Linux als "Datenablage"?

Dieses Thema im Forum "Debian/Ubuntu/Knoppix" wurde erstellt von TheRickMan, 06.04.2007.

  1. #1 TheRickMan, 06.04.2007
    TheRickMan

    TheRickMan Grünschnabel

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    Hallo UnixBoard,
    ich habe hier einen alten PIII 1GHz, GeForce2, 512MB RAM stehen, den ich dank meines Notebooks nurnoch selten nutzen muß ;) .
    Nun habe ich mir für den alten Rechner eine neue Festplatte besorgt, und habe vor diesen als "Datenablage" für mein Notebook/die anderen Rechner im Haus zu nutzen (Betriebssystem hier überall WinXP und in ferner Zukunft vielleicht Vista). Eventuell müßte er auch nochmal zum Surfen/ für Officeanwendungen herhalten, wenn das Notebook mal nicht in Reichweite ist. Meistens wird er jedoch nur (abgeschaltet) in der Ecke stehen.

    Nun zu meiner eigentlichen Frage:
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich hierfür nun WinXP oder Debian nutzen soll. Gibts es deutliche Argumente die für oder gegen Debian als OS sprechen würden? Ich habe ein wenig Angst, hier eventuell später auf Probleme bezüglich der Kompatibilität zu stoßen (z.B. nutzen die WinXP Rechner nur das NTFS Dateisystem).
    Da ich Linux bisher nur ein wenig von Servern kenne, traue ich mir nicht zu hier alleine die richtige Entscheidung zu treffen.

    Es wäre super wenn ihr mir einen kleinen Überblick geben könntet, was mich mit Debian erwarten würde :) .

    Grüße
    TheRickMan
     
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  3. #2 gropiuskalle, 06.04.2007
    gropiuskalle

    gropiuskalle terra incognita

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    Also wenn Du Dir schon die Mühe machst, einen Rechner mit einem Betriebsystem auszurüsten, welches Du bislang noch nicht genutzt hast, sollte bei dem Aufwand aber doch mehr herauskommen dürfen als eine Datenablage, oder?

    Linux kann mit entsprechenden Treibern NTFS-Filesyteme lesen und schreiben, das Windows-Systeme ext2/3, ReiserFS etc. lesen könnten, habe ich noch nicht gehört. So oder so: technisch wäre Dein Vorhaben umsetzbar, aber der Aufwand dafür erscheint mir irgendwie ziemlich hoch.
     
  4. #3 Athur Dent, 06.04.2007
    Athur Dent

    Athur Dent Handtuchhalter

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    Es gibt auch ein Programm welches ext2/3 und Raiser? unter Windows lesen und ich glaube auch schreiben kann - wieß aber den Namen gerade nicht. Ansonsten gebe ich gropiuskalle recht Debian ist eigendlich zu schade um nur als Ablage zu versauern, aber evtl. überzeugt es Dich ja, wenn Du Dich damit befasst.
     
  5. #4 Mitzekotze, 06.04.2007
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2007
    Mitzekotze

    Mitzekotze little man

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    @gropiuskalle Doch möglich ist es z.B. hier mit Ext2ifs. Hab es selber noch nicht ausprobiert. In der aktuellen Linuxuser ist übrigens ein Spezial über Linux und Windows parallel nutzen.
     
  6. #5 schwedenmann, 06.04.2007
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    schwedenmann Foren Gott

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    Alter PC

    Hallo


    da du den alten PC ja wie du selbst schreibst als

    zu benutzen, soll das also ein Server, bzw. Fileserver werden, damit verbietet sich m.M. nach ein Win als OS ohnehin. ich halte win für kein Server-OS.
    Warum dann nciht Debian.

    Wenn du Dateien auf der Kiste ablegen willst, sollte dann samba ausreichen, dann brauhst du keine ext2/3 Wintreiber (unter XP voller schreib- und Lesezugriff), von Linux aus kannst du ntfs-3g benutzen, hat auch Lese- und Schreibzugrif auf ntfs (wenn das ntfs nicht komprimiert und verschlüsselt ist).


    mfg
    schwedenmann
     
  7. #6 gropiuskalle, 06.04.2007
    gropiuskalle

    gropiuskalle terra incognita

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    Ich hab echt ziemliche Lücken in meinem Windows-Wissen, sorry. Ansonsten versuch doch Deinen Plan wenigstens hinsichtlich des 'Meistens wird er jedoch nur (abgeschaltet) in der Ecke stehen.' ein wenig abzuändern. Könnte doch 'ne interessante Erfahrung werden.
     
  8. #7 Schneemann, 06.04.2007
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    Schneemann Routinier

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    Hi,

    Also ich hab einen alten PC von mir hier auch als (File)Server. Ich empfehle dir umbedingt eine Linuxdistribution zu nehmen! Ich glaube nicht, dass Windows problemlos monatelang am Stück läuft.
     
  9. #8 daboss, 06.04.2007
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2007
    daboss

    daboss Keine Macht für niemand!

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    Naja, "nur" für Fileserver könnter schon Windows drauf lassen, des wär dann m.M.n. sogar (in ner reinen Windowsumgebung) der einfachere Weg.
    Wenn er noch mehr will (was weiß ich.. Streaming, Mail, Web, VDR, ....)schauts natürlich wieder anders aus
    Wenn du unter Windows kein "Versionsjäger" bist und nicht "extrem" rumtestest und rumspielst und ruminstallierst und wieder löscht läuft des schon auch ewig.
     
  10. #9 TheRickMan, 06.04.2007
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2007
    TheRickMan

    TheRickMan Grünschnabel

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    Richtig. Vielleicht erwacht ja meine Liebe zu kleinen Pinguinen, der Zeitpunkt passt halt sehr gut.

