Neue Partition unter openSUSE 12.2 erstellen

Dieses Thema im Forum "SuSE / OpenSuSE" wurde erstellt von Gast123, 10.05.2013.

  1. #1 Gast123, 10.05.2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.05.2013
    Gast123

    Gast123 Guest

    Hallo Leute,

    ich habe auf einem openSUSE System ein Speicherplatzproblem und möchte nun eine neue Partition anlegen:
    Code:
    # df -h
    Filesystem               Size  Used Avail Use% Mounted on
    rootfs                    20G   12G  7,4G  61% /
    devtmpfs                 3,0G  536K  3,0G   1% /dev
    tmpfs                    3,0G     0  3,0G   0% /dev/shm
    tmpfs                    3,0G  412K  3,0G   1% /run
    /dev/mapper/system-root   20G   12G  7,4G  61% /
    tmpfs                    3,0G     0  3,0G   0% /sys/fs/cgroup
    tmpfs                    3,0G  412K  3,0G   1% /var/lock
    tmpfs                    3,0G     0  3,0G   0% /media
    tmpfs                    3,0G  412K  3,0G   1% /var/run
    /dev/sda1                323M  112M  194M  37% /boot
    /dev/mapper/system-home   25G   25G     0 100% /home
    
    Dazu habe ich mit fdisk die Festplattenbelegung untersucht und versucht eine neue Partition anzulegen, was jedoch nicht funktioniert:
    Code:
    # fdisk /dev/sda
    Welcome to fdisk (util-linux 2.21.2).
    
    Changes will remain in memory only, until you decide to write them.
    Be careful before using the write command.
    
    
    Command (m for help): p
    
    Disk /dev/sda: 1000.2 GB, 1000204886016 bytes
    255 heads, 63 sectors/track, 121601 cylinders, total 1953525168 sectors
    Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
    Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
    I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
    Disk identifier: 0x000dc755
    
       Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
    /dev/sda1   *        2048      684031      340992   83  Linux
    /dev/sda2          686078  1953523711   976418817    5  Extended
    /dev/sda5          686080    18262015     8787968   8e  Linux LVM
    /dev/sda6        18264064    24121343     2928640   8e  Linux LVM
    /dev/sda7        24123392    48027647    11952128   82  Linux swap / Solaris
    /dev/sda8        48029696    48807935      389120   8e  Linux LVM
    /dev/sda9        48809984  1953523711   952356864   8e  Linux LVM
    
    Command (m for help): n
    Partition type:
       p   primary (1 primary, 1 extended, 2 free)
       l   logical (numbered from 5)
    Select (default p): l
    Adding logical partition 10
    No free sectors available
    
    Command (m for help): 
    
    Dan habe ich mir mal die LVM Konfiguration angeguckt:
    Code:
    # lvmdiskscan 
      /dev/system/home         [      25,00 GiB] 
      /dev/sda1                [     333,00 MiB] 
      /dev/root                [      20,00 GiB] 
      /dev/system/guest01-root [      10,00 GiB] 
      /dev/sda5                [       8,38 GiB] LVM physical volume
      /dev/sda6                [       2,79 GiB] LVM physical volume
      /dev/sda7                [      11,40 GiB] 
      /dev/sda8                [     380,00 MiB] LVM physical volume
      /dev/sda9                [     908,24 GiB] LVM physical volume
      3 disks
      2 partitions
      0 LVM physical volume whole disks
      4 LVM physical volumes
    
    Da ja viel Speicherplatz auf /dev/sda9 zu sein scheint, habe ich vergeblich versucht es einzuhängen:
    Code:
    # mount /dev/sda9 /mnt/
    mount: unknown filesystem type 'LVM2_member'
    
    ... und zu formatieren:
    Code:
    # mkfs.ext4 /dev/sda9
    mke2fs 1.42.4 (12-June-2012)
    /dev/sda9 wird offensichtlich vom System genutzt; werde dort kein Dateisystem erstellen!
    Aber es scheint gar nicht eingehangen zu sein.
    Code:
    # umount /dev/sda9
    umount: /dev/sda9: not mounted
    Wie bekomme ich nun eine neue Partition auf den freien Speicherplatz?
    Ich kenne mich mit LVM, vorsichtig gesagt, nur sehr beschränkt aus.

