Installationsbericht SuSE 9.2 via Mini-ISO und ftp

Dieses Thema im Forum "SuSE / OpenSuSE" wurde erstellt von wolliden, 17.01.2005.

  1. #1 wolliden, 17.01.2005
    wolliden

    wolliden Grünschnabel

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    Hi Leute,
    hier mal ein kurzer Bericht einer Installation von SuSE 9.2 von einem entfernten ftp-Server mit dem Mini-ISO.

    Vor der Installation zu erledigen:
    Man lädt von z.B. ftp://ftp.hs.uni-hamburg.de/pub/unix/linux/suse/i386/9.2/iso/
    das File: SUSE-Linux-9.2-mini-installation.iso (65758 KB vom 29.11.2004 12:02:00), das man mit CDR-WIN o.ä auf CD brennt.

    Ein sollte ein fertig konfigurierter DSL-Router mit aktiviertem DHCP für den Netzzugriff des zu installierenden Rechners und funktionierender Verkabelung vorhanden sein.

    Man braucht die IP des Servers, der die Installationsdateien vorhält. Eine der möglichen Methoden, sie herauszufinden, ist folgend beschrieben:
    #Betriebssystem: Windows 2000 SP4
    # Mausklick auf Start -> Ausführen, "cmd" in das Eingabefeld tippen, Eingabetaste drücken.
    #C:\>ping ftp.hs.uni-hamburg.de
    #Ping hslxfsrv1.hs.uni-hamburg.de [134.100.120.22] mit 32 Bytes Daten:
    #Antwort von 134.100.120.22: Bytes=32 Zeit=30ms TTL=55
    #Antwort von 134.100.120.22: Bytes=32 Zeit=30ms TTL=55
    #Antwort von 134.100.120.22: Bytes=32 Zeit=30ms TTL=55
    #Antwort von 134.100.120.22: Bytes=32 Zeit=20ms TTL=55
    #Ping-Statistik für 134.100.120.22:
    # Pakete: Gesendet = 4, Empfangen = 4, Verloren = 0 (0% Verlust),
    #Ca. Zeitangaben in Millisek.:
    # Minimum = 20ms, Maximum = 30ms, Mittelwert = 27ms

    "134.100.120.22" ist der gesuchte Wert in diesem Beispiel, den man notieren sollte.


    Anmerkungen:

    Unter http://www.suse.de/de/private/download/suse_linux/index.html steht folgender Hinweis:

    #SUSE LINUX für i386
    #SUSE LINUX für i386 können Sie kostenlos direkt vom ftp-Server installieren.
    #Bitte lesen Sie vorher unbedingt die Installationsanleitung!
    #Der Pfad zum Installationsverzeichnis lautet: ftp.suse.com/pub/suse/i386/current/

    Bei diesem Beispiel wäre dann ftp.hs.uni-hamburg.de/pub/unix/linux/suse/i386/current der korrekte Pfad auf dem Spiegelserver.

    Das ist aber keine gute Idee, da der "current"-Zweig bei der Installation etwa bei 50% zum Aufhängen derselben geführt hat. Besser verwendet man den in der oben erwähnten Installationsanleitung (ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/current/README.FTP) genannten Pfad ftp.suse.com/pub/suse/i386/9.2/ bzw. ftp.hs.uni-hamburg.de/pub/unix/linux/suse/i386/9.2/ als Spiegel, weil die dort vorhandenen Release-Pakete stabiler als "current" sind.

    Deutsche Mirrors, die anderen Standorten näher sind, findet man unter:
    http://www.suse.de/de/private/download/ftp/inland.html


    Installationsverlauf:

    Nach Booten von der CD landet man im Eröffnungsbildschirm und geht gleich nach dem Erscheinen des Startmenüs mit den Pfeiltasten auf den Punkt "Installation". Sonst wird automatisch das bisher auf der Platte vorhandene Betriebssystem gestartet.

    Über die Funktionstasten der Tastatur stellt man die Optionen ein: F5=Verbose, F4=Deutsch, F2=Text Mode (um Problemen mit der Grafikkarte bei der Installation aus dem Weg zu gehen), F3=FTP. Beim sich öffnenden Eingabefeld gibt man als Servername: 134.100.120.22 ein (also die vorhin mit dem Befehl "ping" herausgefundene IP), als Verzeichnis: pub/unix/linux/suse/i386/9.2/

    Dabei sollte unbedingt auf die korrekte Menge der Schrägstriche geachtet werden (keiner am Anfang des Pfades, einer am Ende), weil es sonst später nicht weitergeht. Das Setupprogramm sucht anscheinend bis zum St. Nimmerleinstag nach dem falschen Pfad und gibt auch auf den Konsolen 2 bis 4 keine Meldung aus.

