Patitionierung für Software-RAID

Dieses Thema im Forum "Debian/Ubuntu/Knoppix" wurde erstellt von geisi, 09.01.2009.

  1. geisi

    geisi Mitglied

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    Hi!

    Ich habe eine VM unter VMware erstellt um das Erstellen und Verwalten von Software-RAIDs mit mdadm auszuprobieren, bevor ich es auf meinem Datei-Server realisiere!

    Ich habe dazu 3 Festplatten erstellt:
    /dev/hda 5 GB --> ca. 4 GB für Debian und Swap, 1 GB für das RAID
    /dev/hdb 1 GB --> für das RAID
    /dev/hdc 1 GB --> für das RAID

    Jetzt habe ich in einem Wiki gelesen, dass die zum RAID-Verbund gehörenden Partitionen gleich groß sein sollten bzw. die gleiche Zylinderanzahl haben müssten.

    Warum hat die 5 GB Festplatte nur 652, die 1 GB Festplatten aber 2080 Zylinder.
    [​IMG]

    Wie kann ich auf der /dev/hda-Platte eine Partition mit 1 GB und 2080 Zylinder erstellen?
    Gibts eine andere Art, die 1GB Partitionen auf eine einheitliche Zylinderanzahl zu bringen?
     
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  3. #2 schwedenmann, 09.01.2009
    schwedenmann

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    Raid

    Hallo


    Probier doch einfach mal nur 1GB (laß die Sektoranzahl mal außer acht).

    Dann setzt dein Raid per mdadm auf und teste mal.


    mfg
    schwedenmann
     
  4. #3 saeckereier, 09.01.2009
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2009
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    Es geht um *Blöcke* und nicht Zylinder.

    EDIT: Es entscheidet immer die kleinste Partition. Im übrigen ist das eine gute Idee, das ganze erst in einer VM zu testen. Wenn du schon dabei bist, ein paar weitere Tipps: Das Raid würde ich dann mit LVM weiter aufteilen, so bleibt man flexibel. (In der letzten oder aktuellen c't ist ein guter Artikel zum Thema). Außerdem teste ausgiebig, was passiert wenn du die Platten vertauschst, mit einer Platte zu wenig startest und so weiter. Das simuliert zwar noch lange nicht alle Extremfälle, ist aber ein guter Ansatz. (Auch das mdadm --monitor Feature solltest du dabei benutzen) Alles das sind Sachen, die man vor dem Ernstfall beherrschen muss, sonst ist ein Plattenausfall das Grab für das ganze Raid.
     
  5. #4 schwedenmann, 09.01.2009
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    Nochmal Partitionierung

    Hallo

    Du planst ein raid5 ?

    Wenn ja, würde ich auf jeder der 3 Raidplatten, jeweils 50MB als /boot reservieren, /boot dorthin kopieren und die Bootpartitionen zu einem Raid1 zusammenfassen.


    Du bekommst sonst afiak Schwierigkeiten bei Ausfall eienr Platte das Raid5 zu booten.

    Außerdem solltest du das ganze auch mit grub und mal mit lilo testen als Bootloader.

    mfg
    schwedenmann
     
  6. #5 geisi, 09.01.2009
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2009
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    Was bringt mir das /boot auf einem eigenen RAID, wenn mir /bin, /etc, ... fehlen? kann ich mit /boot allein booten, oder was?
    Außerdem hab ich die Debian Installation sowieso außerhalb des RAIDs (/dev/hda1)
     
  7. #6 schwedenmann, 09.01.2009
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2009
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    Raid5

    Hallo


    Was machts du denn, wenn im Raid5 eine Platte Platte ausfällt ?
    Wie soll dann grub dann booten, grub und lilo können so ohne tricks (/boot auf eine separate Part.) den raid5 Verbund nicht booten.

    Das Raid1 ist nur eine Krücke, damit alle /boot auf allen 3 raiddevices konsisttent sind, und im falle, daß eine Platte ausfällt trotzdem die restlichen Platten gebootet werden könenn, egal welche der 3 Platte ausfällt.

    Du kannst ja mal ohne separate /boot ein Raid5 aufsetzen und versuchen zu booten und dann falls du es geschafft hast, mal Hda rausnehmen aus dem Verbund, mal sehen ob du dann noch booten kannst.

    Der Artikle in der c't auf den du hingewiesen wurdest steht in c't 2/2009, S.168ff, sehr zu empfehlen.

    mfg
    schwedenmann

    Edit
    hier auch ein schöner Artikel mit einem Abschnitt zu SW-raid
    http://www.pro-linux.de/work/virtual-ha/virtual-ha2.html
     
  8. #7 saeckereier, 09.01.2009
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    @geisi: Es war sicher nicht so gemeint, aber deine Antwort liest sich sehr unfreundlich... Ich würde empfehlen in Zukunft vor dem Absenden noch einmal drüberzulesen und zu überlegen, wie andere das wohl lesen.. Abgesehen davon, ist der Hinweis von Schwedenmann Gold wert. Die boor Partition ist optional, ermöglicht es dir aber, das Root Laufwerk auf eine Raid-5 Partition zu legen. Auf jeden Fall solltest die Root-Partition genauso viele Festplattenverluste verkraften können wie der Rest des Systems.
     