    Gerade deswegen interessiere ich mich ja für eventuelle Vorteile von Debian gegenüber XP, bezogen auf meinen speziellen Verwendungszweck. Natürlich kenne ich WinXP deutlich besser als Linux, falls es aber genug Argumente für Debian (oder andere Distris) gibt, bin ich gerne bereit mich weiter zu bilden.

    Schonmal gut zu hören, dass Linux auch problemlos auf NTFS schreiben kann. Ich hatte da bischer immer nur von Problemen gehört. Damit würde sich NTFS als Dateisystem ja geradezu aufdrängen?!?

    Edit:
    Um es nochmal deutlich zu machen: Alleine aus Kostengründen soll der Rechner nur dann laufen, wenn er auch benötigt wird. Außerdem steht das Ding in meinem Zimmer und das wäre mir im Sommer eindeutig zu warm ;) .
     
  11. #10 schwedenmann, 06.04.2007
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    Server

    Hallo

    Nein, Linux kann nciht auf fat oder ntfs installeirt werden, aus guten Gründen.
    Beide Dateisystem fragmentieren saumäßig.
    Ext3 dagegen liegt so um die 2-4%, permanent.
    bei den anderen Linuxfilesystemen ist das ähnlich.




    mfg
    schwedenmann
     
  12. #11 Custombrush, 06.04.2007
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2007
    Custombrush

    Custombrush Doppel-As

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    Ich hab das aktuelle Debian per Webinstall auf mein älteres Laptop installiert.
    Es läuft super ,wenn ich auf meinem Hauptrechner nicht Ubuntu hätte wäre Debian erste Wahl.
    Und Windows auf einem etwas älteren Rechner bringt wenig.
    Ca. 5 Gig für Debian den Rest NTFS für die Daten und gut.
     
  13. #12 Wolfgang, 06.04.2007
    Wolfgang

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    Hallo
    Nochmal klar zu Linux NTFS:
    Es ist möglich auf NTFS zu schreiben, habe das aber noch nie getestet (kein NTFS zur Hand).
    Aber du kannst kein Linux auf ntfs installieren!
    Das liegt nicht am Fragmentieren, sondern weil einfach eine ganz andere FS-Verwaltung vorliegt.
    Außerdem ist NTFS nach wie vor ein gehütetes Geheimnis aus dem Hause Redmont.
    Von rechtlichen Fragen abgesehen:
    Dateirechte werden hier ganz anders gesetzt und verwaltet.

    Übrigens war bis vor drei Wochen deine Hardware fast identisch mein einziger PC und lief problemlos und flink mit Debian Sarge - Fluxbox.

    Allerdings bin ich kein Zocker und Multimediafan.
    Wobei aber auch avi kein Problem darstellte.

    Du kannst also eine Linuxpartition erstellen, und das System darauf installieren. Weitere Partitionen mit NTFS oder fat32 oder was immer du willst dann daneben.
    Einmal eingerichtet, wirst du dann kaum noch Probleme damit haben. Sowas kann Jahre laufen.
    Debian ist wegen dem Paketsystem und Distributionsupdatemöglichkeit sehr vorteilhaft.

    Gruß Wolfgang
     
  14. cocaxx

    cocaxx maskierter Muchacho

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    Würde dir auch zu einer Linuxdistri auf dem PC raten. Mittels samba erscheint der fileserver dann als "Windows Netzwerkressource" (oder so ;)) auf den Windows Rechnern.
    Im laufe der Zeit wirst du garantiert noch weitere services ausprobieren, sei es nun cups (Druckserver), mt-daap (Musikserver), apache (Webserver) oder einen der 1000 Mailserver und spätestens dann wirst du dich fragen, wie du überhaupt Windows in Betracht ziehen konntest ;)
     
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  16. #14 schwedenmann, 06.04.2007
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    ntfs

    Hallo

    das war von auch so nciht gemeint, nur wenn es um die Wahl des OS für einen Server geht, steht auch die Frage nach dem Dateisystem im Raum und da haben nun mal fat und ntfs in Bezug aufs Fragmentieren klar Nachteile gegenüber einem Linuxfilesystem, wie ext3.

    Man kann natürlich auf eine älteren Rechner prima eine Server, sowie wie ja auch Wolgang schrieb sogar einen flotten Desktop einrichten, man sollte aber genau abwägen, was alles auf den Server soll, wofür man ihn braucht.
    Samba, Webserver (Apache2 oder irgend eienn anderen), ftp-server? wohl nur, wenn man ein Backuptool verwendet das expliziet eine ftp-Server vorraussetzt ansonsten nur fürs testen, Datenbankserver (mysql oder postgresql).
    Einen Mailserver halte ich für ein kleines HomeLAN überflüssig, der Aufwand, wenn man nciht gerade 3-5 user, 20 Accounts und täglich 300 Mails empfängt, für overkill.

    Debian biete sich an wegen
    Stabilität
    gutes Paketmanegement
    sehr große Programmauswahl
    einfaches updaten upgraden des Systems
    keine Compilierungsorgien, wie z.B.unter Gentoo
    hinreichend aktuell, wenn man nciht gerade sarge, bzw. etch nimmt.

    mfg
    schwedenmann
     
  17. #15 Wolfgang, 06.04.2007
    Wolfgang

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    Hey Schwedenmann

    Du willst jetzt nicht ernsthaft einen Neuling Unstable aka SID empfehlen?

    Sonst stimme ich deinen Argumenten ja zu.
    Etch ist nicht unaktuell.
    Man kann natürlich auch Versionswahn betreiben. ;)

    Gruß Wolfgang
     
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