Ein normaler Tag in einer WG

Dieses Thema im Forum "Fun" wurde erstellt von wesPe56, 29.10.2006.

  1. #1 wesPe56, 29.10.2006
    wesPe56

    wesPe56 Eisschollenbesetzer

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    Falls es schon mal gepostet wurde..... ich war einfach auch mal zu faul die SuFu zu benutzen. :D

    Disclaimer:

    Die folgende Geschichte ist *selbstverständlich* frei erfunden. Jede
    Ähnlichkeit mit real existierenden WGs und deren Mitbewohnern ist völlig
    unbeabsichtigt und wäre schierer Zufall. Wo die erste Person gewählt
    wurde, geschah dies ausschließlich aus literarischen Gründen. Aus
    angeborener Bescheidenheit zieht es der Autor vor, ausnahmsweise und
    ganz gegen seine sonstige Gewohnheit ein bisschen anonymer zu bleiben.


    Vorgeschichte:

    Wir wohnen hier zu fünft seit eineinhalb Jahren in einer WG. Für den
    Internetzugang sorgt ein Router mit DSL-Anschluss, den ich u.a. von
    meinem Büro aus per SSH steuern kann. Eine Bewohnerin - im folgenden B
    genannt - fährt ab und an gerne mal zu ihren Eltern und nimmt dann auch
    ihren Rechner mit. Das führt dann gerne mal dazu, dass anschließend
    Einstellungen vermurkst oder die Treiber der Netzwerkkarte deinstalliert
    sind. Da mir (Hauptmieter) der ständige Support irgendwann zu dumm
    wurde, habe ich jedem Bewohner eine Mail geschickt, die beschreibt, was
    man bei Problemen mit dem Internetzugang zunächst einmal selbst prüfen
    könne, bevor man mich bei der Arbeit stört.

    Besagte Mitbewohnerin ist übrigens nicht so wahnsinnig motiviert, was
    Tätigkeiten für die WG angeht. Das verwundert wenig, schließlich
    benötigt sie recht viel Zeit zum Fernsehen, Telefonieren, Dauersaugen
    von Filmchen aus dem Netz und Fernsehen. Habe ich Telefonieren schon
    erwähnt? Und Fernsehen? Nun, demnächst zieht sie eh aus.


    Story:

    Neulich nachts um ein Uhr. Hauptmieter H wälzt sich seit einer Stunde
    unruhig im Bett und versucht, einzuschlafen. Erschwert wird dies
    dadurch, dass B im Nebenzimmer telefoniert. Aber natürlich nicht einfach
    so, wie das alle Welt tut. Nein, B telefoniert übers Internet. Das
    klingt harmlos, ist es aber nicht. B hat nämlich kein Headset, sondern
    benutzt die Lautsprecher ihres Rechner, welche direkt an der Wand zum
    Zimmer des H aufgestellt sind. B sitzt also an ihrem Schreibtisch und
    kichert und giggelt munter ins Mikrofon (also in Richtung auf besagte
    Wand). Am anderen Ende der virtuellen Leitung befindet sich ein
    männliches Wesen mit ausgesprochen sonorer Stimme, welche in ihrer
    Wirkung durch die miesen Lautsprecher noch verstärkt wird.

    Gegen zwei Uhr wird es H dann zu dumm und er schreitet zur Tat. Runter
    ins Büro, Rechner an, Einloggen beim Router. Kurzes Spielen mit den
    Iptables und alle IP-Pakete von bzw. an B verschwinden im Daten-Nirvana.
    Dreißig Sekunden Warten... Iptables wieder in den Grundzustand. H fühlt
    sich wie der leibhaftige BOFH. Das Ganze ein paar Mal gemacht, sollte
    eigentlich den Spaß am Telefonieren gegen Null tendieren lassen. Also
    Rechner runterfahren und wieder ins Bett. Himmlische Ruhe.

    Der nächste Morgen: Kaum hat H noch schlaftrunken sein Zimmer verlassen
    - die Ereignisse des letzten Abends hat er glücklich verdrängt - stürzt
    sich B auf ihn und es entspinnt sich folgender Dialog:

    B: "H, mein Internet geht nicht mehr!"
    H: "Hast Du schon mal Localhost und den Router gepingt?"
    B: "Nein, ich habe Google gepingt, geht nicht."
    H: "Dann mach doch erst mal fein nacheinander das, was ich Euch gemailt
    habe. Ping localhost, ping den Router. Vielleicht ist ja nur das
    Kabel an Deiner Kiste locker."
    B: "Meinst Du vielleicht, ich wüsste die IP des Routers auswendig?"
    H: "Die steht in der bewussten Mail."
    B: "Die habe ich längst gelöscht."
    H: *Seufz*
    H: "Aber wo wir gerade so nett plaudern: Ich bekomme heute Abend Besuch.
    Du hast seit knapp 2 Monaten nichts mehr im Haus gemacht... könntest
    Du Dir vielleicht nachher mal Bad und Gästeklo vornehmen?"
    B: "Ich habe keine Zeit! Jedenfalls nicht heute. Heute muss ich..."
    H: "Ooooch, das ist ja schade. Na, dann mache ich es halt selbst. Dabei
    hätte ich mich doch viel lieber darum gekümmert, Deinen
    Internetzugang wieder ans Laufen zu kriegen."

