Distri um sich einzuarbeiten

Dieses Thema im Forum "Linux OS" wurde erstellt von floh, 21.05.2007.

  1. floh

    floh Jungspund

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    Hallo,

    ich verwende nun seit ca einem Jahr Linux (abwechselnd Ubuntu und openSUSE, aktuell aber nur Ubuntu feisty). So weit so gut, nun möchte ich mich aber tiefer einarbeiten und mich richtig mit dem System auseinandersetzen. Auf meinem Laptop bin ich mit Ubuntu glücklich, aber auf meinem Rechner will ich etwas experimentieren. Nun weiß ich nicht, welche Distribution für sowas gut geeignet ist, mir kämen Debian (apt gefällt mir von Ubuntu her sehr gut), Arch (ist mir durch diesen Artikel von Pro-Linux aufgefallen) und Gentoo (dem wird ja nachgesagt dass es eher (nur?) erfahrene Benutzer geeignet sei.

    Also, ich stell mir das so vor, dass die Distribution nicht "alles von selbst" installiert und konfiguriert wie Suse das tut. Aber ein Linux from Scratch kommt bei mir (noch) nicht in Frage, dazu kenne ich mich nicht genug aus.

    Was empfehlt ihr mir? Ich hätte also gerne eine Distri die mich mal rumprobieren lässt und gut dokumentiert ist (was so glaube ich wieder für Debian spricht, oder?). Eine Doku auf deutsch wäre nett, muss aber nicht sein.

    Danke für eure Hilfe,
    gruss
    Florian
     
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  3. #2 supersucker, 21.05.2007
    supersucker

    supersucker Foren Gott

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  4. apex

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    Hi,
    ich würde dir Gentoo ans Herz legen.
    Das vorurteil Gentoo sei nur für "erfahrene" User,
    greift zum Glück nicht.

    Gentoo hat eine äußerst gute Dokumentation zur Installation.
    (wenn nicht sogar die beste)

    Schau dir einfach mal die Doks zu der Installation an.

    Wenn man aufmerksam Ließt und die Grundbefehle kennt,
    steht alldem nichts im Wege.
    Guto HowTos etc. findet man hier: »Klick«

    Ansonsten, wüsste ich nicht was einen aufhalten sollte,
    Gentoo einfach mal zu testen.

    ___

    Eventuell sagt dir auch SourceMage Gnu/Linux zu.

    mfg apex
     
  5. #4 gattschardo, 21.05.2007
    Zuletzt bearbeitet: 21.05.2007
    gattschardo

    gattschardo SithWM-User #2

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    Wenn du es schwerer haben willst als gentoo und arch, dann schau dir LFS an

    EDIT: Warum ich Arch anstatt Gentoo empfehle:
    Sicher, Gentoo hat die umfangreichere und womöglich auch die bessere Dokumentation.
    Aber im Gegensatz zu Gentoo, wo man quasi gezwungen ist alles zu compilieren (was enorm zeitaufwendig sein kann), hat bei Arch der Nutzer selbst die Wahl, ob er die Binärpakete nutzen oder compilieren will. Ein großer Vorteil in meinen Augen.
     
  6. enr00

    enr00 Routinier

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    Antwort


    Er hat doch gesagt Linux from Scratch wolle er nicht.
     
  7. #6 gattschardo, 21.05.2007
    gattschardo

    gattschardo SithWM-User #2

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    Er will es (noch) nicht -- kann ja sein dass er ein verkapptes Genie ist und ihm gentoo/arch/whatever wirklich zu leicht sind :)
     
  8. #7 floh, 21.05.2007
    Zuletzt bearbeitet: 21.05.2007
    floh

    floh Jungspund

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    Hallo,

    danke erstmal für eure schnellen Antworten. Das mit dem Kompilieren bei Gentoo ist so eine sache... wie aufwändig ist das (Arbeit und Zeit)? Kann man das bewältigen wenn man Software bisher nur mit Yast und Apt installiert hat? Muss man sich besonders viel mit Abhängigkeiten eines bestimmten Programmes rumschlagen?

    edit:
    Wie sieht es mit der Programmauswahl für die 64 Bit Version aus? Ich hab zwar einen 64 Bit Prozessor, verwende aber noch Ubuntu in 32 Bit weil es für 64 Bit nicht alle Pakete gibt. Habe ich das Problem auch mit Gentoo?
    Sonst hört sich das durchaus gut an.

    gruss
    Florian
    .
    .
    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :
    .

    Hoffentlich :D

    Nein, ernsthaft, damit will ich mich auch mal befassen. Allerdings gehe ich davon aus dass das sehr aufwändig ist und momentan traue ich mir das nicht zu. vielleicht in den Sommerferien wenn ich mal zeit hab. Aber deshalb will ich jetzt ja mal andere Distris ausprobieren als die "typischen Anfänger Distris"
     
  9. #8 gattschardo, 21.05.2007
    gattschardo

    gattschardo SithWM-User #2

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  10. apex

    apex give me røøt

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    Relativ. Kommt auf die Zeit an,
    eine Stage3 hat bei mir mit KDE ~ 5 Stunden gedauert.