    Mit dem Drücken der Eingabetaste auf dem Punkt "Installation" startet das Setup mit der Sprachauswahl und Tastaturbelegung. Die folgende (Um)Partitionierung geht beim ersten Versuch schief. Sie hinterlässt eine leere Festplatte, weil die Installation trotz einer Warnungsmeldung fortgesetzt worden ist. Die Geometrie der Installationsplatte war vermutlich nicht mehr korrekt, "Partition Magic" hatte schon früher darüber gemeckert. Auf der nun leeren HD werden die Partitionen nach Bestätigen des Vorschlages ordentlich angelegt.

    Im Anschluss wird zur Standardauswahl bei der Software noch das Paket "Evolution" hinzugefügt. Danach werden etwa 1,8 GB Daten geladen und installiert. Das Paket "src_vipa" (Kurzbeschreibung source VIPA - Virtual Source IP address support for HA solutions) ist nicht auf dem ftp-Server vorhanden und muss übersprungen werden. Wegen solcher Überraschungen kann die Systeminstallation leider nicht unbeaufsichtigt bleiben. Der Rest läuft aber problemlos durch. Abschliessend werden aktuelle Patches geladen, macht zusätzlich ca. 120 MB Daten.

    Hardware: Athlon 2600+, 512 MB RAM (DDR 400 Dual Channel), Aopen MK79G-1394, Radeon 9600 (passiv), Samsung 80 GB, Pinnacle PCTV Pro.

    Abschliessende Betrachtung:
    Es ist das erste mal bei einer von mir (in Jahresabständen) durchgeführten Linuxinstallation eines *Desktopsystemes*, dass die Hardware anscheinend tatsächlich komplett erkannt und korrekt eingebunden wird.

    Beim Start von KDE geht dann doch die Maus nicht, andere Treiber nützen nix. Übeltäter ist der KVM (Keyboard-, Maus-, Monitorumschalter) von Digitus, direkt angeklemmt maust es perfekt inklusive Scrollrad (Creative Mouse Optical 5000!). Fernsehkarte tut, Sound läuft. Der USB-Scanner Umax Astra 1220 wird erkannt und eingebunden, leider hakt das Scannen hin und wieder (Aus Gimp: Scanknopf inaktiv, Vorschau geht merkwürdigerweise). Die Druckausgabe auf den Canon Pixma iP4000R via Kabelnetzwerk geht super mit dem Turboprinttreiber, habe mir gleich zwei Lizenzen geholt (für mich eine und eine für den Rechner von jemand anderem).

    Wenn jetzt noch die Schriften wirklich scharf dargestellt werden (Die dpi-Zahl wird demnächst versuchsweise erhöht) und die verschiedenen Hakler bei den installierten Programmen verschwinden, ist das ein brauchbares System für die (meine) tägliche Arbeit. Die Hardwareanforderungen sind m. E. recht hoch, die Geschwindigkeit ist verglichen mit W2k auf einem 1000er Celeron mit 512 MB RAM kaum fühlbar besser. Eine zweite Installation von den Original-CDs auf einem Rechner mit 500er K6-II+ und 256 MB RAM zeigt noch deutlicher, dass X/KDE weniger flüssig laufen als die Oberfläche von W2k.

    Have a lot of fun!
    wolliden
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  3. #2 redlabour, 17.01.2005
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    Quelle ?
     
  4. mo_no

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    Das liegt aber eindeutig am verwendeten Window Manager KDE und nicht an Linux generell. ;)
    Wenn man Window Manager wie IceWM, WindowMaker, xfce, fluxbox, fvwm, Enlightenment verwendet,
    läuft Linux wesentlich zügiger und flüssiger als Windows 2000.
    Und auch diese Window Manager kann man sich schön zurecht machen. 8)

    http://xwinman.org <== Infos zu allen Window Managern
     
  5. #4 redlabour, 17.01.2005
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    Ähhh...wir sind uns doch wohl einige das der Windowsdesktop mächtiger und grösser als IceWM, WindowMaker, xfce, fluxbox, fvwm, Enlightenment etc. ist und eher mit KDE und GNOME verglichen werden muss.
     
  6. mo_no

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    Bei KDE und Gnome kommt alles aus einer Hand.
    Bei den restlichen WMs nimmt man die Programme, die man mag.
    Also ich vermisse bei IceWM nichts.
    Und es ist ja auch eine Konfigurationssache.
     
  7. #6 wolliden, 17.01.2005
    wolliden

    wolliden Grünschnabel

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    Mein Bericht sollte nur einige der Haken und Ösen aufzeigen, die bei der Installation auftreten. Und zwar als Desktopsystem. KDE wird da automatisch installiert. Auf meinem FreeBSD-Rechner verwende ich Fluxbox als Windowmanager, da eh alles händisch installiert.

    wolliden
     
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  9. mo_no

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    Na dann bin ich ja beruhig! :D
     
  10. #8 wolliden, 17.01.2005
    wolliden

    wolliden Grünschnabel

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    Das freut mich. Ich möchte nicht an Deinem schlechten Schlaf Schuld sein. :-)

    wolliden
     
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