LVM Laufwerk (Kernel 2.6.26-2-686)

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Angel

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Judeldu, ich hab da mal ein paar kleine technische oder fachspezifische Fragen :)

Und zwar lese ich immer das es nicht verkehrt wäre mit LVM zu arbeiten, da man dadurch ganz einfach die Größe einer Partition erweitern oder verkleinern kann. Nun hab ich mit Hilfe der vmWare ein Lenny installiert, mit Kernel 2.6.26-2-686!

Ich habe zu Anfang erstmal folgende Partitionen eingerichtet,
- '/' 2GB
- '/boot' 1GB
- LVM 37GB

meine gesamte vmWare hat nur 40GB, und zum spielen reicht das ja aus.. Jetzt hab ich so ein HowTo gefunden für ein LVM Laufwerk. Darin steht das man ab Kernel 2.4 schon die nötigen Funktionen beinhalten soll.

Aber schon im ersten Stepp hab ich Probleme...
Code:
debian:~# modprobe lvm-mod
FATAL: Module lvm_mod not found.
Wer kann mir denn da helfen oder verraten woran das liegen könnte.. Zumal es mich ja wundert, das er von "lvm_mod" spricht, dabei hab ich aber ein Minus verwendet ?(

Wenn ich die Grundprinzipien verstanden habe, ist so ein LVM ein Container worin ich dann meine Partitionen '/home', '/var', '/srv' etc. anlegen kann... Aber erstmal muss das ja funktionieren :D

Ich hoffe meine Frage ist hier im Bereich Basis-Konfig richtig aufgehoben, denn nach einer Suche bin ich sonst nur noch auf den Hardware-Bereich gestoßen und das finde ich ganz falsch :D

Mfg. Angel
 
Hallo,

das modprobe Kommando kannst du weglassen, sollte das Modul benötigt werden, wird es von selbst geladen.
Ansonsten wird dich das Tutorial zwar zum Ziel LVM führen, doch viel verstanden hast du damit noch nicht.
Das LVM selbst verwaltet physische Volumes, die in den klassischen Partitionen liegen und logische Volumes. In den physischen Volumes befinden sich die logischen Volumes (das was vorher deine Partitionen waren). Es ist ein Layer, der die höheren Ebenen (Dateisystemtreiber etc.) des Kernels auf die logischen Volumes wie auf Partitionen zugreifen lässt. Es ist zwar wohl nur zum Spielen, aber lies dir am besten trotzdem noch die zugehörigen manpages durch. Wieso befindet sich bei dir / nicht im LVM? Wenn dann richtig, oder ;)
Außerdem würde ich dir zu ext3 raten. Xfs lässt sich beispielsweise nicht verkleinern, bei Jfs bin ich mir nicht sicher.

cu
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso befindet sich bei dir / nicht im LVM?
Weil ich nicht wusste wie sich das System verhält wenn ich bei der Installation nur '/boot' (ext3) erstelle und dann gleich ein LVM anlege... :)

Gibt es denn vielleicht noch ein besseres Tutorial wo man sieht wie das aufgebaut wird und wie so ein LVM Container(?) funktioniert? Grundsätzlich wird das was da rein kommt als ext3 erstellt.

Aber gut zu wissen das es mit Xfs nicht geht.. Ich hab nämlich an einem root-Server gesehen das die Partitionen dort mit Xfs erstellt worden sind, da kam mir die Idee LVM und Xfs, aber wenn das nicht geht ist es egal.. So kann ich mich mal mit LVMs befassen :)

Gruß, Angel
 
Ich habe das wohl ein wenig hochgestochen formuliert :) Die Wikipedia (auch die englische) und insbesondere die dortigen Weblinks tun es schon für den Anfang. Hier postet bestimmt noch jemand einen guten Link.

Xfs geht schon, nur verkleinern geht halt nicht, vergrößern aber sehr wohl.

cu
 
Die Wikipedia (auch die englische) und insbesondere die dortigen Weblinks tun es schon für den Anfang.
Jou, von Wikipedia hatte ich auch den Link für das eine HowTo gefunden :)
-> LVM-HowTo

Und da war ich dann schon auf meine ersten Hürden gestoßen :)
Es war ja auch noch ein englisches HowTo dort aufgeführt, damit könnte ich auch arbeiten.. Mein gebrochenes Englisch müsste gerade so dafür ausreichen :D Wenn ich so etwas aber in deutsch finde, bin ich immer glücklich :D

Aber gut, dann bleibe ich bei ext3...
Das mit Xfs hab ich nur auf einem root-Server gesehen und im Wiki stand was, dass dieses Format irgend wie anders mit bestimmten Dateien umgeht.. Hab das aber nicht so ganz verstanden und auch nicht durchschauen können wo der Unterschied von ext3 zum xfs ist :think:

Gruß, Angel
 
Vor- und Nachteile?