    Mit den Abhängigkeiten musst du dich wohl rumschlagen,
    aber das geht relativ schnell und du kannst einige in den
    USE-Flags schreiben. Ansonsten kannst du für Bestimmte
    Pakete separat Flags setzen.

    Auf der Gentoo Page gibt es dazu genug doku :D

    mfg apex
     
  11. #10 gropiuskalle, 21.05.2007
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    Öhm... Gentoo ist ein tolles System, hat die beste Doku von allen und Portage finde ich auch ziemlich cool - aber davon abgesehen habe ich nie so ganz verstanden, inwiefern eine erfolgreiche Gentoo-Installation einen Lernwert bietet, der von anderen Distris nicht auch geboten werden könnte (entsprechendes Interesse vorausgesetzt natürlich). Um sich mit einem System 'tiefer auseinanderzusetzen' braucht es doch keine Distri, die einfach nur länger zum Installieren benötigt. Klar, man lernt schon was, aber man lernt was über Gentoo, nicht unbedingt mehr über Linux...
     
  12. apex

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    Eine Installation von Gentoo ist ja nicht nur das Installieren
    des Basissystems an sich - so wie bei quasi Jeder Distro.

    Während der Gentoo Installation lernt man allerdings einiges über
    die Konfiguraion des Kernels (lernt man auch so, aber bei Gentoo
    kommt man eben nicht drum)

    Ich denke das gute an Gentoo ist, das man sich alles von Anfang an
    nach seinen Bedürfnissen einstellen kann, ohne vorher Massig
    Software runterwerfen zu müssen die man garnicht braucht.

    mfg apex
     
  13. #12 gropiuskalle, 21.05.2007
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    Ich finde nur, das Gentoo genausowenig darauf angelegt ist, den Kernel oder sonstige Systemzusammenhänge besser kennenzulernen wie jede andere Distro auch - es ist auch nie wirklich die Philosophie von Gentoo gewesen, dem user etwas beibringen zu wollen. Was ich meine ist: es ist nicht die Distri, die dafür auschlaggebend ist, wie tief man in sein System einsteigt, sondern allein die eigene Neugierde- die lässt sich unter Kubuntu oder Fedora aber genauso gut bedienen. Und unter Gentoo nicht besser. Warum auch? Man könnte floh auch einfach raten, unter seiner SuSE YaST zu deinstallieren, dann wird er auch dazu gezwungen, bestimmte Fäden selbst in die Hand zu nehmen. Und Pakete 'runterschmeißen (oder garnicht erst installieren) geht auch auf den meisten Distris.
     
  14. apex

    apex give me røøt

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    Stimmt schon.
    Jetz hab auch ich es mal gerafft ^^

    Schon blöde wenn man 2 Tage durchmacht.
    Aber openSuse und Konsorten habe ich noch
    nie begriffen.. Ich bin glaub ich zu kleingeistig dafür :D

    mfg apex
     
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  16. #14 gropiuskalle, 21.05.2007
    gropiuskalle

    gropiuskalle terra incognita

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    Ist halt eher was für die Pro's. Vielleicht probierstes ja irgendwann nochmal, wenn Du mit Linux etwas vertrauter bist und Dich Deinstallationsorgien nicht mehr schrecken müssen. :D
     
  17. nikaya

    nikaya Guest

    Als Gentoo-Freak empfehle ich natürlich auch Gentoo.Erst seitdem ich diese Distribution benutze fange ich an Linux zu verstehen.Wer willens ist sich da durchzubeißen (und das will der Threadersteller ja wohl) wird eine Menge lernen.
    Klar,kann man bei jeder anderen Distri auch,aber bei Gentoo wird man da ein wenig mehr hingelenkt weil es quasi keine Alternativen in Form von Konfigurationstools gibt.Allein bei der Grundinstallation per Handbuch ist der Lerneffekt enorm.Danach hat man ein ziemlich nacktes Grundsystem mit nur einem Eingabeprompt.X11 muß erst noch installiert,xorg.conf noch erstellt und ein WM installiert werden.
    Nahezu alles wird kompiliert,aber gerade dadurch ist man etwas näher an den Basics als bei einer Binärdistri.Natürlich kann man auf mit jeder Distri kompilieren,aber Portage als Paketmanager garantiert dass der Überblick bewahrt wird.Dieses ist bei der Kompilation von Hand ja nicht gegeben.
    Gesagt werden sollte fairerweise dass Gentoo einen halbwegs aktuellen (=schnellen) Prozessor braucht.Unter 1Ghz würde ich es dann doch lieber sein lassen.Besser ist > 2Ghz.

    Noch ein Geheimtipp von mir wäre Sourcemage.Dort wird auch alles kompiliert und vom Paketmanager Sorcery alles überwacht.
    Artikel über Sourcemage
     
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