    B wird kreidebleich. Wenige Sekunden später sieht man B mit Eimerchen
    und Feudel bewaffnet wie eine Kanonenkugel in Richtung Gästeklo
    schießen. Fein.

    H begibt sich in sein Büro. Vielleicht gibts ja Probleme beim Provider.
    Hmmm. Geht alles. Mal schauen, ob sich der Rechner von B anpingen
    lässt... lässt er nicht. Da hat B wohl wieder ihre tolle Personal
    Firewall an. Na prima. Derlei erleichtert eine Fehlerdiagnose ja
    ungemein. Eine Aufforderung, den Mist abzuschalten treibt B ein weiteres
    Mal in den ersten Stock und wieder zurück zum Gästeklo.

    Komisch, da geht immer noch nix... etwa wirklich die Kabel? Schließlich
    hat H am Abend zuvor den Router auf die andere Seite des Abstellraums
    verräumt, um Platz für ein Regal zu schaffen, bevor er ins Bett ging, wo
    er dann stundenlang nicht schlafen konnte, weil B...

    Und das ist er, der Moment, in dem H schlagartig die Erinnerung an die
    vergangene Nacht zurückkehrt. Iptables. In welchem Zustand hat er das
    Spielchen eigentlich beendet? Einloggen beim Router. Eine Anzeige der
    Filterregeln bringt das Ergebnis, das den werten Leser wohl nicht mehr
    überraschen wird: B ist geblockt. H grinst vergnügt in sich hinein...
    sowas aber auch. Also Iptables wieder in den Grundzustand, dann in den
    ersten Stock und demonstrativ ein wenig an Router und Kabeln rumort. Und
    als B ein Weilchen später vom Putzen an ihren Rechner zurückkehrt,
    schallt ein Freudenschrei durchs Haus: "Geiiiiil, es geht wieder".

    Ist es nicht schön, wenn man seinen Mitbewohnern so einfach eine kleine
    Freude bereiten kann?

    Gruß,
    H.
     
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  3. #2 kaktus, 03.12.2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.12.2006
    kaktus

    kaktus Grünschnabel

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    Na toll.

    Kerl, ich weiß nicht, wer du bist, aber ich finde es einigermaßen unverschämt, völlig ohne Angabe der Quellen zu zitieren. Dein "Beitrag" stammt 1:1 aus de.alt.wg-geschichten bzw. von http://blog.mpaap.de/2006/11/eine-wg-geschichte.html. Ich muss es wissen, ich bin zufällig der Verfasser.

    Kaktus
     
  4. #3 Floh1111, 03.12.2006
    Floh1111

    Floh1111 Realist

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    Wie nett!
    Mhh ja das mit dem zitieren üben wir nochmal. Kam glaub ich 7. klasse bei inhaltsangabe oder so...

    MFG
    Floh1111
     
  5. #4 Bâshgob, 03.12.2006
    Bâshgob

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    Die Story wurde mal anno 2004 in de.alt.wg-geschichten gepostet. Wespe56 hat das hier am 29.10.2006 gepostet, in deinem Blog stehts seit dem 20.11.2006.

    Das führt zu folgenden Fragen:

    • Wer hat hier von wem geklaut?
    • Sind Zeitreisen möglich?
    • Besitzt wespe56 möglicherweise eine Zeitmaschine?
    • Will Kaktus lediglich Werbung für sein Blog machen?
    • Kann Kaktus seine Urheberschaft beweisen?
    • Warum ist der Zug von Hannover nach Magdeburg am Freitag immer so voll?
    • Waren die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond?

    Fragen über Fragen...
     
  6. #5 maunter, 03.12.2006
    maunter

    maunter Mitglied

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    ...und warum hat kaktus immer noch 0 (null) postings???...
     
  7. #6 root1992, 03.12.2006
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    root1992 von IT-Lehrern besessen

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    Diese Antworten finden sie nur bei uns gleich nach der Werbung, bleiben sie drann.

    Ich sag nur einen CArray mit 4 Stellen: {'l','o','l','\0'} ;)
     
  8. #7 Jehova1, 03.12.2006
    Jehova1

    Jehova1 Routinier

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    Wo die wilden Kerle wohnen
    Aber ne gute Geschichte, von wem auch immer sie sein mag - ich kannte sie noch nicht :D :D
     
  9. #8 Bâshgob, 03.12.2006
    Bâshgob

    Bâshgob freies Radikal

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    Ein paar Fragen hätt ich noch...