LVM kann auch Nachteile haben, weil irgend wo ja geregelt sein muß, welche physischen Bereiche wo und wie logisch zusammen gefaßt werden können. Wenn aber ausgerechnet da was crasht, weiß dein System nicht mehr, wo welche Teile sind. Man gewinnt prinzipiell Flexibilität, handelt sich aber Komplexität ein.

LVM realisiert sozusagen einen Container für Informationen, wo wieviel Platz ist und stellt diesen abstrakt als "Laufwerk" dar. Der Vorteil ist, daß der verteilte Platz (physische Laufwerke und Partitionen darauf) virtuell als Einheit genutzt werden kann. LVM ist IMHO also besonders dann interessant, wenn man überhaupt zerstückelten Platz hat.
 
Hm.. Okay, dass heißt wenn ich dann wirklich mal auf die Idee kommen sollte einen root-Server oder einen vServer zu organisieren, dann bitte keine LVMs verwenden, sondern zu Anfang gleich klar durchdenken wie groß alles werden soll / kann.

Gut, ist notiert.. Das heißt das ich für mich persönlich um Erfahrung zu sammeln mit LVM mal rum arbeite, dass aber später wegen Komplexität nicht auf einem root-Server einsetzen sollte.

Dann werde ich es weiterhin nur mal auf meiner vmWare einsetzen und gucken wie es sich verhält und wohl mal ein englisches HowTo zur Seite nehmen. Und für später bei einem root-Server oder so werde ich dann mit fixen Größen arbeiten :)

Bis hier hin schon mal meinen besten Dank an Euch, für die Informationen. Ein wenig schlauer bin ich schon mal geworden... Auch wenn Komplexität nicht unbedingt schlecht sein muss, ist es ja auch nicht besser / einfacher ;)

Gruß, Angel
 
Hm, naja.

Bei einem Root-Server mietest du einfach Platz. Wenn der nicht reicht, mietest du einen größeren.

BTW, wieso nicht ein managed server und bei Bedarf einfach anrufen und sagen "ich brauche mehr Platz!" ...? Wie die den dann organisieren, ist ne andere Frage.

Aber warum einen Server mit einer Platte mieten, danach noch eine Platte und so tun als wäre das eine große Platte statt dem Vermieter zu sagen "ich brauche eine größere Platte"?

LVM hat ja definitiv auch Vorteile
 
Na ja, Prinzip Root-Server kenne ich ja...
Ich hatte mir auch einen root-Server von Hetzner angeguckt mit einem Debian Minimal und das partitioniere ich dann... Und da ich mir selbst noch nicht so im klaren war, wie man einen root-Server am besten partitioniert von der Größe her, hatte ich überlegt ob ich das nicht via LVM laufen lasse.

Ich hab zwar zwei root-Server an der Hand, wo ich via 'df -h' nachgucken kann wie die aufgeteilt sind, aber ob mir das gefallen muss ist eine andere Frage :D

Managed-Server schließe ich jetzt einfach mal wieder aus und lenke mal wieder um zum Thema LVM.. Ich werde mich nachher einfach mal da ran setzen und gucken :)

Gruß, Angel
 
Ich würde dafür LVM nehmen. Auch bei einer Platte ist das sehr sinnvoll. Keiner kann dir sagen, welche Größen die einzelnen Partitionen in Zukunft annehmen sollen, da kann sich immer was verändern. Außerdem nutze ich LVM zum Beispiel auch für Virtualisierte Maschinen als Festplatten, da habe ich dann je nach Lösung weniger overhead und ein LV pro Maschine. Ich finde diese Flexibilität einfach toll. LVM zu benutzen um mehrere Platten zusammenzufassen würde ich nicht. Da ist mir das Risiko zu hoch, dass eine Platte alles mitreisst. LVM auf RAID-n (n >= 1) wiederum ist was anderes.
 
Keiner kann dir sagen, welche Größen die einzelnen Partitionen in Zukunft annehmen sollen...
Jou, dass ist auch der Grund wieso ich mich für LVM interessierte.. Dann kann ich ohne Probleme eine Partition vergrößern oder eine andere verkleinern etc. :)

Gut, dann werde ich die Tage mal die LVM geschichte weiter erforschen und gucken das ich es eingerichtet bekomme. Und in dem Link stand ja auch drin das man das nicht über mehrere HDDs machen sollte... Das hatte ich auch nicht vor :)

Meine Überlegung war, mir einen DS3000 von Hetzner zu besorgen, die haben 1x 400GB integriert und da wollte ich das dann einführen. Doch bis dahin soll die LVM geschichte klappen (so das ich es hinbekomme) und noch die eine oder andere Kleinigkeit :)

Genauso muss ich dann noch gucken ob ext3 gut ist für einen root-Server, denn irgend wo hatte ich mal gelesen das xfs für solche Server besser sein soll. Aber das beißt sich ja dann wieder mit der LVM geschichte und der flexibilität :D
 
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