigt] Shell-Skript lässt sich nicht mit Cron ausführen

    [Erledigt] Shell-Skript lässt sich nicht mit Cron ausführen: Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich entwerfe im Moment ein Skript, welches den Callmonitor (Telnet) auf meiner FritzBox abfragt und wenn...
  4. Sicherheitsfragen zu PHP-Anwendungen auf der Webseite

    Sicherheitsfragen zu PHP-Anwendungen auf der Webseite: Hallo miteinander, habe eine kleine Webseite (4 Jahre statisch, keine Sicherheitsprobleme bisher) und ich frage mich, wie sicher die Verwendung...
  5. Jolla sichert sich 12 Millionen US-Dollar Finanzierung

    Jolla sichert sich 12 Millionen US-Dollar Finanzierung: Jolla, das finnische Unternehmen rund um Jolla Phone und Sailfish OS, konnte sich seit Dezember 12 Millionen US-Dollar an Finanzierung sichern, um...