    MfG

    Schard

    PS: Nach ein bisschen surfen bin ich hierauf gestoßen:
    http://tldp.org/HOWTO/LVM-HOWTO/extendlv.html
    Damit hat sich mein Problem erledigt.
    Wusse bis dato gar nicht, dass man mittels LVM Partitionen so einfach resizen kann.
    Scheint ja echt praktisch zu sein ;-)
     
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  3. #2 HeadCrash, 10.05.2013
    HeadCrash

    HeadCrash Routinier

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    482
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    1
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    Bayern
    Mahlzeit,

    erstmal zum grundlegenden Aufbau eines LVMs:
    Code:
    http://tldp.org/HOWTO/LVM-HOWTO/anatomy.html
    Another way to look at is this (courtesy of Erik Bågfors on the linux-lvm mailing list):
    
    
        hda1   hdc1      (PV:s on partitions or whole disks)                        
           \   /                                                                    
            \ /                                                                     
           diskvg        (VG)                                                       
           /  |  \                                                                  
          /   |   \                                                                 
      usrlv rootlv varlv (LV:s)
        |      |     |                                                              
     ext2  reiserfs  xfs (filesystems)                                        
    
    Du hast Partitionen deiner Platte (sda5, sda6, sda8, sda9) die als Physcial Volumes (PVs) diehnen.
    Sie können über mehrere Partitionen oder Platten verteilt sein.
    Diese PVs sind in einer Volumegruppe oder mehreren Volumegruppen (VG) zusammen gefasst, wobei jede PV nur zu einer VG gehört.
    Aus dieser Volumegruppe kannst du jetzt Teile als Logisches Volume (LV) definieren.
    Die Logischen Volumes sind letzten Endes die Container für deine eingebunden Filesysteme.

    Code:
    /dev/mapper/system-root   20G   12G  7,4G  61% /
    /dev/mapper/system-home   25G   25G     0 100% /home
    
    So und jetzt ein Filesystem auf sda9 zu erzeugen ist ein schöner weg um unter umständen das ganze System lahmzulegen, bzw Datenverlust herbiezuführen, da deine root-Partition im LVM läuft. :)

    Der Vorteil von Logischen Volumes ist, das man ihre Größe nach Bedarf ändern kann, sollange in der Volume Gruppe oder im Logsichen Volume Platz ist.

    Code:
    root@atlantis:~# vgdisplay
      --- Volume group ---
      VG Name               system
      System ID
      Format                lvm2
      Metadata Areas        1
      Metadata Sequence No  9
      VG Access             read/write
      VG Status             resizable
      MAX LV                0
      Cur LV                8
      Open LV               8
      Max PV                0
      Cur PV                1
      Act PV                1
      VG Size               19,53 GiB
      PE Size               4,00 MiB
      Total PE              5000
      Alloc PE / Size       3691 / 14,42 GiB
      [COLOR="#FF0000"]Free  PE / Size       1309 / 5,11 GiB[/COLOR]
    
    Das sind 5 GB die ich bei Bedarf jedem Logischen Volume aus der in der Volume Gruppe "system" zuweißen kann.

    Wenn ich jetzt das home-Filesystem vergrößern will:
    Code:
    lvextend --size +1G /dev/mapper/system-home
    
    würde mir das Filesystem um 1 Gigabyte größer machen, wenn es die Volume Gruppe hergibt.

    Danach muss das Filesystem auch noch angepasst werden
    Code:
    # für ext
    resize2fs /dev/mapper/system-home
    
    # für reiserfs
    resize_reiserfs /dev/mapper/system-home
    
    Vergrößern geht bei ext und reiser Online, zum verkleinern muss man sie leider aushängen.

    mfg
    HeadCrash

    PS: das geht auch über den yast
     
  4. #3 Gast123, 10.05.2013
    Gast123

    Gast123 Guest

    Danke dir für die ausführliche Einführung in LVM.
    Ich werde mir das sicher demnächst mal noch näher ansehen.
    Ich habe sonst immer mit klassischen Partitionstabellen gearbeitet.
    Aber LVM scheint doch seine Vorteile zu haben. Gerade wegen der Dynamik.
     
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