monolithisch vs. modular

Dieses Thema im Forum "Member Talk & Offtopic" wurde erstellt von Lord Kefir, 14.12.2004.

  1. #1 Lord Kefir, 14.12.2004
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    Ich habe mir gestern Abend einen monolithischen Kernel gebacken (http://de.wikipedia.org/wiki/Monolithischer_Kernel) und war darüber erstaunt, wie flott mein System jetzt bootet (ich konnte schließlich die ganze automatische Hardwareerkenung rausschmeißen). Insgesamt kommt mir mein Rechner jetzt etwas fixer als vorher vor - ist aber vielleicht nur Einbildung.

    Mal davon abgesehen, dass mein Kernel jetzt extrem unflexibel ist, kann ich erst einmal keine Nachteile erkenen. Ich wollte mal nachfragen, welche Erfahrungen ihr so gemacht habt und welche Vor- und Nachteile ihr bei einem modularen bzw. monolithischen Kernel seht.

    Mfg, Lord Kefir
     
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  3. CMW

    CMW Hä ?!

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    Da zB der Nvidiatreiber auch per Kernelmodul läuft werden einige nicht ihne Modulsupport auskommen. Aber was meinst du genau mit Hardwareerkennung? (könnte man die nicht auch rausschmeißen indem man die Module selber lädt?!?) Aber unter Linux spricht nichts dagegen sich einen eigenen monolithischen Kernel zu backen, ist auch recht einfach, Unter den BSD's (kenne es nur von FreeBSD, denke aber dass es sich da von dem Rest in der Schwierigkeit nicht sonderlich unterscheidet) ist es jedoch icht so einfach. Auf meinem OpenBSD werkelt auch noch der standardkernel, unter Linux durch meinen ständigen Distrowechsel (muss halt mal ein Paar probieren) auch, aber wenn ich mich mal auf einem "festsetze" kommt ein eigener drauf (hatte ich bei Slack auch, aber mittlerwile erneut gewechselt ;).
     
  4. #3 avaurus, 14.12.2004
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    der Kernel kann monolithisch sein und trotzdem noch in der Lage sein Module zu laden, nur, dass er es dann halt nicht braucht. Im Falle von Nvidia muss man halt alles "statisch" einbinden und trotzdem dem Kernel die Fähigkeit lassen Module zu laden. Beim 2.4'er Kernel kann das zu Verwirrung kommen, da dadurch auf einmal Module versucht werden zu laden, die aber fest eingebunden sein sollten usw...beim 2.6'er Kernel funktioniert diese Kombination von Monolithisch und die Fähigkeit trotzdem Module zu laden, einwandfrei.

    Was dagegenspricht ? Naja, das wurde ja auf wikipedia ja bereits angesprochen, aber für mich ist das monolithscih die bessere Wahl, da es für mich schneller geht. Vorraussetzung dabei ist aber wie immer, dass man seine Hardware kennt.

    //btw..
    gehört das nich nach "Linux OS" ?
     
  5. #4 qmasterrr, 14.12.2004
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    Also ein Nachteil eine monolithischen ist das du um einen fehler auszuschließen einen neuen kernel backen musst bei einem modularen musst du nur das modul unloaden.

    Und das du für jede maschine einen eigenen kernel backen musst.
     
  6. #5 avaurus, 14.12.2004
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    man muss halt die Hardware kennen, sonst gehts schief, klar.

    nicht, wenn die Maschine die gleiche Hardware hat. Wenn gleiche Hardware, einfach rüberkopieren.
     
  7. #6 qmasterrr, 14.12.2004
    qmasterrr

    qmasterrr Foren Gott

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    Das war ja so gemeint und das weißt du auch. :)
     
  8. #7 Lord Kefir, 14.12.2004
    Lord Kefir

    Lord Kefir König

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    Genauso habe ich das auch mal vorsichtshalber mal gemacht.

    Ich habe jetzt nach einem Tag testen immer noch das Gefühl, dass mein System irgendwie 'runder' läuft. Kann aber auch daran liegen, dass ich einige Treiber rausgeschmissen habe, die überflüssig waren ;)

    Ich bin auf jeden Fall vollkommen zufrieden. Im Netz habe ich leider nicht wirklich detaillierte Infos darüber gefunden, welches Vor-/Nachteile ein monolithischer Kernel im Hinblick auf die Performace hat. Deshalb wollte ich mal nach euren Erfahrungen fragen.

    Mfg, Lord Kefir


    ps: Und noch mal zum Thema Hardware: es ist ja eigentlich nicht wirklich schwierig herauszubekommen, welche Treiber man benötigt, oder? Linux hat dafür schließlich genug Bordmittel...
     
  9. Zico

    Zico Lebende Foren Legende

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    Also ich habe es vor kurzem auch versucht einen statischen Kernel zu basteln.
    Ich selbst habe keine sooo extremen Unterschiede gemerkt. Ich nutze Slackware und beim Booten hält sich der Kernel am meisten an den FSCK Vorgängen auf als an Hotplug. Sicher gingen die vorherigen Prozesse schneller vonstatten, aber auch nicht mehr als 5 Sekunden (also ohne Hotplug ca 10 Sek schneller booten). Im Betrieb hatte ich auch meinem 64Bit Aspire keine wirklichen Veränderungen festgestellt. Lief eigentlich so schnell wie immer...
    Mag sicherlich mit der Hardwarekonfiguration zusammenhängen...
    Wie schon erwähnt betreffen die Angaben mein Notebook. Die KErnel config ist so eingestellt, dass ich die wesentlichen Funktionen fest eincompiliere und die Driver, welche sich von Noti zu meiner Workstation unterscheiden als Modul habe. So kann ich den Kernel beliebig auf das andere System übertragen und spare mit nach einem Update oder Neuinstallation halt Arbeit (bis auf die Umstellung in CPU Sachen sicherlich).
    Und da ich den Notebook auch in der Schule nutze, ist es besser, einige Module mehr zu haben, wenn ich hin und wieder mal PEripherie anschließe oder sonstwas änder. Flexibilität geht mir in Sachen Notebook vor Speed.

    Und sogleich ne Frage:
    WENN man Driver der HArdware, die definitiv genutzt wird eincompiliert und (fast) den kompletten Rest als loadable Module compiliert, müsste das System dann nicht genauso schnell booten als ein Kernel ohne diese Module? Denn wenn ich das nun richtig verstehe wirken sich nicht eingebundene Module doch nicht wirklich auf Systemleistung aus (eher auf PLattenplatz), wenn sie nicht eingebunden sind?
    In dem Fall könnte man seine Standardhardware halt fest einstellen und sonst viele Module mit einbauen und wäre dennoch schnell UND flexibel oder nicht?
     
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  11. #9 avaurus, 14.12.2004
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    wenn die Module nicht eingebunden werden, werden sie nicht genutzt, richtig :)...daher auch nicht langsamer. Klingt irgendwie ganz normal, was du da geschrieben hast, hehe...logisch :).
    Ich nutze einfach di8e Möglichkeit des monolithischen Kernels, weil es für mich praktischer ist. ich kompilier den Kernel, lad ihn auf meinen ftp und wenn ich dann mal mein Sys neu installiere (aus welchem grund auch immer), dann lade ich den Kernel einfach wieder runter und fertig und das ist dann nur eine Datei, die ich da runterlade, kein Rumgefummel mit den Modulen.
     
  12. Zico

    Zico Lebende Foren Legende

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    Ok das is natürlich nen großer Vorteil davon. :)
     
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