    • Warum ist morgen schon wieder Montag?
    • Warum fällt das Marmeladenbrötchen immer mit der beschmierten Seite auf den Teppichboden?
    • Wer ist dieser Kaktus überhaupt?
    • Warum nennt sich die Person Kaktus?
    • Hat das ggf. etwas mit einem verdrängten Kindheitstrauma zu tun?
    • Darf ich froh sein *nicht* in einer WG zu wohnen?
    • Habe ich etwas verpasst weil ich nie in einer WG gewohnt habe?

    ;)
     
  10. #9 root1992, 03.12.2006
    root1992

    root1992 von IT-Lehrern besessen

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    • Warum ist morgen schon wieder Montag? - Weil heute So ist
    • Warum fällt das Marmeladenbrötchen immer mit der beschmierten Seite auf den Teppichboden? - Marmelade ist schwerer wie Brot (k.a.)
    • Wer ist dieser Kaktus überhaupt? - Jemanden, dem was angeblich geklaut worden ist.
    • Warum nennt sich die Person Kaktus? - weil sie kratzig ist, gefährlich?
    • Hat das ggf. etwas mit einem verdrängten Kindheitstrauma zu tun? - könnte sein
    • Darf ich froh sein *nicht* in einer WG zu wohnen? - allerdings
    • Habe ich etwas verpasst weil ich nie in einer WG gewohnt habe? - überhaut nichts
     
  11. kuusi

    kuusi Grünschnabel

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    Also als ich mal bei meinem Bruder wa, der damals auch inner WG gewohnt hat fands ich ganz cool...najo ich war ja auch nur n pa tage da...vllt. sind sich die leute ja ansonsten an die gurgel gegangen wie sonst was...wie auch immer.....

    Warum fällt das Marmeladenbrötchen immer mit der beschmierten Seite auf den Teppichboden? - Marmelade ist schwerer wie Brot (k.a.)
    jeb die marmelade is schwerer als das brot, gewicht zieht nach unten...usw. usw.

    najo die story...also wa schon cool...nur ich fand den schluß jez nich so dolle...hatte mir mehr erhofft...aber najo, da es ja was wahres wiederspiegelt kann mans sich ja nich aussuchen ;)
    es wird sehr geil sone art spannung auf gebaut...deswegen fand ich wohl auch das ende eher mau
    najo alles in allem..schon nen coole geschichte
     
  12. Xanti

    Xanti Mouse Organist

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    Das hat nix mit dem Gewicht der Marmelade zu tun, sondern mit der Fallhöhe und der Erhaltung des Drehimpulses.

    Gruss, Xanti
     
  13. #12 wesPe56, 03.12.2006
    wesPe56

    wesPe56 Eisschollenbesetzer

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    Tja, also ich habe nie behauptet, der Urheber dieser Geschichte zu sein. :devil:
    Ich glaube, ich habe die im Usenet gelesen, weil ich dort die meiste Zeit verbringe, wenn ich online bin.
    Einen Kaktus, dessen Marmeladenbrot auf dem Mond auf die amerikanische äh beschmierte Seite der WG gefallen ist, habe ich dort nicht kennengelernt. :think: Oder so, oder so ähnlich..... oder wie?

    @ Bâshgob
    Eine Zeitmaschine habe ich noch nicht, aber es ist ja bald Weihnachten.

    Dann kommt ja wieder dieser nette Herr im roten Mantel mit seinen Rentieren und diesem total überladenen Schlitten angeflogen, um Millionen von Kindern auf dieser Welt in einer Nacht zu beschenken. Dazu gibt es auch eine Geschichte, aber die könnt ihr Euch selber suchen.

    wesPe56
     
  14. #13 Ritschie, 04.12.2006
    Ritschie

    Ritschie SuSE-User

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    Ich denke, das ist richtig. Hab ich zumindest auch mal gehört.

    Gruß,
    Ritschie
     
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  16. #14 gropiuskalle, 04.12.2006
    gropiuskalle

    gropiuskalle terra incognita

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    Wenn man dies statististisch untersucht, stellt man übrigens fest, das Marmeladenbrote und -brötchen (realistisch variierende Fallhöhen vorausgesetzt) lediglich zu etwa 50% auf der mit Marmelade bedachten Seite landen. Unser Gedächtnis funktioniert nur hinsichtlich unangenehmer Erfahrungen besser.
     
  17. #15 root1992, 04.12.2006
    root1992

    root1992 von IT-Lehrern besessen

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    Das ka am schluss sollte bedeuten, dass ich nur eine Vermutung gehabt habe. Eigentlich ist es mir egal, denn ich ess keine Marmelade. Wenndan könnte ich eine Semmel bevorzugen, denn wenn die zugeklappt ist, dann kann sie hinfallen wo sie mag, und es bröselt bloß.
     
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