  9. geisi

    geisi Mitglied

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    ok, ist mir klar! Aber eine Frage dazu hab ich noch?
    Annahme: die Platte mit der System-Partition fählt aus, aber ich hab /boot im RAID-1-Verbund:
    Wie kann GRUB dann aus dem RAID-1-Verbund geladen werden? brauch ich dazu nicht wieder mdadm?
     
  10. icetea

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    Grub bootet direkt von deiner mit raid 1 gespiegelten festplatte.
    anderst gesagt das raid1 ist nur dazu da die daten auf alle festplatten zu sicher, quasi ein backup zu machen.
    grub bootet dann von der ersten festplatte die grub findet. das raid intressiert grub dabei nicht.

    btw: wegs der zylinderzahl
    hda hat cylinder von 16k * 512 bytes die anderen nur 1k* 521 bytes.
     
  11. #10 saeckereier, 10.01.2009
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    Tut mir leid, aber das kann ich so nicht stehen lassen, ein RAID-Verbund erfüllt nicht einmal ansatzweise die Anforderungen an ein Backup. Er dient lediglich dazu, den Ausfall von maximal N-1 Platten zu kompensieren. (RAID-5 kompensiert dem ggü. den Ausfall von 1 Platte, RAID-6 den Ausfall von 2 Platten) Dies ist der primäre Zweck eines RAIDs, dazu kommt natürlich noch das zusammenfassen von Speicher und evtl. Geschwindigkeitsvorteile.

    Warum Raid ohne mdadm booten kann, begründet sich darin, dass Linux die Verwaltungsinformationen für das Raid am Ende der Partition speichert, d.h. für Programme, die die Raid Informationen nicht auswerten, erscheinen die jeweiligen Partitionen mehr oder weniger wie eine normale Partition. Es ist wichtig, dass diese nicht einzeln verändert werden sonder nur über das RAID.

    Das steht übrigens alles in dem Artikel auf den ich hingewiesen habe und den schwedenmann näher spezifiziert hat, das Heft sollte noch erhältlich sein, sonst bleibt auch noch der Heise Kiosk im Netz, warum nicht einfach etwas kaufen, was ordentlich und dorgfältig recherchiert wurde und eine perfekte Einführung auf deutsch ist??
     
  12. #11 schwedenmann, 11.01.2009
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    Nochmal Raid

    Hallo

    Hier auch noch ein Artikle der onloine verfügbar ist zu Raid

    http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/04/042-raid-basics/


    Ansonsetn, wies chon gesagt, Raid ist keine backuplösung, welches Raidlevelk auch immer. Raid dient nur der schnellen Verfügbarkeit der Ressourcen.

    P.S.
    Es können bei einem Raid5 max. 2 Platten gleichzeitig ausfallen, wenn das raiud5 aus 4 Platten besteht und davon 1 eine sparedisk ist, ansonsten ist beim Ausfall von 2 Platten ohne Backup hängen im Schacht.

    mfg
    schwedenmann
     
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  14. icetea

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    Habe mich etwas undeutlich ausgedrückt, sorry.
    RAID ist natürlich keinesfalls ein ersatz für backups.
    Mir ging es in dem posting rein um den Bootloader bzw. die /boot partition.
    die wenn man 3 Platten im RAID5 betreibt, von denen auch gebootet werden soll, am besten per RAID1 auf alle platten gespiegelt werden sollte, damit das system noch bootet auch wenn eine Hdd im verbund ausfällt.
    So sollte es passen? einwände?
     
  15. #13 schwedenmann, 11.01.2009
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    raid5

    Hallo


    Ich meine folgendes
    3 Platten hda, hdb,hdc sollen raid5 bilden

    wenn du auf jeder Platte eine Partition für /boot und den Rest für / erstellst, dann auf hda dein linux erstelt.
    die /boot von allen Laufwerken zu einem Raid1 zusammenfast, kann hda, oder hdb, oder hdc ausfallen, du kannst den Raid5-Verbund immer booten, die defekte Platten austauschen und ein rebuild durchführen.
    Hast du dagen nur auf hda eine separate /boot und hda fällt aus, kannst du deinen Raid5-verbund nicht mehr booten, auch dann nicht, wenn nur auf hda, eine separate /boot liegt und nicht wie ich vorgeschlagen auf allen Platten im Raid1 Verbund. Der Raid1 Verbund der /boot von hda,hdb,hdc sorgt im falle von Änderungen der menu.lst, des kernels, der initramfs.img für eine Änderung auf allen /boot, anderfalls könntest du trotz 3x /boot bei einem Kernelupdate und Abkacken der hda auch nicht booten.


    mfg
    schwedenmann
     
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